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Fortschritt und Armut

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Bibliographic data

fullscreen: Fortschritt und Armut

Monograph

Identifikator:
1027863817
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-43741
Document type:
Monograph
Author:
George, Henry http://d-nb.info/gnd/118716948
Title:
Fortschritt und Armut
Edition:
Sechste, unveränderte Auflage
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1920
Scope:
1 Online-Ressource (XII, 407 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Fortschritt und Armut
  • Title page
  • Contents
  • Buch I. Arbeitslohn und Kapital
  • Buch II. Bevölkerung und Unterhaltsmittel
  • Buch III. Die Gesetze der Verteilung
  • Buch IV. Die Wirkung des materiellen Fortschnitts auf die Güterverteilung
  • Buch V. Das Problem gelöst
  • Buch VI. Das Heilmittel
  • Buch VII. Die Gerechtigkeit des Heilmittels
  • Buch VIII. Die Anwendung des Heilmittels
  • Buch IX. Die Wirkungen des Heilmittels
  • Buch X. Das Gesetz des menschlichen Fortschrittes
  • Schluß. Das Problem des individuellen Lebens

Full text

Das Problem. 
23 
Diese niederdrückende Wirkung wird nicht allgemein anerkannt, 
denn sie tritt da, wo lange eine Klasse bestand, die kaum mehr als zu 
leben hatte, nicht deutlich hervor, wo die unterste Klasse gerade nur 
genug zum Leben hat, wie dies seit lange in vielen Teilen Europas 
der Fall ist, kann dieselbe nicht tiefer sinken, denn der nächst tiefere 
Schritt führt zur Vernichtung des Daseins, und eine Tendenz zu weiterem 
Druck kann sich kaum zeigen. Aber an dem fortschreitenden Gange 
neuer Ansiedelungen zu den Verhältnissen älterer Gemeinwesen kann 
man klar sehen, daß der materielle Fortschritt nicht allein der Armut 
nicht abhilft, sondern sie vielmehr erzeugt. In den Vereinigten Staaten 
liegt es klar zutage, daß Schmutz und Elend, sowie die Laster und 
verbrechen, welche denselben entspringen, allenthalben zunehmen, 
sobald das Dorf zur Stadt wird, und der Entwickelungsgang die vorteile 
verbesserter Methoden der Produktion und des Austausches bringt. 
In den älteren und reicheren Teilen der Union sind Pauperismus 
und Not unter den arbeitenden Klassen am schmerzlichsten sichtbar, 
wenn in San Francisco weniger tiefe Armut herrscht als in New pork, 
ist dies nicht darum der Fall, weil ersteres noch hinter letzterem in 
allem, was beide Städte erstreben, zurücksteht? wer kann zweifeln, 
daß, sobald San Francisco den Punkt erreicht, auf welchem New pork 
jetzt steht, dann auch in seinen Straßen zerlumpte und barfüßige Kinder 
zu finden sein werden? 
Diese Gemeinschaftlichkeit von Armut und Fortschritt ist das 
große Rätsel unserer Zeit. Es ist der springende Punkt, aus welchem 
die industriellen, sozialen und politischen Schwierigkeiten entstehen, 
welche die Welt in Verwirrung stürzen und mit welchen Staatskunst, 
Philanthropie und Erziehung vergebens kämpfen. Ihm entspringen 
die Wolken, welche die Zukunft der vorgeschrittensten und unabhängigsten 
Nationen verdunkeln. Es ist das Rätsel, welches die Sphinx des Schick 
sals unserer Zivilisation aufgibt, und dessen Nichtbeantwortung Unter 
gang bedeutet. Solange die ganze Zunahme der Güter, welche der 
moderne Fortschritt mit sich bringt, nur dazu dient, große vermögen 
aufzubauen, den Luxus zu vermehren und den Kontrast zwischen dem 
pause des Überflusses und der pütte des Mangels zu verschärfen, so 
lange ist der Fortschritt kein wirklicher und kann nicht dauernd sein. 
Die Reaktion muß kommen. Der Turm neigt sich auf die Seite, und 
jedes neue Stockwerk beschleunigt nur die endliche Katastrophe. Menschen, 
die zur Armut verdammt sind, zu unterrichten, heißt nur, sie wider 
spenstig machen; auf einen Zustand offenkundigster sozialer Ungleich 
heit politische Einrichtungen gründen wollen, unter denen die Menschen 
theoretisch gleich sind, heißt eine Pyramide auf ihre Spitze stellen. 
Uber alles wichtig wie diese, die Aufmerksamkeit allseitig in An 
spruch nehmende Frage auch ist, so hat sie bis jetzt doch keine Lösung 
erfahren, welche alle Tatsachen erklärte und ein klares und einfaches 
Peilmittel zeigte. Dies sieht man schon an den weit auseinandergehen
	        

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Die Zollgesetze Der Österreichisch-Ungarischen Monarchie Nach Dem Gegenwärtigen Stande Der Gesetzgebung Nebst Allen Auf Die Einhebung Und Verwaltung Der Zölle Bezug Habenden Vorschriften Und Erlässen. Beck, 1871.
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