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Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

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Bibliographic data

fullscreen: Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

Monograph

Identifikator:
1014011027
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-25942
Document type:
Monograph
Author:
Prion, Willi http://d-nb.info/gnd/101278861
Title:
Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Julius Springer
Year of publication:
1936
Scope:
1 Online-Ressource (VII, 240 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
A. Die Grundlagen
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)
  • Title page
  • Contents
  • A. Die Grundlagen
  • B. Die Menschen im Betrieb
  • C. Die Organisation
  • D. Die Wirtschaftlichkeit
  • Index

Full text

Die Betriebsarbeit. 
17 
artikels bis zur Einzelbedienung durch Post- oder Botensendung des Versand- oder Waren 
hauses sind fast alle Möglichkeiten gegeben. 
b) Begleitet wird die kaufmännische Grundarbeit in allen ihren Stufen und 
Formen vom Rechnungswesen, das alle Vorgänge ziffernmäßig auffängt und fest 
legt, sie gruppiert und nach bestimmten Gesichtspunkten ordnet. So ergeben sich 
die verschiedenen Zweige des Rechnungswesens aus ihren Zwecken: die Bezugs 
und Absatzkostenrechnung, die Vor- und Nachrechnung, die Vermögensrechnung 
und die Statistik. 
Die Buchhaltung oder die eigentliche Rechnung über die Änderungen des Vermögens, 
welche die Wirtschaftlichkeit des Kapitals feststellt, ist von den vorgenannten kaufmännischen 
Haupt- und Nebenarbeiten meist völlig abgegliedert. Sie erfordert andere persönliche Eigen 
schaften: Genauigkeit, Gewissenhaftigkeit, Sorgfalt. In Kleinbetrieben wird ihr — mit Recht 
und Unrecht — vielfach keine besondere Bedeutung beigemessen; hier zeigt sieh das Wesen 
der buchhalterischen Tätigkeit als Hilfe und Kontrolle sehr deutlich. Von Zeit zu Zeit, in mehr 
oder minder regelmäßigen Abständen, wird das ziffernmäßige Ergebnis festgehalten, oft als 
unvermeidliche Nebenarbeit außerhalb der eigentlichen Arbeitszeit vom Inhaber oder von 
Familienangehörigen, vielfach auch von besonderen Buchsachverständigen außerhalb des Be 
triebes gegen festgelegtes Entgelt verrichtet. Richtiges Abschreiben und richtiges Rechnen 
sind oft die einzigen Erfordernisse; oft hat der „Chef“ die Buchführung im Kopf oder in der 
Westentasche vermerkt. Ein mehr oder minder mechanisches Arbeiten, ohne Kenntnis des 
Zusammenhangs, ist vielfach üblich und — was wichtig ist — auch ausreichend, da Fehler und 
Veruntreuungsmögliehkeiten nur gering sind. 
Anders im Großbetrieb: die Masse der Geschäftsvorfälle, die Größe der Vermögensver 
änderungen, die Notwendigkeit einer schnellen und umfassenden Übersicht zwingen hier dazu, 
der Buchhaltung mehr Sorgfalt zuzuwenden. Es greift eine weitgehende Arbeitsteilung Platz, 
Überlegungen über die zweckgerechte Aufteilung des Ziffernwerks und die Vereinfachung in 
der Erreichung der gewünschten Einblicke führen zu Vordrucken und zur Anwendung me 
chanischer Übertragungsverfahren, zum Einsatz von Buchungsapparaten und -maschinen, zu 
Überlegungen über Vereinfachungen und über erhöhte Sicherheit und Kontrollmögliohkeit 
der Zahlenerfassung und -niederlegung. Der Buchhalter wird zum Buchhaltungstechniker, 
ja zum Organisator, der das Ganze des Betriebs übersieht und versucht, den Betriebsablauf 
und den Zweck der Buchhaltung so in Einklang zu bringen, daß jederzeit aus den Einzelnach 
weisen des Ziffernwerks notwendige Teilergebnisse abzulesen und eine schnelle, vollständige 
und richtige Feststellung des Gesamtergebnisses möglich ist. 
Gerade auch die Teilergebnisse werden besonders wichtig. So die einwandfreie Erfassung 
der Kosten einzelner Betriebsteile, Betriebsstellen, einzelner Stücke oder Arbeitshandlungen, 
was in der Industrie, aber auch im Großbetrieb des Kleinhandels, neuerdings sogar im Bank 
wesen bedeutsam ist. Einesteils besondere Schwierigkeiten, andererseits aber auch Erleichte 
rungen können dem einzelnen Wirtsohaftsbetrieb aus der Zugehörigkeit zu einem Verband 
oder zu mehreren Verbänden erwachsen, zumal dann, wenn diese Verbände über die Regelung 
der Erzeugung, des Absatzes und der Preise hinaus noch andere Aufgaben verfolgen, wie Ex 
portausgleich, Beseitigung störender Außenseiter, internationale Marktabmachungen. Alle 
diese Maßnahmen bringen Gutschriften und Belastungen und oft sehr verwickelte Abrechnun 
gen mit sich, die häufig sogar für jeden Warenzweig verschieden sind, so daß nicht nur über 
die Formen, sondern auch über die Hintergründe völlige Klarheit in bezug auf die Auswirkun 
gen für den eigenen Betrieb herrschen muß, wenn eine Übersichtlichkeit und Kontrollmöglich- 
keit gewahrt bleiben soll. 
Was durch die Buchhaltung und die Selbstkostenrechnung noch nicht genügend geklärt 
scheint, wird statistisch erfaßt. Es müssen nicht immer nur buchhalterisch wichtige und wert 
mäßig erfaßbare Vorgänge sein, sondern meist greift die Statistik auf mengenmäßig erfaß 
bare Massenerscheinungen über: Arbeiterzahl, Erzeugungsleistung in Stück, Tonnen, Flächen, 
Zahl der Angebote überhaupt und der erfolgreichen unter ihnen, Verteilung der Kundschaft 
nach Abnehmern, Städten, Ländern, mengenmäßige Lagerbewegung u. a., Verhältniszahlen, 
wie Leistung je Mann und Tag, Kosten je Stück usw. 
Gerade bei der Statistik wird die entscheidende Bedeutung der vorbereitenden geistigen 
Arbeit klar; die Einrichtung der Statistik, Art und Umfang der Erhebung, Aufbereitung und 
Vergleichung der Zahlenmassen stellen die wesentliche statistische Arbeit dar. Die eigentliche 
Durchführung besteht im Grunde nur in der Ausfüllung durch Zahlen, im Abschreiben, Sum 
mieren, Sortieren, Dividieren, Gruppieren. Daher sind auch in der Statistik soviel Maschinen 
und sonstige Hilfsmittel verwendbar: Schreib- und Rechenmaschinen, Rechenstäbe, Kopier 
und Sortiermaschinen, Lochkartenmaschinen usw. 
Da das Material fast immer schon vorliegt, weil es für andere Zwecke bereits notwendig 
war, ist für die Statistik nur seine Erfassung zu organisieren, was nicht immer einfach ist. 
Prion, Die Lehre vom Wirtschaftsbetrieb. HX. 2
	        

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Der Wirtschaftsbetrieb Als Betrieb (Arbeit). Verlag von Julius Springer, 1936.
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