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Inflation und Geldentwertung

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Bibliographic data

fullscreen: Inflation und Geldentwertung

Monograph

Identifikator:
1029439745
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-72099
Document type:
Monograph
Author:
Prion, Willi http://d-nb.info/gnd/101278861
Title:
Inflation und Geldentwertung
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Julius Springer
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (126 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. Finanzielle Maßnahmen zum Abbau der Preise
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Inflation und Geldentwertung
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. Die Finanzwirtschaft während des Krieges unter dem Gesichtswinkel der Inflation und der Preise
  • Zweiter Teil. Finanzielle Maßnahmen zum Abbau der Preise

Full text

90 
Finanzielle Maßnahmen zum Abbau der Preise. 
worden ist, ist unter den obwaltenden politischen und wirtschaft 
lichen Verhältnissen mit Bestimmtheit darauf zu rechnen, daß die 
Arbeiter, ebenso die Angestellten, die Steuerlasten durch Lohn 
steigerungen abzuwälzen suchen werden, wenn ihnen daraus eine 
Verschlechterung ihrer Lebenshaltung erwächst. Durch die Ab 
wälzung würde zugleich die Wirkung auf die Preise aufgehoben, 
ja leicht ins Gegenteil verkehrt werden, wenn die Lohnsteigerungen 
zur Erhöhung der Preise führen, die Mehrausgabe für Löhne also 
nicht durch technische Verbesserungen oder Steigerung der Pro 
duktion vom Unternehmer wieder hereingebracht werden kann. 
Dazu kommt die unmittelbare Rückwirkung der einmaligen 
Vermögensabgabe auf die Produktion. Wenn der Betrag der Steuer 
von allen Unternehmern sofort und in voller Höhe entrichtet wer 
den könnte, dann wäre nicht damit zu rechnen, daß sie etwa ver 
suchen würden, die Vermögenseinbuße durch Einkalkulieren in 
die Preise nach und nach wieder herauszuholen. Solange der fühl 
bare Mangel an Waren anhält, die Preise von der Kaufkraft der 
Einzelwirtschaften bestimmt werden, tritt ja sowieso die Be 
deutung der Produktionskosten für die Preisbildung zurück. Aber 
selbst wenn die Produktionskosten wieder mehr in ihre Rechte als 
Preisbestimmungsgründe eintreten werden, ist es sehr unwahr 
scheinlich, daß alle Unternehmer die Vermögensabgabe auf die 
Preise abwälzen würden und könnten. Die durch die Vermögens 
abgabe zu fördernde Ablieferung der Noten, Guthaben und Schatz 
anweisungen würde allerdings zahlreichen Unternehmungen flüssige 
Mittel zum Betriebe entziehen. Nicht wird — was vielfach ver 
wechselt wird — das Kapital in volkswirtschaftlichem Sinne: die 
Produktionsanlagen, Maschinen, Rohstoffe, Waren durch die Ver 
mögensabgabe berührt; dieses Kapital entsteht nicht aus dem 
Papierkapital, das der Volkswirtschaft entzogen werden soll, son 
dern aus Arbeit. Für die Behebung des Mangels an flüssigen 
Mitteln, der durch die Vermögensabgabe entstehen könnte und in 
vielen Fällen entstehen wird, ist durch die Bereitstellung von 
Kredit Sorge zu tragen. Richtig ist, daß durch die Beanspruchung 
von Kredit Kosten für die Produktion entstehen. Wie aber schon 
hervorgehoben, spielen diese Kosten so lange keine Rolle, als die 
Preise von dem Mangel an Waren und der Kaufkraft der Käufer 
bestimmt werden. Und ob später bei einer Änderung der Markt 
lage diese Kreditkosten in der Kalkulation neben den Lohnkosten
	        

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Inflation Und Geldentwertung. Verlag von Julius Springer, 1919.
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