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Der deutsche Zollverein

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Bibliographic data

fullscreen: Der deutsche Zollverein

Monograph

Identifikator:
101832478X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-67910
Document type:
Monograph
Author:
Sturmhoefel, Konrad http://d-nb.info/gnd/143384627
Title:
Der deutsche Zollverein
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag für Sprach- und Handelswissenschaft (S. Simon)
Year of publication:
1906
Scope:
1 Online-Ressource (85 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
IV. Der Anschluß Hessens. Der mitteldeutsche Verein. Anschluß des württembergisch-bayrischen Zollvereins. Der große Zollverein
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der deutsche Zollverein
  • Title page
  • I. Erste Versuche zu einer Zollgemeinschaft. Die Darmstädter Verhandlungen 1820 - 1823
  • II. Der bayrisch-württemberische Zollverein
  • III. Die preußische Zollgesetzgebung und die ersten Anschlüsse daran
  • IV. Der Anschluß Hessens. Der mitteldeutsche Verein. Anschluß des württembergisch-bayrischen Zollvereins. Der große Zollverein
  • V. Die nächsten Anschlüsse. Erste Erneuerung des Zollvereins. Anschluß Braunschweigs und Luxemburgs. Auswärtige Verträge
  • VI. Die Krisen des Zollvereins. Seine Neugestaltung 1867. Übergang in das Deutsche Reich
  • Contents

Full text

5:1 
geholt, der dann auch in die richtige Aerbe traf. Der bayrisch 
preußische Vertrag hatte natürlich nur dann volle Entwickelungs 
fähigkeit, wenn die beiden Zollgebiete miteinander in engen Verkehr 
treten konnten. Dies vermochten aber die Mittel-Vereinsstaaten 
durch dieschon in Aussichtgenommenen „Retorsionen", namentlich durch 
Zollsperrung ihrer Straßen recht wohl zu verhindern. Ehe noch 
der Vertrag mit Bayern-Württemberg abgeschlossen war, trat darum 
Motz mit den herzögen von Meiningen und Gotha insgeheim in 
Verbindung. Indem er in schmeichlerischer Weise die Wichtigkeit 
der beiden Gebiete für den Verkehr Südeuropas mit den nordischen 
Meeren hervorhob, machte er auf den jener Wichtigkeit Abbruch 
tuenden Mangel an guten Verbindungsstraßen aufmerksam, ein 
Mangel, der von den beiden herzögen zwar wohl längst bitter 
empfunden worden, aber wegen Mangels an Geld nicht abzustellen 
gewesen war. Der Herzog Ernst kam in dieser Angelegenheit 
selbst nach Berlin. Und hier wurde nun am 3. Juli 1829 mit 
Meiningen und am Juli mit Gotha ein Vertrag abgeschlossen, 
„um die Hindernisse zu beseitigen, die vorzüglich durch örtliche 
Verhältnisse dem Handel und gewerblichen Verkehr entgegenstehen." 
Die drei Staaten verpflichteten sich hierdurch gemeinsam — d. h. 
Preußen schoß das Geld vor — einen großen Straßenzug zu 
bauen von Langensalza über Gotha nach Zella; dort sollte sich 
die Straße teilen und die eine über Meiningen nach Würzburg, 
die andere über Suhl, Hildburghausen, Eoburg, Lichtenfels nach 
Bamberg führen. Auf diesen neuen Straßen — und das war 
die Hauptsache — sollte der gesamte Durchfuhrhandel frei sein. 
Dazu wurden mehrfache gegenseitige Zollerleichterungen gewährt 
und freier nachbarlicher verkehr zwischen Meiningen, Gotha und 
den in den Herzogtümern liegenden preußischen Enklaven vereinbart. 
Zugleich hatte Preußen mit Mecklenburg auf ähnlicher Grundlage den 
Bau einer neuen Aunststraße von Hamburg nach Magdeburg 
verabredet. 
Diese Nachrichten wirkten in Rassel wie ein vernichtender 
Blitzschlag. Mas half es, daß man über die Abtrünnigkeit
	        

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Der Deutsche Zollverein. Verlag für Sprach- und Handelswissenschaft (S. Simon), 1906.
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