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Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

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Bibliographic data

fullscreen: Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

Monograph

Identifikator:
1014011027
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-25942
Document type:
Monograph
Author:
Prion, Willi http://d-nb.info/gnd/101278861
Title:
Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Julius Springer
Year of publication:
1936
Scope:
1 Online-Ressource (VII, 240 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
D. Die Wirtschaftlichkeit
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)
  • Title page
  • Contents
  • A. Die Grundlagen
  • B. Die Menschen im Betrieb
  • C. Die Organisation
  • D. Die Wirtschaftlichkeit
  • Index

Full text

224 
Die Wirtschaftlichkeit. 
Neben diesen Ziffern, die den Betrieb mehr in Hinsicht der allgemeinen Anordnung und 
Leistung beleuchten, spielt die Geschwindigkeit des Lagerumsatzes eine große Rolle. Diese 
Ziffern, die innerhalb der Branchen wieder sehr ungleichmäßig sind, greifen schon auf die Kapi 
talanordnung über, indem sie die Beanspruchung des Betriebskapitals und die Verzinsung er 
kennen lassen. Andererseits aber ermöglichen sie auch Rückschlüsse auf die Risiken der Mode, 
des Warenverderbs und andere Umstände. Besonders wichtig für die Gestaltung der Unkosten 
ist die Zahl des Umsatzes je Kunde, da sie unmittelbar für die Höhe und Art der Unkosten 
kennzeichnend ist. Auch die Zusammensetzung der Unkosten im einzelnen kann recht brauch 
bare Merkmale ergeben, wenn man die hier möglichen besonderen Umstände erkennen und 
ausschalten kann. 
Besondere Schwierigkeiten ergeben sich beim Großhandel, der hinsichtlich Art 
und Umfang der Betriebe und ihrer Aufgaben nicht die Geschlossenheit aufweist 
wie der Einzelhandel. Neben dem Handelsgut spielt hier sowohl die Art und 
Richtung des Einkaufs als auch besonders des Verkaufs eine große Rolle; immer 
hin sind auch hier bestimmte Größenordnungen zu erkennen, die allerdings bisher 
wohl mehr akademische Bedeutung haben. 
Entsprechend den Wesensmerkmalen der Industrie beziehen sich die Rech 
nungsfaktoren der Wirtschaftlichkeit hier mehr auf die Erzeugung; es werden 
also, je nach der Art und Aufbau des Industriezweiges, der mehr arbeits- oder 
kapitalorientiert sein kann, die Leistungen auf die Arbeitszeit von Mensch oder 
Maschine (Stunde, Tag, Woche usw.) oder auf die Arbeitseinheit (Mensch, Aggre 
gat usw.) bezogen. Besonders bekannt ist der sog. „Effekt“ im Bergbau, die Ziffer 
der Förderleistung je Kopf und Tag des Beschäftigten; hier trennt man häufig 
nach der Gesamtbelegschaft und Untertagebelegschaft, zuweilen auch nach der 
reinen „Hauerleistung vor Ort“. Die Verkehrsbetriebe kennen seit langem 
„Verkehrs“- und „Betriebs“-Koeffizienten; die Banken haben ihre „Liquiditäts“- 
ziffern, die Baubetriebe einheitliche Leistungszahlen für die Einheit „bewegten 
Bodens“ oder „umbauten Raumes“ oder „gemauerter Fläche“; das Hotelgewerbe 
kennt die Fremdenübernachtungsziffer. Jede Branche hat ihre Kennziffern der 
Wirtschaftlichkeit, die mehr oder weniger spezifiziert, einen Vergleich der Betriebs 
verhältnisse im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit möglich machen. 
Die Kennziffern haben sich für den inneren Vergleich als sehr brauchbar er 
wiesen. Die Vielgestaltigkeit des betrieblichen Geschehens mit den mannigfachen 
Möglichkeiten des Leerlaufs machen eine dauernde Betriebsüberwachung zur ge 
bieterischen Pflicht. Störungen in den Arbeitsvorgängen, Leerläufe beim Inein 
andergreifen der verschiedenen Arbeitsvorgänge, technische oder organisatorische 
Hemmungen bei den Arbeitsabläufen, Rückständigkeiten in bezug auf die Arbeits 
methode oder die verwendeten Arbeitsmittel usw. lassen sich nur durch dauernde 
Beobachtung und Durchrechnung des Betriebes erkennen und abstellen. Hier 
setzen die verschiedenen Methoden der „wissenschaftlichen Betriebsführung“ an, 
die die einzelnen Arbeiten und Arbeitsgebiete bis ins kleinste zergliedern. Durch 
Zeitstudien sogar der Griffelemente werden die notwendigen Arbeits-, Warte- und 
Vorrichtungszeiten erfaßt und in Verbindung mit den „Maschinenkosten“ (Kosten 
des Maschinenbetriebs je Zeiteinheit!) Vergleichsziffern zu errechnen versucht. 
Hier ergibt sich eine Reihe von Fragen: welche Aufwendungen des allgemeinen Betriebs 
— welche Gemeinkosten — sollen in den Ziffern enthalten sein? Nur die „Betriebs“- 
Unkosten, die Transport-, Reinigungs-, Leitungskosten ? Oder auch die Vertriebskosten, die 
Verwaltungskosten überhaupt, die Kosten der Lagerung, des Einkaufs, der Betriebsvorberei 
tung (Entwicklung, Projektierung, Konstruktion) ? Wo und wie sollen, falls für die bisherigen 
Fragen eine brauchbare Lösung gefunden ist, die Materialien eingerechnet werden und wie 
sollen hier wieder die eigentlichen Rohstoffe der Produktion und die Hilfsmaterialien ver 
rechnet werden? 
4. Der Betriebsvergleich. Unter Betriebsvergleich im eigentlichen Sinne 
ist zu verstehen: Der Vergleich von Betriebszahlen verschiedener, selbstän 
diger, unter eigener Leitung stehender Wirtschaftsbetriebe derselben Art. Die
	        

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Der Wirtschaftsbetrieb Als Betrieb (Arbeit). Verlag von Julius Springer, 1936.
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