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Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

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Bibliographic data

fullscreen: Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

Monograph

Identifikator:
1014011027
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-25942
Document type:
Monograph
Author:
Prion, Willi http://d-nb.info/gnd/101278861
Title:
Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Julius Springer
Year of publication:
1936
Scope:
1 Online-Ressource (VII, 240 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
C. Die Organisation
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)
  • Title page
  • Contents
  • A. Die Grundlagen
  • B. Die Menschen im Betrieb
  • C. Die Organisation
  • D. Die Wirtschaftlichkeit
  • Index

Full text

156 
Die Organisation. 
Zum Beispiel: 10 Teilarbeiten je 1 Std. = 10 Arbeiter 
10 „ „ 2 „ = 20 „ 
10 „ „ 3 „ = 30 „ 
insgesamt = 60 Arbeiter 1 . 
Da in der Praxis nicht nur die Zahl der Teilarbeiten in die Hunderte geht, 
sondern auch die Verschiedenheit in den Herstellungszeiten unbegrenzt ist, können 
diese Beziehungen nur der erfahrungsmäßigen Handhabung überlassen bleiben; 
dies geschieht durch erfahrungsgemäße Einstellung der einzelnen Leistungsmengen 
und ihren Ausgleich durch Läger. Aus dieser Betrachtung heraus wird auch die 
große organisatorische Bedeutung der Läger klar 1 2 , und es wird verständlich, wo 
die vollgepfropften Läger der hochgegliederten Betriebe oder die riesige Papierflut 
der arbeitsteiligen Büros ihren eigentlichen Ursprung haben; Sie sind die Puffer, die 
der praktische Arbeitsvollzug einschieben muß, da eine vollkommen wissenschaft 
lich durchdachte und systematische Zusammenarbeit des Betriebsablaufs mit der 
höheren Gliederungsstufe immer weniger möglich wird. 
Es sind vorwiegend drei große Fragenbereiche, welche sich der Beobachtung 
der betrieblichen Arbeitsverkettung im Sinne der gemeinsamen Zweckaufgaben 
darbieten. Zunächst handelt es sich um eine Sammlung und um eine räumliche 
Zusammenfassung der zergliederten Aufgaben, ferner um eine Regelung der ein 
zelnen oder bereits zusammengefaßten Aufgabenkreise und endlich um die Ver 
bindung der zusammengefaßten und geregelten Aufgaben zu einer Einheit. 
2. Die Aufgabenzusammenfassung (Abtoilungsbildung). Die Aufgabensamm 
lung bedeutet eine Aufsammlung zum Zwecke einer zeitlichen und räumlichen 
Verdichtung der zu erledigenden Aufgabenbereiche. Die Merkmale der Aufgaben 
sammlung können ebenso wie die der Gliederung sehr verschiedener Art sein, wo 
bei durchaus nicht immer, wenn auch häufig, eine räumliche Vorstellung mit ihnen 
verbunden ist. So ist zunächst eine Aufsammlung gleicher Arbeiten lediglich nach 
der Zeit denkbar; sie bildet einen fließenden Übergang zur Aufgabengliederung, 
wo bekanntlich dieses Merkmal ebenfalls angeführt wurde als Arbeitseinteilung: 
gleiche Arbeiten werden gesammelt und zu festgelegten Zeitpunkten oder be 
stimmten Zeiträumen erledigt. Beispiele sind etwa das Aufsammeln von Provi 
sionsrechnungen, um sie nachher auf den Gesamtbetrieb so zu verteilen, daß alle 
Angehörigen eine halbe Stunde rechnen müssen (wie es in einem Großbetrieb der 
Markenartikelbranche gehandhabt wurde). Dieser Fall könnte als typische Arbeits 
häufung angesprochen werden 3 (während im allgemeinen die Aufgabensammlung 
der Büchersohen „Arbeitsverbindung“ zuzuzählen wäre) 4 . 
Die Sammlung der Aufgaben ist lediglich Mittel zum Zweck, aber es ist doch 
schon der leichte Übergang zur Abteilungsbildung deutlich sichtbar: durch ge 
eignete Maschinen wird im oben genannten Beispiel der Provisionsrechnungen die 
Zusammendrängung der Arbeit erleichtert; nur der stoßweise Anfall verhindert die 
Bildung einer Provisionsrechnerei. 
Dagegen ist die Aufsammlung der Diktate im Stenogrammblock und ihre fort 
laufende Erledigung im Schreibmaschinensaal schon eine reine Abteilungsbildung. 
Auch hier kann nach Art der Schriftstücke durch Maschinen eine weitere Zu 
sammenfassung möglich sein; so werden etwa die gesamten Schriftstücke, die sich 
durch einen Versandauftrag (Markenartikel) ergeben, im Schreibzimmer auf einem 
besonderen, perforierten Vordruck geschrieben und dann in einem besonderen 
Raum nach dem Umdruckverfahren vervielfältigt. Auf diese Weise werden her 
1 Dieses Beispiel ist entnommen aus: Nölting-Esser-Woldt: S. 40, wo diese Tatsache 
zwar bemerkt, aber nicht näher auf die große organisatorische Bedeutung eingegangen wird. 
2 Norsieok erwähnt (in: Sohaubildliche Erfassung, S. 37/38) bereits diese Läger, „welche 
unterschiedliche Rhythmen und Mengen ausgleichen sollen“. 
3 Bücher: S. 272 ff. 4 Bücher: S. 287.
	        

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Der Wirtschaftsbetrieb Als Betrieb (Arbeit). Verlag von Julius Springer, 1936.
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