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Geld-, Bank- und Börsenwesen

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Bibliographic data

fullscreen: Geld-, Bank- und Börsenwesen

Monograph

Identifikator:
1012150852
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-27269
Document type:
Monograph
Author:
Obst, Georg http://d-nb.info/gnd/11759296X
Title:
Geld-, Bank- und Börsenwesen
Edition:
25., verbesserte Auflage
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
C.E. Poeschel Verlag
Year of publication:
1927
Scope:
1 Online-Ressource (XV, 521 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. Banken und Bankgeschäfte
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Geld-, Bank- und Börsenwesen
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. Geld und Geldsurrogate
  • Zweiter Teil. Banken und Bankgeschäfte
  • Dritter Teil. Börse und Börsengeschäfte
  • Index

Full text

w e ch s eI g e s ch ä f t. Anfangs waren es meist die Goldschmiede, 
die Münzen und Metalle abwogen, auf ihre Echtheit prüften und die 
Münzen, die keinen Kurs mehr hatten, gegen solche der neuen Prägung 
umtauschten. Bei den großen Messen schlugen sie auf dem Marktplatz 
ihren Tisch auf, ihre bau an, nach der sie — in Genua bereits im 
12. Jahrhundert — den Namen banclierii sBankiers) erhielten. 
Maclcod leitet, im Gegensatz zu der allgemein herrschenden Ansicht, das 
italienische Wort baneo ab von dem gotischen Wort band — Haufe, Menge. 
Aus dem Münzwechsel ging das D e p o s i t e n g e s ch ä f t hervor. An 
fangs war das hinterlegte Geld einäeposituin reguläre, d. h. 
genau dieselben Münzen, dieselben Stücke, die eingeliefert worden waren, 
mußten zurückgegeben werden. Hieraus entwickelte sich dann das ä e p o - 
situmirregulare: Der Bankier kann das Geld weiter verleihen, 
er braucht nicht die gleichen Stücke, die er empfangen hat, sondern 
nur die g l e i ch e S u m m e zurückzuliefern. Stets aber muß er seine Ge- 
schäfte so betreiben, daß er in der Lage ist, seine Verpflichtungen zu er- 
fülleit. Wer sich des ihm geschenkten Vertrauens unwürdig erwiesen hatte, 
was jedoch nur selten vorkam, wurde dadurch gebrandmarkt, daß ihm als 
Symbol seine banca zerschlagen wurde — „baneo rotto“, woher das 
Wort Bankrott sich herleitet. 
Die Geschäfte, die bisher von einzelnen betrieben worden waren, sind 
im Laufe der Zeit an Gesellschaften, an Staat oder Gemeinden über 
gegangen. Banken wurden an einigen größeren Plätzen errichtet. Sie 
suchten den Geld- und Zahlungsverkehr zu erleichtern, indem sie Kassierer 
der Geschäfte wurden und bares Geld und Wertgegenstände gegen mäßige 
Gebühren in Verwahrung nahmen. Dies waren die Anfänge des heutigen 
Depositcngeschäfts, die Vorläufer unserer modernen Banken. 
Aus den Depositen zur A u f b e w a h r u n g wurden im Laufe der Zeit 
Depositen zur Verwaltung. Der Kaufmann zahlte bei der Bank 
eine Geldsumnce ein, die er nicht selber abhob, sondern die er dem Konto 
seiner Geschäftsfreunde B, C und D zur Begleichung seiner Schuld gut- 
schreiben ließ. In gleicher Weise ließ E, der bei derselben Bank ein 
Konto hatte, dem A die Summe kreditieren, die er ihm für bezogene 
Waren schuldete. Da durch diese Zu- und Abschriften die Gelder einen 
Kreislauf machten, so erhielten die Institute, die diesen Geschäfts 
zweig pflegten, den Rainen Girobanken — Kreis).
	        

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Die Untersuchung Landwirtschaftlich Und Gewerblich Wichtiger Stoffe. Verlagsbuchhandlung Paul Parey, 1906.
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