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Finanzwissenschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Finanzwissenschaft

Monograph

Identifikator:
1024892336
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-42711
Document type:
Monograph
Author:
Lissner, Julius http://d-nb.info/gnd/1115825569
Title:
Zur Wertzollfrage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
A. Deichert'sche Verlagsbuchhandlung Nachf.
Year of publication:
1911
Scope:
1 Online-Ressource (108 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Kapitel III. Zukunft und Ausbau des Wertzolls
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Finanzwissenschaft
  • Title page
  • Contents

Full text

22 
1. Bach. Einleitende Lehren. 
Vauban, Boiguillebert ihre Stimme zugunsten eines einfacheren und 
gerechteren Steuersystems hören. Die theoretische Basis für ein 
solches System hat der Physiokratismus gelegt. Aber auch in 
praktischer Beziehung ist das Auftreten dieser Schule von Bedeu 
tung, denn ein großer Teil der neuen Ideen, namentlich aber die 
Einführung der Grundsteuer, als dem Grundpfeiler des Ertrags 
steuersystems, führt auf sie zurück. Die Steuer sollte auf die Steuer 
quelle, auf die Steuerkraft bezogen werden und darum wurden die 
direkten Steuern gegenüber den indirekten begünstigt. Überhaupt 
war eigentlich die Reform des Staatshaushaltes der Zielpunkt ihrer 
Bestrebungen und der Anstoß ihrer Forschungen. Namentlich 
Turgots Bedeutung liegt vor allem darin, daß er als Finanzminister 
Ludwigs XVI. das Steuersystem einer rücksichtslosen Kritik in 
höchst scharfen Ausdrücken unterwarf und diese Sprache dem 
Könige selbst in den Mund legte, wie ja auch Tocqueville sagt, 
„Turgot soll es gewesen sein, der eine solche Sprache dem Könige 
in den Mund legte“ 1 ). Die schreienden Mißstände des Steuer 
systems des ancien regime führten zu jenen Untersuchungen, aus 
welchen die Lehren des Physiokratismus hervorgingen. Seine Haupt 
lehre war, daß bloß die Landwirtschaft einen Reinertrag liefere. 
Da aber nur der Reinertrag zu den Zwecken der Besteuerung in 
Anspruch genommen werden darf und kann, da ferner der Pro 
duktionsprozeß selbst durch Besteuerung nicht gestraft werden darf, 
so kann nur der Grund und Boden mit Steuern belastet werden. 
Aus demselben Grunde sind die indirekten Steuern zu verwerfen, 
denn sie stören die Produktion, den Verkehr, die Konsumtion. 
Wohl ist die Lehre von der ausschließlichen Wert- und Ertrags 
quellennatur von Grund und Boden falsch, aber doch haben die 
Physiokraten durch ihre Lehre nach zwei Richtungen hin die Ent 
wicklung der Zukunft festgesteckt; einmal, daß nach einem mög 
lichst einfachen Steuersystem getrachtet werden muß, dann daß das 
Einkommen die einzige Macht zur Befriedigung der Bedürfnisse, 
also auch der Staatsbedürfnisse ist. 
Die Betonung des innigen Zusammenhanges von Nationalöko 
nomie und Staatswirtschaft bildet eigentlich auch einen der Cha 
rakterzüge des Werkes von Adam Smith. Doch bleibt Smith nicht 
bei der Tatsache stehen, daß der Reichtum der Staatswirtschaft 
von dem Wohlstände des Volkes abhängt, sondern er betrachtet die 
Staats wirtschaft als eine Funktion der Volkswirtschaft und unter 
sucht die Wechselwirkung beider Kreise aufeinander. Und die Be- 
i) Das alte Staatswesen. Leipzig 1857. 8. 212.
	        

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Finanzwissenschaft. Verlag von Gustav Fischer, 1920.
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