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Die deutsche Zigarettenindustrie

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Bibliographic data

fullscreen: Die deutsche Zigarettenindustrie

Monograph

Identifikator:
1028995938
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-48083
Document type:
Monograph
Author:
Bormann, Kurt http://d-nb.info/gnd/135652758
Title:
Die deutsche Zigarettenindustrie
Place of publication:
Tübingen
Publisher:
Verlag der H. Laupp'schen Buchhandlung
Year of publication:
1910
Scope:
1 Online-Ressource (VI, 121 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
III. Abschnitt. Die Zigarettenfabrikation
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die deutsche Zigarettenindustrie
  • Title page
  • Contents
  • I. Abschnitt. Die Entwicklung der deutschen Zigarettenindustrie bis zur Gegenwart
  • II. Abschnitt. Der Zigarettentabak
  • III. Abschnitt. Die Zigarettenfabrikation
  • IV. Abschnitt. Die Absatzverhältnisse
  • V. Abschnitt. Die Arbeiterverhältnisse
  • Ergebnisse

Full text

34 
In der Bilanz einer anderen Aktiengesellschaft, der Firma 
G. A. Jasmatzi, die mit einem Aktienkapital von fünf Millionen 
Mark arbeitet, standen 1906 zu Buche: 
Grundstück und Gebäude: 751525 Mk. 
Maschinen und Inventar: 853886 Mk. 
Pferde und Wagen: 13317 Mk. 
Kontor-Inventar: 52678 Mk. 
Die Yenidze-Zigarettenfabrik in Dresden hat allein ein Kapital 
von 1 i/i Millionen Mark in dem Rohbau ihres neuen Fabrikpalastes 
investiert. 
Der Umsatz oben genannter Jasmatzifabrik belief sich im 
Jahre 1908 auf etwa sechs Millionen Mark; er war demnach nur 
wenig größer als das in dem Betriebe steckende Gesamtkapital. 
Seine relativ geringe Höhe ist einerseits dem Umstande zuzuschreiben, 
daß die Fabrik auch den Rohtabakhandel mit betreibt, der, wie wir 
gesehen haben, eine Kapitalfixierung auf ziemlich lange Zeit (ein 
bis zwei Jahre) erfordert, ferner dem Umstande, daß die Um 
schlagsperioden der Zigarettenfabriken überhaupt im 
allgemeinen außergewöhnlich lang zu sein pflegen 1 ). 
Letzteres ist 
1. darauf zurückzuführen, daß die Zigarettenbetriebe, um Zoll- und 
Steuerstundung zu erlangen, einen nicht unbeträchtlichen Teil ihres 
Betriebskapitales als Kaution bei der Behörde hinterlegen müssen 1 2 ); 
2. darauf, daß der Ankauf des Rohtabaks eine Kapitalfixierung 
auf mehr oder weniger lange Zeit notwendig macht, und 
3. darauf, daß die Zigarettenfabrikanten mit wirtschaftlich zu 
meist außerordentlich schwachen Elementen 3 ) zu arbeiten haben, 
die ihren Zahlungsverpflichtungen zum Teil nur höchst unpünktlich 
1) So betrug auch der Umsatz der Compagnie Laferme im Jahre 1906 nur 
1606363 Mk. 
2) So sind z. B. von einem Dresdener Großbetrieb rund eine Million 
Mark als Kaution bei der Zoll- und Steuerbehörde hinterlegt. 
3) Daß dies die Tabakhändler zum großen Teil sind, hat seinen besonderen 
Grund. Wenden sich doch gerade dem Handel mit Tabakfabrikaten sehr gern 
Leute zu, die anderwärts kein Fortkommen gefunden haben, weil sie als Raucher 
schon einige Branchekenntnisse zu besitzen glauben. Oftmals auch durch Schwindler 
verleitet, deren Spezialität es ist, unerfahrenen Personen für viel Geld eine minder 
wertige Ladeneinrichtung und ebenso minderwertige Waren zu verkaufen (vergl. 
z. B. die diesbezüglichen Angaben in No. 36 des Jahrganges 1907 der Vereinigten Tabak- 
Zeitungen), schreiten diese Leute meistens mit nur geringen Mitteln und noch geringeren 
kaufmännischen Kenntnissen leichtsinnig zur Geschäftsbegründung, um erst zu spät 
einzusehen, daß auch zum Betriebe eines Zigarrengeschäftes etwas mehr als nur 
einige laienhafte Tabakkenntnisse notwendig sind.
	        

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Die Deutsche Zigarettenindustrie. Verlag der H. Laupp’schen Buchhandlung, 1910.
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