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Einführung in die Volkswirtschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Einführung in die Volkswirtschaftslehre

Monograph

Identifikator:
1024891038
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-59598
Document type:
Monograph
Author:
Wygodzinski, Willy http://d-nb.info/gnd/117348171
Title:
Einführung in die Volkswirtschaftslehre
Edition:
Dritte, durchgearbeitete Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von Quelle & Meyer
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (149 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Einführung in die Volkswirtschaftslehre
  • Title page
  • Contents

Full text

€8 
Das Kapital. 
gefährlichsten, anstrengendsten und zugleich der geringwertigsten 
Arbeiten ist der Transport schwerer Lasten, wie etwa der glühen 
den Stahlblöcke im Hüttenwerk. Dieser Transport wurde zuerst 
dadurch erleichtert, daß man Krane konstruierte, die auf riesigen 
an der Decke des Arbeitsraumes befestigten Laufschienen gleiten; 
dre Arbeit des Menschen ist damit im wesentlichen auf die Be 
festigung der Last am Lasthaken des Krans beschränkt, was frei 
lich auch nicht viel besser ist. Hier greift die Fernsteuerung in 
Verbindung mit einer anderen Erfindung, nämlich bem Greif- 
kran ein. Der Greifkran hat an Stelle des bloßen Lafthakens 
Greifer, auch Zangen oder Pratzen genannt, die ohne weiteres 
die Last festzuhalten imstande sind. Auch der Tragmagnet hat sich 
als Greiforgan einfachster Art bewährt, das Eisen jeder Art von 
Roheisen bis zu den Werkstücken fassen kann. Wie komplizierte 
Arbeiten durch Greifkrane zu verrichten sind, zeigt z. B. der im 
Stahlwerk verwendete Tiefofenkran. Wenn er in Tätigkeit tritt, 
ergreift rwch der Schilderung Kämmerers die Zange zunächst 
die Kokille, d. >h. die stählerne Form, in die vorher der flüssige 
Stahl gegossen worden war. Dann drückt ein Stempel den Stayl- 
block heraus. Nun hebt ein seitlicher Arm mittels eines Trag 
magneten den Deckel des Tiefofens ab; die Zange ersaßt den 
Stahlblock und senkt ihn in den Tiefofen, woraus der Seitenarm 
den Deckel wieder auflegt. Alle diese so verschiedenartigen Be 
wegungen roerbeit durch Elektromotoren ausgeführt, die ein ein 
ziger Kranführer steuert. 
Hier ist an die Stelle einer Reihe untergeordneter und zugleich 
gefährdeter Handlanger ein einziger Mann getreten, der, ganz 
von der bloßen Kraftanstrengung entlastet, nur noch Führungs 
arbeit verrichtet. Endlich einmal ist es dem Geist gelungen, rest 
los Herr der Materie zu werden, die seinen leisen winken ge 
horchen muß. Wer in der Entwicklung der Technik etwas anderes 
sieht als ein bloßes Hilfsmittel der Warenproduktion und des 
Geldverdienens, wird von einer Zeit zu träumen wagen, die un 
eingeschränkt, wie hier in einem einzelnen Falle, den S i e g d e s 
formenden M e n s ch e n w i l l e n s über den Stoff 
bringen wird. 
c) Das Kapital. 
Wenn wir irgendwie Arbeit tun, bedürfen wir dazu nicht 
nur unserer Hände und des zu formenden Stoffes, fondern^ es
	        

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Einführung in Die Volkswirtschaftslehre. Verlag von Quelle & Meyer, 1920.
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