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Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses

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Bibliographic data

fullscreen: Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses

Monograph

Identifikator:
1016729413
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-61429
Document type:
Monograph
Author:
Berghoeffer, Christian Wilhelm http://d-nb.info/gnd/115671919
Title:
Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses
Place of publication:
Frankfurt am Main
Publisher:
Verlag Englert & Schlosser
Year of publication:
1922
Scope:
1 Online-Ressource (272 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses
  • Title page
  • Contents

Full text

129 
weiteren Kapitalanlagen zu verwenden seien. Tatsächlich kommen 
während der Monate September 1811 bis April 1812 keine 
Berichtigungen vor, während sie vorher fast jeden Monat statt 
fanden. Die Rothschild klagten in jenem Schreiben über diesen 
unverschuldeten Ausfall und baten Buderus, es beim Kurfürsten 
dahin einzuleiten, daß die Zahlungen wieder kontraktmäßig wie 
bisher geleistet würden und weiterer Nachteil von ihnen abgewendet 
werde. Erst nach Verlauf von Monaten wurde dem Gesuch statt 
gegeben. Am 10. Mai 1812 resolvierte der Kurfürst, daß aller 
Kassenvorrat an Rothschild auf die zu liefernden Annuitätenkapitalien 
abgegeben und hiermit bis zur Berichtigung der Kapitalien fort 
gefahren werden solle. Da inzwischen die Ersparnisse sich gehäuft 
hatten, so erfolgte zunächst eine größere Abzahlung im Betrage 
von 424 000 fl, im Juli eine solche von 105 000 fl. Dann folgen 
kleinere Summen, im März 1813 wieder eine größere. Das erste 
Annuitätenkapital war im Februar 1811, das zweite im Dezember 1812 
vollständig berichtigt. Auf das dritte waren im März 1813 noch 
1 360 375 fl zu bezahlen m . 
Außer den drei großen Kapitalien hatten die Rothschild noch 
mehrere kleine zu realisieren. Unterm 20. Mai 1811 bestimmte 
der Kurfürst, daß die von den Annuitätenkapitalien in London 
eingehenden Zinsen zum Ankäufe weiterer Stocks zu 3°/o in der 
Weise verwendet werden sollten, daß Rothschild dieselben nach 
dem zuletzt ausgemachten Preise von 73 s /4°/o zu liefern hatte. 
Demgemäß hatte Rothschild im Juli 1811 für £ 16888.15 ein 
Kapital von 22 900 £ anzuschaffen, dessen Zinsen vom 5. Juli 1811 
an liefen. Die Zinsen, die bei den van Notten eingingen, wurden 
durch Kreditbriefe auf die van Notten zugunsten der Rothschild 
in Frankfurt a. M. bezogen. Die Zinsen derjenigen Kapitalien, die 
von den Rothschild selbst realisiert waren, wurden natürlich auch 
von ihnen selbst bei der Bank von England erhoben. Die Provision 
für die Zinsenerhebung betrug 1 / 2 0 /o, wie bei den van Notten. 
Im Juni 1812 wurden auf diese Weise wieder £ 12 279.7.6 
verfügbar, und die Rothschild hatten dafür wiederum ein Kapital 
zum Preise von 73 3 /4 im Betrage von 16 650 £ einzuliefern, wovon 
die Verzinsung mit 3°/o am 5. Januar 1812 begann. Im folgenden 
Monat waren Zinsen im Betrage von £ 19 067.1.2 verfügbar. Davon 
wurden 14 560 £ für ein 3 °/oiges Annuitätenkapital zum Preise 
von 70 im Betrage von 20 800 £ verwendet, dessen Verzinsung 
9
	        

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Meyer Amschel Rothschild, Der Gründer Des Rothschildschen Bankhauses. Verlag Englert & Schlosser, 1922.
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