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Weltporto-Reform

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Bibliographic data

Full text: Weltporto-Reform

Monograph

Identifikator:
1014011027
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-25942
Document type:
Monograph
Author:
Prion, Willi http://d-nb.info/gnd/101278861
Title:
Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Julius Springer
Year of publication:
1936
Scope:
1 Online-Ressource (VII, 240 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Business and Management Classics
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
A. Die Grundlagen
Collection:
Business and Management Classics

Contents

Table of contents

  • Weltporto-Reform
  • Contents
  • Title page
  • Vorrede und Einleitung
  • Kapitel I. Das Inlandsporto als Auslandsporto
  • Kapitel II. Die Weltportobewegung des letzten Jahrzehnts
  • Kapitel III. Der Entwicklungsgang des In- und Auslandsportos
  • Kapitel IV. Der Siegeszug des internationalen Pennyportos
  • Kapitel V. Der Chinesische Weltpostverein
  • Kapitel VI. Die Transitgebühren im Weltpostverkehr
  • Kapitel VII. Welt-Pennyporto und Postfinanzen
  • Kapitel VIII. Verkehrssteigerungen nach Portoermässigungen
  • Kapitel IX. Einnahmeausfälle und Mehrausgaben
  • Kapitel X. Reformvorschläge
  • Kapitel XI. Weltverkehr, Weltbriefmarke und Weltmünze
  • Anhang. Kapitel XII. Die Sonderpostenvereine im Weltpostverein

Full text

105 
halben Jahrhundert schrieb, belief sich der Reinertrag der 
preussischen Post (1857) erst auf 5 985 969 M (oder 1 995 323 
Taler = 1G % der Einnahmen); die deutsche Reichspost aber 
(die 1870 von der Post übernommen wurde) sind es 21 730 272 £ Einnahmen 
und 4 419 200 £ Überschuss (20%). Pie oben genannte, etwas abweichende 
Verhältsniszahl (27 %) habe ich nach der Berner Statistik (1906) berechnet, 
während diese hier nach den Angaben im „Archiv für Post und Tele 
graphie“ (1908, S. 384) herauskommen, die dein englischen Betriebsbericht 
entlehnt sind. 
Wenn man bedenkt, dass vor 1840 in England die Brieftaxe von 4 
bis zu 17 Pence stieg, bei zwei Briefbogen aber schon doppelt zählte und 
nun plötzlich auf 1 Penny herabging, so ist der Rückgang des Überschusses 
nicht befremdend. Aber wegen der abnormen Überschusshöhe von 70 % 
der Einnahmen war dieser Rückgang ein wahrer Segen und eine gewisse 
Erlösung aus dem verkehrsfeindlichen fiskalischen Joch, zwar keine volle 
Erlösung, aber doch eine grosse Besserung. Durch ein Porto von 2 d oder 
eins von 2—3 Stufen hätte man gewiss mehr erzielt; aber es war gut so, 
dass man Halbheiten vermied und damals gleich reinen Tisch machte. 
Wenn man die alten englischen Betriebsberichte durchgeht, findet man 
auch, warum die Ausgaben in der Folge bedeutend stiegen, und dass das 
Peunyporto an Pensionen, Gehaltserhöhungen, Einrichtung von neuen posta 
lischen Dienstzweigen und Postanstalten wenig schuld war. Es war 
mir Bedürfnis, hier einer veralteten, hergebrachten Auffassung in manchen 
Fachkreisen entgegenzutreten. Es ist daher nicht angebracht, diese alten 
Verhältnisse von damals noch heute gegen internationale - Portoermässigungen 
ins Feld zu führen, zumal da ein solcher Sprung wie von 4—17 Pence auf 
1 Penny gar nicht in Betracht kommt, sondern nur von 2*/a auf 1 Penny, 
und da es sich beim Welt-Pennyporto auch nicht um den gesamten grossen 
inländischen Briefverkehr, sondern nur um den damit verglichen sehr ge 
ringen Auslandsverkehr oder gar nur um einen Teil davon handelt, nämlich 
sofern Postvereine mit anderen Ländern nicht schon bestehen. Die grosse Re 
form des gesamten Inlandsbriefverkehrs von 1840 mit ihren Folgen und die 
Portoherabsetzung für den neben dem ganzen Inlandsverkehr geradezu 
winzigen Verkehr nach dem Auslande sind gar nicht miteinander zu ver 
gleichen, wenn auch heute die Briefe nach auswärts, z. B. bei England, in 
der absoluten Zahl die absolute Menge aller Briefe von 1840 übertreffen. Aus 
England gingen 1906 nämlich 109,76 Millionen Briefe ins Ausland, wovon 
allerdings 56,89 Millionen nach den Kolonien und der Union gingen, also nach 
jetzigen Postvereinsländern, so dass bloss 52,87 Millionen nach dem postalischen 
Ausland befördert wurden, die bei einer Portoherabsetzung von 2V2 au f 1 d ein 
Risiko von 320 000 £ darstellen. Bei einem Gesamtüberschuss von 5 071 255 £ 
sind das 6,3% dieses Überschusses und bei Berücksichtigung einer Verkehrs 
steigerung um 33 % vielleicht 4 %. 1840 aber betrug der Verlust des bis 
herigen Überschusses von, 1 633 764 £ (1839) rund 70 % oder 1 132 975 £,
	        

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Weltporto-Reform. Druck und Verlag von Liebheit & Thiesen, 1910.
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