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Einführung in das Studium der Konjunktur

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Bibliographic data

fullscreen: Einführung in das Studium der Konjunktur

Monograph

Identifikator:
1027870953
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-44841
Document type:
Monograph
Author:
Mombert, Paul http://d-nb.info/gnd/117125342
Title:
Einführung in das Studium der Konjunktur
Edition:
Zweite, verbesserte und vermehrte Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
G. A. Gloeckner, Verlagsbuchhandlung
Year of publication:
1925
Scope:
1 Online-Ressource (275 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Abschnitt. Der Ablauf der Konjunktur in Deutschland seit der Begründung des Reiches
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Einführung in das Studium der Konjunktur
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Erster Abschnitt. Die Erklärungen der Wirtschaftskrisen und des Konjunkturwandels
  • Zweiter Abschnitt. Der Ablauf der Konjunktur in Deutschland seit der Begründung des Reiches
  • Dritter Abschnitt. Der Einfluß des Konjunkturwandels und der Krisen auf die Volkswirtschaft
  • Vierter Abschnitt. Konjunkturprognose und Konjunkturpolitik
  • Fünfter Abschnitt. Ausblick

Full text

1. Bis zum Beginn des großen Krieges. 
39 
An zahlreichen Maßstäben kann man noch heute das Tempo und 
den Umfang dieses wirtschaftlichen Aufschwunges feststellen. Allein 
innerhalb der drei Jahre von 1871—73 nahm die Einwohnerschaft 
Berlins um 114000 Köpfe, d. h. [um fast den sechsten Teil der Be 
völkerung zu. Es entstand eine große Wohnungsnot, welche eine 
riesige Steigerung der Mietpreise im Gefolge hatte. Eine wesentliche 
Ursache dieser gewaltigen, allenthalben einsetzenden Preissteigerung 
hing auch mit der großen französischen Kriegsentschädigung und 
der so wenig zweckmäßigen Art ihrer Verwendung zusammen. Frank 
reich hatte 4,2 Milliarden Mark an Deutschland zu zahlen gehabt. 
Ein sehr großer Teil dieses Betrages wurde dazu verwandt, damit 
Staatsanleihen zu tilgen. Es hatte dies die Wirkung, daß damit große, 
bisher in solchen Wertpapieren angelegte Kapitalbeträge frei wurden 
und nun vor allem Anlage in Dividendenpapieren, deren Kurs 
steigerung dadurch sehr begünstigt wurde, suchten. Damit war aber 
auch den nun in so großem Maße einsetzenden Neugründungen Tür 
und Tor geöffnet. Gleichzeitig kam noch hinzu, daß die Menge der 
Umlaufsmittel infolge einer unzweckmäßigen Geldpolitik der dafür 
maßgebenden Instanzen sehr stark stieg, was aus bekannten Gründen 
über den Umweg einer Geldentwertung zu einer weiteren Steigerung 
der Preise und der Kurse der Dividendenpapiere beitrug. 
Neben zahlreichen anderen Gründen, die das Aufkommen einer 
Hochkonjunktur begünstigten, spielte damals noch das im Jahre 1870 
in Kraft getretene Aktiengesetz dabei eine wichtige Rolle. Es ließ 
nämlich den Gründern neuer Gesellschaften fast völlig freie Hand 
und hat ganz wesentlich dazu beigetragen, daß in diesen Jahren zahl 
reiche schwindelhaft© Unternehmungen ins Leben gerufen werden 
konnten. Von Mitte des Jahres 1870 bis Mitte des Jahres 1873 wurden 
in Deutschland 958 Aktiengesellschaften mit einem Kapital von 3600 
Millionen Mark gegründet. Allein im Jahre 1872 wurden an der 
Berliner Börse die Aktien von 63 Banken eingeführt und in dem 
gleichen Jahre in das Berliner Handelsregister 144 neue Gesellschaften 
mit einem Kapital von 363 Millionen Mark eingetragen. Jm folgen 
den Jahre kamen noch 72 weitere Gesellschaften hinzu. Von vielen 
Seiten erfolgten nachdrückliche Warnungen vor dieser Gründungs 
wut. Schon Ende Oktober 1871 schrieb die Frankfurter Zeitung: 
„Wir stehen inmitten, wenn nicht gar erst im Anfänge einer Periode, 
in der die Leichtgläubigkeit sich wieder einmal Luftschlösser auf 
baut, die bei mangelndem Fundament bei dem ersten Windstoß zu 
sammenbrechen müssen.“ t 
Diese Voraussage sollte sich nur allzubald bewahrheiten. Nach 
dem sich schon vorher in Form einer Anspannung auf dem Geld- und
	        

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Einführung in Das Studium Der Konjunktur. G. A. Gloeckner, Verlagsbuchhandlung, 1925.
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