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Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

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Bibliographic data

fullscreen: Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

Monograph

Identifikator:
1014011027
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-25942
Document type:
Monograph
Author:
Prion, Willi http://d-nb.info/gnd/101278861
Title:
Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Julius Springer
Year of publication:
1936
Scope:
1 Online-Ressource (VII, 240 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
D. Die Wirtschaftlichkeit
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)
  • Title page
  • Contents
  • A. Die Grundlagen
  • B. Die Menschen im Betrieb
  • C. Die Organisation
  • D. Die Wirtschaftlichkeit
  • Index

Full text

Die Kontrolle. 
201 
glichen wird mit dem Sollzustand, d. h. dem Zustand, der auf Grund der gesetzten 
Organisation vorhanden sein sollte. Zunächst wird so das Vorhandensein von Ab 
weichungen des Ist- vom Sollzustand aufgedeckt und das Ausmaß solcher Abwei 
chungen festgestellt. Die nächste Stufe ist, daß den Ursachen der Abweichungen 
nachgegangen wird und damit die Mittel und Wege zu ihrer Behebung vorbereitet 
werden. Die Tätigkeit der Kontrolle geht so über den Rahmen nur einfachen Ver- 
gleichens meistens hinaus; denn sie hat zu prüfen, zu forschen und zu untersuchen 
d. h. ihre Handhabung erfordert Sachkenntnisse und eine selbständige Denkarbeit. 
Voraussetzung jeder Kontrolle ist eine genaue Festlegung des Solls und der als 
zulässig anzusehenden Abweichungen, wobei die Festlegung gewöhnlich auf Grund 
rechnerischer Ermittlungen oder buchmäßiger Eintragungen sowie betrieblicher 
und gesetzlicher Vorschriften erfolgt. 
Der Kontrolle wird gewöhnlich die Revision gegenübergestellt. Doch ist die 
Begriffsabgrenzung nicht einheitlich. Es werden nicht nur beide Begriffe gleich- 
gesetzt, d. h. für dieselbe Sache verwendet, sondern es kommt auch vor, daß der 
eine Begriff als der engere, der andere als der weitere, und umgekehrt, angesehen 
wird. Maßgebend für den Begriff der Revision ist in erster Linie der Zeitpunkt, 
in dem sie stattfindet; es spielt aber auch die Art der Tätigkeit eine Rolle. Die 
Kontrollen teilt man, wie noch gezeigt wird, in laufende, d. h. solche, die sich den 
einzelnen Vorgängen unmittelbar und dauernd anschließen, und in periodische, die 
in regelmäßigen Zeitabständen vorgenommen werden, ein. An letztere denkt man, 
wenn von Revisionen gesprochen wird (Leitner). Während ferner die Kontrolle 
meist nur aus einer reinen Vergleichstätigkeit besteht, so ist die Aufgabe der 
Revision hauptsächlich, Ergebnisse, Zustände u. ä. zu prüfen und zu untersuchen, 
und die Ursachen der Abweichungen und Fehler zu finden, kurz, alles das, was man 
auch als Kontrollen höherer Art bezeichnet. Immerhin bleibt, daß die Revision 
eine besondere Art der Kontrolle und demnach die Kontrolle der übergeordnete 
Begriff ist. 
2. Die Arten der Kontrollen. Im einzelnen Wirtschaftsbetrieb sind die mannig 
faltigsten Pehlermöglichkeiten vorhanden. Jedes Glied in seinem Aufbau kann 
eine Fehlerquelle darstellen. Entsprechend sind auch die Arten der Kontrollen 
sehr verzweigt und mannigfaltig. Derselbe Arbeitsvorgang kann nach den ver 
schiedensten Richtungen hin kontrolliert werden, sei es nach Genauigkeit, Schnellig 
keit, Billigkeit oder anderen Gesichtspunkten. Möglich ist auch, um ganz sicher 
zu gehen, eine mehrfache Kontrolle. Von Betrieb zu Betrieb sind die Kontrollen, 
selbst des gleichen Vorganges, ebenfalls verschieden, entsprechend den verschie 
denen Voraussetzungen, die dem Arbeitsvorgang zugrunde liegen. Es gilt, die 
Kontrollen individuell zu behandeln; sie müssen den jeweiligen Erfordernissen 
entsprechen. Vielfach haben die Betriebe ein ihren ganzen Bereich umfassendes 
Kontrollsystem aufgebaut, das in den einzelnen Fällen durchaus verschieden ist. 
Es ist also darauf zu achten, daß die Einzelkontrolle in ein vorhandenes System 
hineinpaßt; schon daraus bestimmt sich ihr Aufbau. Es ist daher unmöglich, die 
Kontrollen etwa nach den einzelnen Arbeitsvorgängen einzuteilen; eine Übersicht 
kann nur nach verschiedenen Merkmalen vorgenommen werden. 
Man unterscheidet zunächst: Kontrollen niederer und höherer Art, wobei die 
erste eine mehr mechanische Tätigkeit darstellt, die andere aber eine Reihe von 
Sachkenntnissen und selbständige Denkarbeit erfordert. Hier wird also die Qua 
lität der Kontrollarbeit berücksichtigt, was wichtig für die Auswahl der kontrollie 
renden Personen und der sonstigen Kontrollmittel ist. 
Leitner versteht unter Kontrolle niederer Ordnung eine solche, die die Einzelheiten des 
Geschäftsganges in kaufmännischer und technischer Hinsicht prüft und überwacht und eine 
Gewähr für die Durchführung des Organisationsplanes bieten soll. Durch Verbesserungen der
	        

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Der Wirtschaftsbetrieb Als Betrieb (Arbeit). Verlag von Julius Springer, 1936.
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