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Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses

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Bibliographic data

fullscreen: Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses

Monograph

Identifikator:
1016729413
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-61429
Document type:
Monograph
Author:
Berghoeffer, Christian Wilhelm http://d-nb.info/gnd/115671919
Title:
Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses
Place of publication:
Frankfurt am Main
Publisher:
Verlag Englert & Schlosser
Year of publication:
1922
Scope:
1 Online-Ressource (272 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses
  • Title page
  • Contents

Full text

des Kurfürsten Briefe an Buderus regelmäßig unter Rothschilds 
Adresse. Zeitweise hatte Lawätz für Einlagen an Johannes Adler 
täglich 5 bis 6 Rtlr. Porto auszugeben 10 °. Auch gingen Pakete für 
den Kurfürsten durch seine Vermittlung. Hatte er Briefe nach Kassel 
zu übermitteln, so sandte er sie unter der Adresse Michel Simons, 
gingen solche an die van Hotten in London, so wurden sie an die 
Firma Ryberg & Comp, in Kopenhagen geschickt, die sie weiter 
beförderte. Auch Wechsel auf London übergab Lawätz dieser Firma 
zum Verkauf. 
Dann und wann begab sich Buderus nach Schleswig, um sich 
persönlich mit dem Kurfürsten zu benehmen. In der Regel aber 
übernahm es Meyer Amschel Rothschild oder sein Sohn Carl Mayer 
oder auch ein vertrauter Angestellter des Rothschildschen Bank 
hauses, nach Schleswig-Holstein und später nach Prag zu reisen, 
um dem Kurfürsten Bericht zu erstatten, Aufträge von ihm entgegen 
zunehmen und Übermittlungen der verschiedensten Art auszuführen. 
Beim Verkehr mit Prag hatte man zu dem Zweck einen Wagen 
mit einem Geheimfach. Die Obligationen und Kupons gingen regel 
mäßig in unversiegelten Paketen hin und her. Rothschilds vierter 
Sohn Carl Mayer war während des Exils fast ununterbrochen auf 
Reisen, und zwar größtenteils für den Kurfürsten. Im Jahr 1812 
wünschte dieser, daß einer der Rothschildschen Söhne sogar dauernd 
seinen Aufenthalt in Prag nehmen solle. Diesem Wunsche konnte 
jedoch nicht entsprochen werden, zumal der Vater Rothschild damals 
schon seit längerer Zeit leidend war l01 . 
Eigentliche Depots hatte Buderus nicht. Er hatte in der Regel 
nur Akten in Händen, und diese hielt er an verschiedenen Orten 
verborgen, z. B. auf seinem Gute Carlshausen, aber auch an einem 
ziemlich weit davon entfernten Platz 102 . Auch Lawätz hatte von 
Obligationen nur die wenigen Pakete in Verwahrung, die Buderus 
ihm zur Zeit der Ratlosigkeit des Kurfürsten anvertraut hatte. 
Vielmehr war das Bestreben des letzteren darauf gerichtet, Obli 
gationen, Kupons und Wertsachen in seinem Domizil zusammen 
zuziehen. Die Nominal- und Partialobligationen, die auf Roest 
verborgen lagen, wurden noch im November 1806 von dort nach 
Schleswig geschafft 103 . Wir haben gesehen, daß Lennep alsdann 
im März 1807 zwei Kasten mit Pretiosen dem Kurfürsten zuführte. 
Eine Kiste mit Kupons, die in den Transport an Freye <6 Jordis in 
Frankfurt geraten war (Nr. 19) wurde am 26. April 1807 ebenfalls
	        

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Meyer Amschel Rothschild, Der Gründer Des Rothschildschen Bankhauses. Verlag Englert & Schlosser, 1922.
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