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Inflation und Geldentwertung

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Bibliographic data

fullscreen: Inflation und Geldentwertung

Monograph

Identifikator:
1029439745
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-72099
Document type:
Monograph
Author:
Prion, Willi http://d-nb.info/gnd/101278861
Title:
Inflation und Geldentwertung
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Julius Springer
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (126 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erster Teil. Die Finanzwirtschaft während des Krieges unter dem Gesichtswinkel der Inflation und der Preise
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Inflation und Geldentwertung
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. Die Finanzwirtschaft während des Krieges unter dem Gesichtswinkel der Inflation und der Preise
  • Zweiter Teil. Finanzielle Maßnahmen zum Abbau der Preise

Full text

Inflation und Steuern., 
41 
Krieges aus Steuereingängen zu decken sei. Tatsächlich ist es Eng 
land in allen früheren Kriegen gelungen, diesen oder einen ähnlichen 
Anteil der Steuern an den Kriegsausgaben zu erreichen. Im jetzigen 
Krieg ist der Anteil der Steuern an der Kostendeckung in England 
auf rund 15%, also auf ein Siebentel, zu bemessen 1 ). Angesichts des 
auch in England gewaltigen Betrages der aufgelaufenen Kriegs 
kosten (Ende März 1919: 190MilliardenMark) istdiese Steuerleistung 
des englischen Volkes mit Recht als heroisch bezeichnet worden. 
Amerika hat die Absicht, seinen Verbündeten in der Kostendeckung 
durch Steuern sogar noch zu übertreffen. Genaue Berechnungen 
über Steuereinnahmen und Kxiegsausgaben für das Rechnungsjahr 
1918/19 liegen indes noch nicht vor. Rechnet man in Deutschland 
den Betrag der Kriegssteuer (Kriegsgewinnsteuer) wie in England 
zu den Steuereinnahmen, dann konnten von den bis 31. März 1918 
aufgelaufenen deutschen Kriegskosten in Höhe von etwa 110 Mil 
liarden Mark nur etwa 2 Milharden durch Steuern abgedeckt werden. 
(Von dem Ertrag der Kriegssteuer in Höhe von 5,4 Milliarden Mark 
wurde der Rest zur Deckung von Fehlbeträgen im ordentlichen 
Haushalt verwendet.) In den übrigen kriegführenden Ländern 
erreichen jedoch die Steuereinnahmen nicht einmal den Betrag 
der durch die Verzinsung der Staatsschulden stark gestiegenen 
laufenden Ausgaben. Selbst in Frankreich bleiben die Eingänge 
aus den Steuern hinter den laufenden Ausgaben zurück. 
Zweitens sind die Steuern für die Frage nach der Inflation 
von Bedeutung. Grundsätzlich stellt die Steuer, die der Steuer 
pflichtige an den Staat entrichtet, eine Minderung seiner Kauf 
kraft dar. Im Gegensatz zu allen bisher besprochenen ,, Auf bewah 
rungsformen“ der Kaufkraft werden die in der Steuer hingegebenen 
Teile des Einkommens vom Steuerzahler endgültig verausgabt: die 
] ) Die gesamten Ausgaben betrugen 
vom 1. August 1914 bis 31. März 1919 . . . rund 9500 Mill. £, 
die gesamten Budgeteinnahmen „ 2650 „ ,, 
so daß auf dem Kreditwege rund 6850 Mill. £ 
aufgebracht worden sind. 
Hingegen stellten sich die reinen Kriegsausgaben (nach Abzug der Friedens 
ausgaben und der Ausgaben für die Verzinsung der Kriegsschuld) auf rund 
8000 Mill. £, und die reinen Einnahmen während des Krieges ausschließlich 
der Zinsen für die Kriegsschuld auf 1200 Mill. £. Diese 1200 Mill. £ konnten 
zur Deckung der Ausgaben in Höhe von 8000 Mill. £ verwendet werden. (Vgl. 
die Berechnung bei Prion, Steuer- und Anleihepolitik in England während des 
Krieges, Berlin 1918, S. 25 f.)
	        

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Inflation Und Geldentwertung. Verlag von Julius Springer, 1919.
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