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Lebenserinnerungen

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Bibliographic data

fullscreen: Lebenserinnerungen

Monograph

Identifikator:
1011918013
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-21195
Document type:
Monograph
Author:
Eucken, Rudolf http://d-nb.info/gnd/118682555
Title:
Lebenserinnerungen
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von K. F. Koehler
Year of publication:
1921
Scope:
1 Online-Ressource (V, 127 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. Die Weiterentwicklung meines Lebens und Strebens
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Lebenserinnerungen
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil
  • Zweiter Teil. Die Weiterentwicklung meines Lebens und Strebens
  • Schluß
  • Index

Full text

ober aber jene Latwelt als seine eigne erlebte und sich damit über 
den Ltand eines blosten Lltomes zu einem Weltwesen erhob. Line 
nähere Lntwicklung dessen forderte eine eigentümliche Stellung 
zwischen der alten und der neuen Denkart. Die alte Ort, wie sie 
das Ültertum und auch das alte Christentum geistig umfastt, fetzte 
eine geschlossene und den Menschen beherrschende Welt voraus, fei 
es einen künstlerisch verstandenen Kosmos, fei es das Neich gottes 
und der Kirche mit feinen ethischen Werten. Dabei hatte den un 
bedingten Vorrang der gedanke des ganzen, er hatte dem Menschen 
sowohl das Ziel als die Kraft des Lebens zuzuführen. Nun kam 
die graste Verschiebung des Lebensstandes durch die Neuzeit, vor 
nehmlich durch die Üufklärung. Der Üusgangspunkt und zugleich 
die Hauptbewegung verlegte sich damit in den Menschen und sein 
Denken; nun galt es alle Wirklichkeit vom Menschen aufzubauen 
und von hier aus dem Leben einen Inhalt zu geben. Olle Lebens 
gebiete mustten sich damit neu gestalten, der Philosophie aber 
wurde es zu einer unabweisbaren Üufgabe, eine innere Verbindung 
zwischen dem Menschen und dem Llll herzustellen und ihm dieses 
zum geistigen Besitz zu geben. In dieser Nichtung haben Männer 
ersten Nanges wie öpinoza und Leibniz gewirkt, und es sind kühne 
gedankengebäude daraus hervorgegangen. Der Weg und dasMittel 
zur Verbindung mit dem Oll war dabei die Intelligenz, nur sie 
schien imstande, den Menschen vollauf mit der Welt zu verbinden. 
Kant aber zeigte die Voraussetzung dieser Lösung und erwies mit 
unerbittlicher üchärfe, dast vom blosten Menschen aus nicht über 
den Menschen hinauszukommen ist, und dast wir von der Lrschei- 
nung aus nie ein Mich der Dinge erreichen; zugleich aber glaubte 
er, von der Moral aus eine Welt der Dreiheit aufbauen zu können. 
Ober einmal war das Mich der Moral zu eng, um den ganzen 
geistigen Besitz in sich aufzunehmen, sodann drohte die Lcheidung 
von theoretischer und praktischer Vernunft die Linheit der Wirklich 
keit aufzuheben. Diese unerträgliche Kluft suchten die leitenden 
deutschen spekulativen Denker, vor allem Richte, Lchelling, Hegel, 
zu überwinden, sie wollten damit unmittelbar ein Weltschaffen des 
Menschen erreichen; sie konnten das aber nicht, ohne das ver 
mögen des Menschen zu überschätzen, absolutes und menschliches 
Geistesleben als gleichwertig zu behandeln; zugleich fastten sie den 
Lebensinhalt zu eng, und würdigten sie nicht genügend die un 
geheuren Verwicklungen des menschlichen Lebenssiandes; in einem 
einzigen Zuge sollte sich ihnen die ganze Tülle der Wirklichkeit er 
öffnen und der Mensch sich zu schaffender gröste aus eignem ver 
mögen erheben. Die Tolge dieser Überspannung des Menschen 
war der Positivismus mit feiner inneren Üblösung des Menschen 
von der Welt; das aber ergab eine Beschränkung auf die
	        

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Borrowing and Business in Australia. Oxford university press, H. Milford, 1930.
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