Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Der Wirtschaftskrieg

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Der Wirtschaftskrieg

Monograph

Identifikator:
1024656551
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-49829
Document type:
Monograph
Title:
Der Wirtschaftskrieg
Edition:
Zweite, nach dem Stande vom 31. Juli 1915 ergänzte Auflage
Place of publication:
Wien
Publisher:
Verlag der Niederösterreichischen Handels- und Gewerbekammer
Year of publication:
1915
Scope:
1 Online-Ressource (II, 171, V Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
XIV. Italien
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Wirtschaftskrieg
  • Title page
  • I. Österreich
  • II. Ungarn
  • III. K. u. k. Militärverwaltung in Polen
  • IV. Deutsches Reich
  • V. Kaiserlich Deutsche Zivilverwaltung für Polen links der Weichsel
  • VI. Kaiserlich Deutsche Verwaltung in Belgien
  • VII. Ottomanisches Reich
  • VIII. Königreich Belgien
  • IX. Frankreich
  • X. Französische Schutz- und Überseegebiete
  • XI. Britisches Reich
  • XII. Britische Kolonial- und Überseegebiete
  • XIII. Rußland
  • XIV. Italien
  • XV. Japan
  • Contents

Full text

alten Dynastie erlitten hatte, war zu gewaltig gewesen. 
Es schienen sich alle Bande der Ordnung lösen zu 
wollen. Was ein großer Teil des Volkes unter Freiheit 
verstand, das war völlige Hemmungslosigkeit von allen 
gesetzlichen Schranken, die man kurzweg Fesseln nannte. 
Während es aber in Wien der Polizeidirektion gelang, 
nn straffer, einheitlicher und zielbewußter Zusammen- 
tassung aller Kräfte des polizeilichen Apparates die 
lemente der Zerstörung niederzuwerfen und in den 
schicksalsschweren Tagen des Jahres 1919 den endgültigen 
Sieg zu erringen, wogte in den Ländern der Kampf 
zwischen Ordnung und Zügellosigkeit länger. ' Fs fehlte 
eben eine einheitliche Polizeigewalt. Die Mängel einer 
Dezentralisation des Sicherheitscdienstes traten damals 
überzeugend klar zu Tage. ; 
Der Sicherheitsdienst hätte aber in den schweren 
Zeiten, die hinter ihm liegen, die an ihn gestellten Auf- 
zaben nicht so erfolgreich versehen können, wenn nicht 
seine Organisation die verläßliche Grundlage zur 
Antfaltung seiner Kräfte geboten hätte. Auch auf dem 
Gebiete der Organisation ist die österreichische Polizei 
und namentlich die Polizeidirektion in Wien während 
des Bestandes der Republik wesentlich fortgeschritten 
und diese Fortschritte sind um so höher zu werten, als 
sie unter den schwierigsten wirtschaftlichen Verhältnissen, 
die den Staat zur größten Sparsamkeit zwangen, ver- 
wirklicht wurden. ; 
Das Bestreben nach Ausgestaltung der polizeilichen 
“inrichtungen richtete sich insbesondere auf eine zeit- 
zemäße Entwicklung der Kriminalpolizei. Allerdings 
wird eine erfolgreiche Bekämpfung des Verbrechertums 
vor allem vorbeugende Maßnahmen der Polizei zur 
Voraussetzung haben. Gerade die Vortrefflichkeit dieser 
vorbeugenden Maßnahmen ist der Prüfstein einer rich- 
tigen Organisation der Polizei. Es wurde daher bei 
Ausgestaltung der Organisation der Polizei in der Nach- 
kriegszeit ein besonderes Augenmerk auf die Besserung 
der Präventivmaßregeln gerichtet. Zunächst trachtete die 
Polizeidirektion eine Verstärkung des Sicherheits- 
wacdchekorps und des Korps der Kriminalbe- 
amten und ‚eine gründliche Ausgestaltung des 
polizeilichen Schulwesens zu erwirken. Es wurden 
nicht nur Kurse für neu eintretende, sondern auch Fort- 
bildungskurse für bereits dienende Beamte geschaffen. 
Die weitere Obsorge betraf die entsprechende  Aus- 
rüstung der polizeilichen Exekutivorgane (zweckent- 
sprechende Bekleidung und Bewaffnung). Den Kriminal- 
beamten wurden all die versthiedenen Hilfsmittel in die 
Hand gegeben, die es ermöglichen, Spuren aufzusuchen 
und vor Vernichtung zu sichern sowie um Tatbestands- 
teststellungen durchzuführen. Auch Polizeihunde, 
and zwar sowohl Begleit- als auch Spurenhunde, er- 
wiesen sich zur Unterstützung der polizeilichen Exekutiv- 
ırgane von großem Wert. Mit diesen Tieren, die sich 
sowohl als Begleithunde im Rayonsdienste, als auch bei 
der Spurensuche namentlich in unverbauten und unbe- 
euchteten Bezirksteilen sowie besonders im Au- und 
Waldgebiete bestens bewährten, wurden so gute Erfolge 
erzielt, daß man sich veranlaßt sah, den Stand der in 
den Zwingern der Polizeidirektion untergebrachten, ent- 
sprechend dressierten Diensthunde bis Ende 1927 auf 31 
zu vermehren. Zugleich standen zu diesem Zeitpunkte 
jereits 31 Sicherheitswachebeamte als Hundeführer zur 
Verfügung. 
Unerläßlich war ferner die Ausgestaltung des eigenen 
Felegraphen- und Telephonnetzes, an das alle 
»olizeilichen Amtsstellen angeschlossen sind. In dieser 
Hinsicht sind für den telegraphischen Verkehr der Polizei- 
lirektion eine Kreis-, 5 Radial-, eine Feuerwehr- und 
22 Wachzimmerlinien eingerichtet. Der Ausbau und die 
nstandhaltung dieser Linien sowie der "Telegraphen- 
;tationen (rund. 250) wird von einer eigenen "Tele- 
zraphenbauleitung besorgt, die auch einen großen Teil 
ler Arbeiten bei Vertigstellung der Telephonzentrale 
durchführte. Ferner wurden zur Verbindung der ver- 
schiedenen Polizeidienststellen in Wien und zur Verbindung 
der Polizeidirektion mit auswärtigen Polizeibehörden 
Radiostationen errichtet. 
Eine weitere Sorge betraf die Ermöglichung einer 
‚aschen Beförderung der Sicherheitswacheorgane durch 
Zeistellung von Automobilen, Motorrädern und 
"ahrrädern. Ueber die Beschaffung dieser Mittel wird 
An anderer Stelle eingehend berichtet. Auch die zur Fr- 
1öhung der Schlagfertigkeit der Sicherheitswache ge- 
‚roffenen Maßnahmen werden in einem anderen Zusam: 
menhange erörtert. . 
Alle diese und andere Maßnahmen müßten aber ein 
stückwerk bleiben, wenn nicht für cine planmäßige Zu- 
;ammenfassung aller Kräfte gesorgt ist. Dieser Zen- 
‘ralisierung dienen die einzelnen Dienststellen deı 
Dolizeidirektion, und zwar was das so wichtige Zusammen- 
virken zwischen Sicherheitswache- und Kriminalbeamten- 
corps anbelangt, die Bezirkspolizeikommissariate, denen 
jowohl die Bezirksabteilungen der Sicherheitswache als 
ıuch die Kriminalbeamtenabteilungen untergeordnet sind 
Die Einrichtung der Bezirkspolizeikommissariate 
st sozusagen eine Österreichische, namentlich Wiener 
)pezialität und ihre Beibehaltung ist von größter Wichtig- 
zeit. Ueber den Bezirkspolizeikommissariaten steht ci« 
>olizeidirektion als Zentralstelle, die den ge- 
jamten Sicherheitsdienst in der Stadt leitet und über- 
vacht, sowie einzelne wichtige Angelegenheiten durdı 
sigene Organe besorgt. Die oberste Leitung liegt ir 
ler Hand des Präsidenten der Polizeidirektion. 
Die Wiener Polizei fand nach dem Kriegsende, «da 
nfolge des unheimlichen Anwachsens der Krimi- 
1alität ein neues Problem entstand, gleich die 
Selegenheit, eine Feuerprobe zu bestehen. Die Zahl deı 
ei den Dienststellen der Wiener Polizeidirektion er- 
;tatteten Anzeigen stieg in den Jahren 1915 bis 1919 be 
Einbruchsanzeigen von 979 auf 3639 
Diebstahlsanzeigen »„ 1579 „ 6107 
Betrugsanzeigen „ 22 5065 
Veruntreuungsanzeigen 2 » 304 
Raubanzeigen S 102 
Nicht bloß die Not war das Motiv der Tat, sondern audı 
‚krupellose Gewinnsucht. Es bildeten sich ganze Diebs- 
»anden, vor denen kein Magazin und kein Keller mehr 
jicher war. Leider stellten die Jugendlichen ein starke: 
<ontingent dieser Verbrecherplatten. Aber nicht nur dic 
Sicherheit des Eigentums war schwer bedroht, sondern 
3 nahmen audı Gewalttätigkeiten aller Art in bedenk- 
‘icher Weise zu. Die Verbrecher wurden im allgemeinen 
immer gewalttätiger und die Morde und räuberischern
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

10 Jahre Wiederaufbau. Wirtschaftszeitungs-Verlags-Ges. M.B.H., 1928.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What color is the blue sky?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.