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Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

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Bibliographic data

fullscreen: Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

Monograph

Identifikator:
1027869556
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-48255
Document type:
Monograph
Author:
Gottl-Ottlilienfeld, Friedrich von http://d-nb.info/gnd/118809040
Title:
Wirtschaft als Leben
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1925
Scope:
1 Online-Ressource (XXXII, 763 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Herrschaft des Wortes
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

Kapitel III. Der Marxismus. 
541 
Kapital eine Art Neuausgabe der Contradictions economiques 
Peoudhox’s, die gerade Marx mit seinem Spott verfolgt hatte. Wenn 
aber die kapitalistische Ordnung so voller Widersprüche ist, die in 
ihrer Natur begründet sind, wie schwierig ist es dann, zu bestimmen, 
ob sie uns in der Tat zum Kollektivismus führen wird! All die so 
genannten wissenschaftlichen Voraussagen von der Selbstzerstörung 
und der Endkatastrophe erscheinen dann nur um so verwegener 1 ). 
Was die Grundtheorie anbelangt, die des Arbeitswertes, so ist 
sie heute von den meisten der Marxisten verlassen worden, die sich 
mehr und mehr zu der Theorie „des Grenznutzens“ oder zu der des 
„wirtschaftlichen Gleichgewichtes“ bekennen 2 ). Trotz seinem Be 
kenntnis zum Arbeitswerte sah sich Karl Marx selbst beständig 
dazu gezwungen, als selbstverständliche Folgerung oder sogar ganz 
ausdrücklich 3 ) zuzugeben, daß der Wert von Angebot und Nachfrage 
abhänge, — wobei wir besonders auf das hinweisen, was wir weiter 
oben über die Höhe des Profits gesagt haben. Nachdem er den 
deutig sind und aus der Wissenschaft verbannt werden müßten“ (Sorel, Revue 
Intern, de Sociologie, 1900, S. 270). 
*) Sorei. sagt von der revolutionären Bewegung: „Alles an ihr ist unvoraussehbar“ 
(Decomposition du marxisme, 8. 62). 
2 ) Der italienische Syndikalist Arthur Labriola (Revue Socialiste, 1899, 
Bd. I, S. 674) schreibt: „Während wir Marxisten es uns sauer werden ließen, den 
Mantel des Meisters zu flicken, um ihn uns umzuwerfen, hatte die volkswirtschaftliche 
Wissenschaft täglich Fortschritte gemacht . . . Man vergleiche, Kapitel um Kapitel, 
das „Kapital“ von Marx und die „Principles of political Economy“ von Mahshali.; 
man wird daraus ersehen, wie Probleme, die wenigstens hunderte von Seiten im 
Kapital beanspruchen, bei xMarshall in einigen Zeilen gelöst werden.“ B. Croce 
(Materialismo storico ed Economia marxistica, 1900, S. 105) schreibt: 
»Was mich anbelangt, so bleibe ich fest hei der wirtschaftlichen Konstruktion der 
hedonistischen Schule . . .; doch befriedigt das nicht meinen Wunsch nach einer sozio 
logischen Aufklärung über den Profit des Kapitals, und diese Aufklärung ist ohne die 
vergleichenden Betrachtungen, die uns Marx vorschlägt, unmöglich.“ 
Endlich sagt Sorel (Saggi di critica del marxismo 1903, S. 13); „Es 
ist notwendig, jede Anwandlung, den Sozialismus zur Wissenschaft zu machen, auf 
zugeben. “ 
s ) Besonders in der von Bernstein angeführten Stelle: „Es ist in der Tat das 
Gesetz des Wertes, daß nicht nur auf jede einzelne Ware nur die notwendige 
Arbeitszeit verwandt ist, sondern daß von der gesellschaftlichen Gesamtarbeitszeit nur 
das nötige proportioneile Quantum in den verschiedenen Gruppen verwandt ist. Denn 
Bedingung bleibt der Gebrauchswert . . . Das gesellschaftliche Bedürfnis, 
d- h. Gebrauchswert auf gesellschaftlicher Potenz erscheint hier bestimmend für die 
Qnota der gesellschaftlichen Gesamtarbeitszeit, die den verschiedenen besonderen 
Produktionssphären anheimfallen.“ Marx, das Kapital, Bd. III-2, S. 175—176) — 
und Bernstein fügt hinzu; „Dieser Satz allein macht es unmöglich, sich über die 
GossEN-Bömi’sche Theorie mit einigen überlegenen Redensarten hinwegzusetzen“ (Die 
Voraussetzungen des Sozialismus und die Aufgaben der Sozial 
demokratie, Stuttgart, 1904, S. 42, Anm. 2).
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1913.
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