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Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses

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Bibliographic data

fullscreen: Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses

Monograph

Identifikator:
1016729413
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-61429
Document type:
Monograph
Author:
Berghoeffer, Christian Wilhelm http://d-nb.info/gnd/115671919
Title:
Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses
Place of publication:
Frankfurt am Main
Publisher:
Verlag Englert & Schlosser
Year of publication:
1922
Scope:
1 Online-Ressource (272 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses
  • Title page
  • Contents

Full text

66 
stände mit 200 000 fl ä 5%, Oberjägermeister von Moltke mit 
200 000 rf ä 4 1 /2°/o. 
Solche Außenstände geheimzuhalten , war natürlich viel 
schwieriger, als Obligationen und Kupons in Sicherheit zu bringen. 
Wohl hatte man bei Wegschaffung der Effekten auch an die Ver 
bergung aller derjenigen Akten gedacht, welche Aufschluß über 
Einnahmequellen irgendwelcher Art geben konnten. Das beweisen 
unsere Inhaltsangaben der verschiedenen Verstecke zur Genüge. 
Wir sahen aber bereits, daß ca. 30 Kisten in die Hände der 
Franzosen gefallen waren, und auch in diesen befanden sich wichtige 
Nachweisungen. Ferner wissen wir, daß man in der Eile die 
Beiseiteschaffung verschiedener Dokumente vergessen hatte. So 
war die in dem Bellevueschloß befindliche Korrespondenz dort 
liegen geblieben. Und selbst den Fall gesetzt, daß es gelungen 
wäre, alle im Augenblick der Gefahr erreichbaren Nachweisungen 
zu beseitigen, so wären damit begreiflicherweise noch nicht sämt 
liche Außenstände bei dauernder Nachforschung verborgen ge 
blieben 83 . Die Franzosen aber gingen systematisch in ihren 
Ermittlungen vor. Der Intendant Marteilläre war damit beauftragt, 
das Vermögen der verschiedenen Kassenverwaltungen ausfindig zu 
machen, und Anfang Dezember war Lagrange bereits im Besitz 
eines Kapitalienbuchs der Kriegskasse, des Kabinettskassenetats 
von 1806 und eines Status der bei der Oberrentkammer in Kassel 
und der Rentkammer in Hanau ausgeliehenen Kapitalien 84 . Schon 
gaben die Minister alles verloren, da trat plötzlich eine Wendung 
ein. Lagrange bot sich diesmal selber an, sich und zugleich den 
Generalintendanten Marteillere. 
Der Gouverneur war ein vorsichtiger und schlauer Mann. Er 
hatte von vornherein die Absicht, bei dieser Gelegenheit sich gründ 
lich zu bereichern. Vor Untreue schreckten ihn weder Gewissen 
noch Selbstachtung zurück; auch durfte er bei seinem kaiserlichen 
Herrn in Geldsachen auf Nachsicht rechnen. Doch hatte er nicht 
die Absicht, eine förmliche Unterschlagung zu begehen. Vielmehr 
war das Abkommen mit der verhältnismäßig kleinen Summe von 
260 000 Fr. von ihm so angelegt, daß dieselbe Affäre sich später in 
verbesserter Auflage wiederholen mußte. Bei der ersten Bestechung 
war ihm der Inhalt der deponierten Kisten selbstverständlich von 
Schmerfeld mitgeteilt worden. Er ließ sich damals u. a. alle die 
jenigen Kisten abkaufen, in denen Barvermögen, d. h. Obligationen
	        

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Meyer Amschel Rothschild, Der Gründer Des Rothschildschen Bankhauses. Verlag Englert & Schlosser, 1922.
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