Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

L'évolution industrielle de la Belgique

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: L'évolution industrielle de la Belgique

Monograph

Identifikator:
1029903786
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-63471
Document type:
Monograph
Author:
Lewiński, Jan S. http://d-nb.info/gnd/102701059
Title:
L'évolution industrielle de la Belgique
Place of publication:
Bruxelles
Publisher:
Misch & Thron, Éditeurs
Year of publication:
1911
Scope:
1 Online-Ressource (XIII, 444 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Quellenbuch
  • Title page
  • Autorenverzeichnis
  • Contents
  • Erster Teil. Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. Handel
  • Dritter Teil. Industrie
  • Vierter Teil. Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. Verkehr
  • Sechster Teil. Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Index

Full text

5. Die Segnungen der Kaiserlichen Botschaft vom 17. November 1881. 423 
letzten internationalen Arbeiterversicherungskongreß zu Rom die Überlegenheit des 
deutschen Systems unumwunden anerkannt. 
Bei Einführung der Arbeiterversicherung wurde vielfach besorgt, daß ihre 
schwere, noch lange Zeit wachsende Last unsere Volkswirtschaft erdrücken könnte. 
Der Kaiser und sein Kanzler haben es nicht befürchtet und darin recht behalten. 
Deutschland trug die große neue Belastung und wird auch in Zukunft dazu imstande 
sein, wenn nur die Grenzen innegehalten werden, welche sich aus der Notwendigkeit 
voller Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie auf dem Weltmarkt ergeben. 
Die Pfadfinder der Sozialreform vertrauten aber auch, daß die Aufwendungen 
für die Arbeiterversicherung sich in hohem Maße fruchtbar erweisen, die neue Gesetz 
gebung neue Kräfte wecken und ihre Wirkungen dem wirtschaftlichen Leben der 
Nation, besonders ihrer Industrie, in weitem Umfange zugute kommen würden. 
Sie verkannten nicht, daß der Staat, welcher die wirtschaftlich Schwachen stützt, 
damit zugleich dem eigenen Nutzen und Frommen dient, und daß die Massen gesund 
und kräftig erhalten, des Staates wertvollstes Gut, die Volkskraft bewahren heißt. 
Sie sahen voraus, daß durch die wirtschaftliche Sicherstellung der früher in den 
Tagen der Not schütz- und mittellosen Arbeiter, durch die Zuerkennung eines Rechts 
anspruchs auf Fürsorge an die bisher auf Almosen oder Armenunterstützungen An 
gewiesenen und durch ihre umfassende Beteiligung an der Verwaltung der neuge 
schaffenen Fürsorgeeinrichtungen die Gesamtlage der deutschen Arbeiter erheblich ver 
bessert würde. Im Zeichen der neuen Fürsorge erwüchse, so glaubten sie, zum Segen 
für unser Wirtschaftsleben eine arbeitsfreudigere, in Güte und Maß ihrer Arbeit 
leistungsfähigere Arbeiterschaft. Die Arbeiterversicherung würde auch die größten 
Werte, die es gibt, die sittlichen, auslösen und sich unendlich wertvoll erweisen für 
die Schaffung der höchsten wirtschaftlichen Gesamtkraft, durch welche sich ein Volk 
im heißen Wettringen der Nationen behauptet. 
Der Verlauf der Dinge hat den Schöpfern der neuen Gesetzgebung auch hierin 
recht gegeben. In den letzten drei Jahrzehnten hat die deutsche Volkswirtschaft einen 
fast beispiellosen Aufschwung genommen. Auch der gesundheitlich, geistig und wirt 
schaftlich gehobene Arbeiterstand war an ihm erfreulich beteiligt. Es war kein Zu 
fall, daß die Zeit dieses gewaltigen Aufschwunges mit der durchgreifenden Ver 
besserung der Lage unserer Arbeiter zusammenfiel. Hier bestanden nahe innere 
Zusammenhänge. Unbedenklich darf in der erfolgreichen Behandlung der sozialen 
Fragen, besonders der Arbeiterversicherung, eine mitbestimmende Ursache für unsere 
wachsende gewerbliche Vormachtstellung erblickt werden. 
Für die Unfall- und die Invalidenversicherung schuf die großzügige Gesetz 
gebung jener Tage neue eigenartige Gebilde. Die Novemberbotschaft hatte schon 
angedeutet, daß den Aufgaben, welche sie zur Förderung des Wohles der Arbeiter 
ins Auge gefaßt, die Staatsgewalt allein nicht gewachsen sein würde. Mit kühnem 
Entschluß griff man auf die „realen Kräfte des Volkslebens" zurück. 
Den in Form von Genossenschaften zusammengefaßten Arbeitgebern wurde 
die Durchführung der gewerblichen Unfallversicherung übertragen. Auf tunlichst 
freier Grundlage, so hatte die Weisung des Fürsten Bismarck für die Ausarbeitung 
der letzten Gesetzesvorlage von 1884 gelautet, müßten diese Berufsgenossenschaften 
errichtet werden. Möglichst ungehinderte Bewegung sollte ihnen gewährt, alles 
Schematische und Bureaukratische aber von ihnen ferngehalten werden. 
Man bildete reine Unternehmerverbände mit ausgedehntester Selbstverwaltung, 
eigener Regelung des Gefahrentarifwesens und der Unfallverhütung, mit Über- 
wachungs- und Strafbefugnis gegen die Mitglieder. 
Die ehrenamtliche Tätigkeit wurde in den land- und forstwirtschaftlichen Berufs 
genossenschaften mit einer behördlichen Einwirkung organisch verbunden und bei den
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Volkswirtschaftliches Quellenbuch. Verlag von A. W. Zickfeldt, 1913.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the fifth month of the year?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.