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Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens

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Bibliographic data

fullscreen: Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens

Monograph

Identifikator:
1016274645
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-162307
Document type:
Monograph
Title:
Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Koehler
Year of publication:
1920
Scope:
VIII, 309 S
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens
  • Title page
  • Contents

Full text

39 
4 
jandwirt[haftlide Mafjchinen und Baumwolle). Dieje aukergewöhnlid 
Hohen Schukzölle, foweit fie auf die Einfuhr von NRoheifen, Stein- 
fohlen und Baumwolle Anwendung fanden, Hatten natürlid) aud) den 
Rüdgang der ruffijden Indujtrie im Gefolge. 
Zu Beginn der 90er Yahre traten dann zwei weitere markante 
Tatfaden hHeruor, die auf den auswärtigen Handel Rußflands eine 
idädliHe Wirkung ausübten; der Zolltarif von 1891 und der deutid- 
-ulfilde 3Zollfrieg vom Jahre 1893. — 
Erit im Jahre 1894 Iam der Handelsvertrag mit Deut[hland 
zujtande, der, wenn er aud) eine Erhöhung der Zölle für viele Artikel 
involvierte, doc wenigijtens für einen Zeitraum von fajt zehn Iahren 
itetige Berhältnijje in den uralten Handelsbeziehungen der beiden auf 
zinander angewiefenen Nacdhbarjtaaten verbürgte. Bereits im Iahre 
1896 trat die Wirkung des neuen Handelstraktakts Mar zutage; Rubk- 
lands Smporthandel hob fihH ganz beträctlid. War fon diefer 
Bertrag dem Einfuhrhandel Rußlands von großem Nugen, fo belebte 
die Stabililierung der rulfijden Baluta unter dem damaligen Finanz- 
minijter, Grafen Witte, ihn in nod) höherem Grade. In diejer Hin- 
lit war feit dem Yahre 1895 eine völlige Gejundung eingetreten. 
Dieles ijt der in diejem Jahre in Angriff genommenen und im Jahre 
1898 vollendeten Währungsreform zu verdanken, wodurd) die Bewerk- 
itelligung des gefamten Zahlungswejens in Rubeln gleid 1/,5 Imperial 
jeftgefeßt wurde, während vor diejer Zeit das Zahlungswejen auf der 
Bajis von 1/,, Imperial aufgebaut war. Ühnlid) verhielt es [ih bis 
dahin mit dem Silbergeld, das mit 1,30 bis 1,35 für einen Papier- 
rubel bewertet wurde. Zölle mukten mit Silberrubel entrichtet wer- 
den. Rukland ging fomit im NYahre 1898 endgültig zur Goldwährung 
über, Die an den ausländi/hHen Börfen betriebene Agiotage mit dem 
Rubelfurs, fjowie in früheren Jahren unberedenbare Schwankungen 
der rulfiihen Baluta hHörten tatjächlih auf und der Rubel wurde da- 
durch zu einem fejten Wertmakjtabe. — Mit den weiter oben erwähnten 
3Zollerhöhungen hatte die [Hukzöllnerijhe Handelspolitik der rullildhen 
Regierung jedoch nod) immer feinen Ubf{Hluß gefunden. Die am 4. Auguft 
1900 dekretierten ZoMerhöhungen, durch die namentligd Rohmaterialien 
betroffen wurden, erfolgten zwar aus fiskalijden Gründen: „Im Hin- 
5lid auf die aukerordentliden Ausgaben, weldhe die Ereignifje im 
sernen Often (Bozeraufftand) erforderten.“ Dod) blieben fie aud) nad 
der Beilegung des dortigen Konflikts in vollem Umfange in Kraft. — 
Aud) bei dem am 15. Yuli 1904 erfolgten WbidHluß des Zufaßvertrages 
zum Ddeut[H-rufliihen Handelsvertrage vom Jahre 1894 ijft Rukland 
jeinem auf den Schuß der einheimijhen Indujtrie gegenüber der aus- 
[ändilden Konkurrenz gerichteten Programm treu geblieben. Dielfer 
am 16. Vebruar bis 1. März 1906 in Wirkffamfkeit getretene Zulaß=-
	        

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Die Wirtschaftliche Zukunft Des Ostens. Koehler, 1920.
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