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Fortschritt und Armut

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Bibliographic data

fullscreen: Fortschritt und Armut

Monograph

Identifikator:
1016274645
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-162307
Document type:
Monograph
Title:
Die wirtschaftliche Zukunft des Ostens
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Koehler
Year of publication:
1920
Scope:
VIII, 309 S
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Fortschritt und Armut
  • Title page
  • Contents
  • Buch I. Arbeitslohn und Kapital
  • Buch II. Bevölkerung und Unterhaltsmittel
  • Buch III. Die Gesetze der Verteilung
  • Buch IV. Die Wirkung des materiellen Fortschnitts auf die Güterverteilung
  • Buch V. Das Problem gelöst
  • Buch VI. Das Heilmittel
  • Buch VII. Die Gerechtigkeit des Heilmittels
  • Buch VIII. Die Anwendung des Heilmittels
  • Buch IX. Die Wirkungen des Heilmittels
  • Buch X. Das Gesetz des menschlichen Fortschrittes
  • Schluß. Das Problem des individuellen Lebens

Full text

Kap. II. 
Bevölkermrgszunahine und Verteilung. 
(85 
Ertragsfähigkeit des in Benutzung befindlichen Landes, der eine zu 
nehmende Steigerung der Rente verursacht, rührt nicht sowohl von der 
Nötigung her, bei wachsender Bevölkerung geringeres Land in Angriff 
zu nehmen, als von der erhöhten Ertragsfähigkeit, welche die vermehrte 
Bevölkerung dem schon benutzten Grund und Boden verleiht. Der wert 
vollste Grund und Boden der Erde, derjenige, der die höchste Rente 
ergibt, ist nicht Grund und Boden von außerordentlicher natürlicher 
Fruchtbarkeit, sondern solcher, dem durch die Bevölkerungszunahme 
eine außerordentliche Nutzbarkeit verliehen wurde. 
Die Erhöhung der Ertragsfähigkeit oder Nutzbarkeit, welche die 
Bevölkerungszunahme in der eben erörterten Weise gewissen Grund 
stücken verleiht, heftet sich, sozusagen, an die bloße Eigenschaft der 
Ausdehnung. Die wertvolle Eigenschaft des Landes, welches ein Mittel 
punkt der Bevölkerung geworden ist, liegt in seiner Flächenkapazität; 
es macht keinen Unterschied, ob es fruchtbarer Alluvialboden wie in 
Philadelphia, eine reiche Niederung wie in New-Drleans, ein ausgefüllter 
Sumpf wie in St. Petersburg oder eine kahle Sandfläche wie der größte 
Teil von San Franziska ist. 
Und wo der Wert aus überlegenen natürlichen Eigenschaften zu 
entstehen scheint, wie aus tiefem Wasser und gutem Ankergrund, reichen 
Lägern von Kohlen und Eisen, oder dem Bestände mit schwerem Bauholz, 
da zeigt die Beobachtung gleichfalls, daß diese überlegenen Eigenschaften 
durch die Bevölkerung zuwege gebracht und erreichbar werden. Die 
Kohlen- und Eisenfelder pennszüvaniens, die heute enorme Summen 
darstellen, waren vor 50 Jahren wertlos. Welches ist die Ursache dieses 
Unterschiedes? Einfach der Unterschied in der Bevölkerung. Die Kohlen- 
und Eisenbecken von Wyoming und Montana, die heute wertlos sind, 
werden in 50 Jahren Millionen über Millionen wert sein, einfach weil 
bis dahin die Bevölkerung bedeutend zugenommen haben wird. 
Dies hier ist ein wohl verproviantiertes Schiff, auf dem wir durch 
den Raum dahin segeln. Scheint das Brot und Fleisch auf den Zwischen 
decken rar zu werden, so öffnen wir nur eine Luke, und neue Vorräte 
kommen ans Tageslicht, von denen wir uns vorher nichts träumen 
ließen. Und große Gewalt über die Dienste anderer ist denen gegeben, 
die, nach Öffnung der Luken, sagen dürfen: „Alles dies ist mein". 
Rekapitulieren wir: Die Wirkung der Bevölkerungszunahme auf 
die Güterverteilung besteht darin, daß sie die Rente erhöht (und mithin 
den Teil des Produkts, der auf das Kapital und auf die Arbeit entfällt, 
vermindert) und zwar auf zweierlei Art: erstens durch Verengerung 
der Anbaugrenze, zweitens durch das Zuwegebringen spezieller, sonst 
latenter Fähigkeiten im Boden, sowie durch die Verleihung spezieller 
Fähigkeiten an bestimmtes Land. 
Ich möchte glauben, daß die letztere Art, der die Nationalökonomen 
wenig Aufmerksamkeit gewidmet haben, in der Tat die bedeutendere 
Mi, doch ist dies in unserer Untersuchung ohne Belang.
	        

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Fortschritt Und Armut. Verlag von Gustav Fischer, 1920.
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