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Einführung in das Studium der Konjunktur

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Bibliographic data

fullscreen: Einführung in das Studium der Konjunktur

Monograph

Identifikator:
1027870953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-44841
Document type:
Monograph
Author:
Mombert, Paul http://d-nb.info/gnd/117125342
Title:
Einführung in das Studium der Konjunktur
Edition:
Zweite, verbesserte und vermehrte Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G. A. Gloeckner, Verlagsbuchhandlung
Year of publication:
1925
Scope:
1 Online-Ressource (275 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Vierter Abschnitt. Konjunkturprognose und Konjunkturpolitik
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Einführung in das Studium der Konjunktur
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erster Abschnitt. Die Erklärungen der Wirtschaftskrisen und des Konjunkturwandels
  • Zweiter Abschnitt. Der Ablauf der Konjunktur in Deutschland seit der Begründung des Reiches
  • Dritter Abschnitt. Der Einfluß des Konjunkturwandels und der Krisen auf die Volkswirtschaft
  • Vierter Abschnitt. Konjunkturprognose und Konjunkturpolitik
  • Fünfter Abschnitt. Ausblick

Full text

5. Die Beeinflussung von Konjunktur und Konjunkturwandel. 237 
einzelne Mitglieder oder durch das Syndikat selbst vorgenommen 
wird, für das nächste Quartal oder Semester freizugeben, und zwar 
pflegt es diese Freigabe nicht eher vorzunehmen, als bis es die 
Marktlage der nächsten Zeit einigermaßen übersehen zu können 
glaubt. Die Abnehmer sind also nicht mehr genötigt, sich auf zu 
lange Zeit bei zu hohen Preisen und mit zu großen Quanten zu 
binden, die Syndikate können Preise und Produktion einer auf- 
steigenden oder absteigenden Konjunktur besser anpassen 1 ). 
Seitdem hat auch nach manchen anderen Richtungen hin die 
Organisation der Kartelle mancherlei Fortschritte gemacht und eine 
erhebliche Ausdehnung auf vielen Gebieten des Wirtschaftslebens 
erfahren. Es sei nur an die Errichtung des Stahlwerksverbandes er 
innert. Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß im Zusammenhang 
mit diesen Wandlungen viele Verbände, besonders diejenigen der 
Kohlen- und Eisenindustrie, damit eine viel bessere Übersicht über 
den Markt erhielten und ihn viel besser beherrschen konnten, als es 
um die Jahrhundertwende der Fall gewesen ist. Schon im Jahre 1906 
schrieb Dr. V o e lk er, der frühere Direktor des Stahlwerksverbandes, 
von diesem: „Das Hauptbestreben des Verbandes ist offensichtlich 
darauf gerichtet, sich ein genaues Bild von den tatsächlichen Markt 
verhältnissen zu verschaffen. Man kann ohne Übertreibung be 
haupten, daß keine Tonne Stahl das Weichbild der Werke verläßt, 
ohne daß die Verkaufsstelle des Stahlwerksverbandes weiß, was mit 
dieser Tonne angefangen wird. Die Beziehungen zwischen den 
Werken und ihrer Kundschaft sind eben wesentlich enger geworden, 
auch haben wiederholt gemeinsame Erörterungen zwischen Produ 
zenten und Konsumenten über die Marktlage stattgefunden * 2 ). 
Dazu ist noch hervorzuheben, wovon oben schon die Rede ge 
wesen ist, daß bei der Hochkonjunktur am Ausgange des 19. Jahr 
hunderts bei der Steigerung der Rohstoffpreise, Spekulationskäufe 
großer Handelsfirmen eine wesentliche Rolle gespielt haben, und 
daß es damals vielfach der Handel und nicht die Kartelle gewesen 
sind, welche die Hochkonjunktur skrupellos ausnutzten und von 
den Verbrauchern übertrieben hohe Preise verlangt haben. Das hat 
damals von seiten des Handels zum Teil einen solchen Umfang an 
genommen, daß sich in dieser Zeit die Verbraucher unmittelbar an 
das Kohlensyndikat gewandt haben mit dem Ersuchen, an einen 
weiteren Kreis von Verbrauchern als es bis dahin der Fall war, direkt 
') Nach Pinner, „Krisentheorie“. DieBank. Jahrg. 1913. l.Bd. S. 325. 
2 ) „Die gegenwärtige Wirtschaft!. Lage u. ihre voraussichtliche Dauer.“ 
Deutsche Wirtschaftszeitung. 2. Jahrg. 1906. S. 1070/71. 
Mombert, Studium der Konjunktur. 
16
	        

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Einführung in Das Studium Der Konjunktur. G. A. Gloeckner, Verlagsbuchhandlung, 1925.
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