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Währung und Handel

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Bibliographic data

fullscreen: Währung und Handel

Monograph

Identifikator:
1029343713
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-72101
Document type:
Monograph
Author:
Schreiner, Olive http://d-nb.info/gnd/118795457
Title:
Die Frau und die Arbeit
Place of publication:
Jena
Publisher:
Eugen Diederichs
Year of publication:
1914
Scope:
1 Online-Ressource (180 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Währung und Handel
  • Title page
  • Contents

Full text

170 
Fremde angelegt werden kann. Für alle Fälle werden die 
Tiivestitionen mit Hilfe fremden (Kapitals aufliören müaaen, aueli 
wenn die früheren Investitionen verfehlt waren und nicht die 
erwartete Rente ahwerfen. Der Unterschied wird dann darin 
bestehen, dass nunmehr nicht der Ertrag es ist, der sich er 
höht hat, sondern der Consum, der verringert werden muss. 
So viel zur Widerlegung der häufig auftreteuden Ansicht, 
dass der Export von Werth})a])iereu an sich schädlich sei und 
durch die wachsende Verschuldung zu einer Verarmung des 
Landes führe. Es mag diesbezüglich nur noch bemerkt werden, 
dass UapitalVergeudung in Folge von Schuldverhältnisseu mit 
dem Auslande weit häufiger und weit leichter dann eintritt, 
wenn man die eigenen Capitalien im Auslande anlegt als umge 
kehrt, wenn ausländische Capitalien im eigenen Lande verwendet 
werden. Es liegt nämlich in der Natur der Sache, dass man 
sich weit seltener darüber täuschen wird, oh jene Anlage, die 
mit Hilfe des fremden Capitals durchgeführt werden S(dl, auch 
wirklich den erwarteten Nutzen abwerfen wird, als darüber, ob 
das (hi])ital, das man in der Fremde anlegt, nicht etwa gefährdet 
ist. Mit all’ dem soll natürlich nicht geleugnet werden, dass 
ausnahmsweise auch die im Wege internationaler Verschul 
dung beschaftteu Capitalien vergeudet werden können. Es 
geschieht dies sogar häufig mit jenen Anlehen, die unter 
finanzieller Misswirthschaft leidende Staaten im Auslande auf- 
nehmeu. Allein hier liegt weder die Ursache noch das Symptom 
des Uebels im Fremdhaudel. Der Effect wäre der nämliche, 
wenn die. betreffende Staatsverwaltung inländisches statt des 
ausländischen (’apitais entlehnt hätte. Es würde dann das 
vergeudete (’aj)ital entweder der inländisc hen Rroduction 
fehlen, oder es müsste durch Anleheii zu ju-oductiven %we( ken 
von Aussen her ersetzt werden. Zieht man die Bilanz, so 
bleiht dieselhe in allen drei Fällen — fremdes ^nlehen zu 
Zwecken der Vergeudung, einheimisches Anlehen zum selben 
Zwecke ohne Ersatz aus der Fremde, oder endlich einheimisches 
Anlehen znm seihen Zwecke mit nachträglichem Ersätze durch 
fremdländische productive Anlehen — genau die gleiche. 
Das Spiel der W^ech sei course regelt nun auch in jenem 
Laude, wehdies Werthpapiere exportirt und andere Werthe
	        

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Währung Und Handel. Manz, 1876.
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