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Die Hansestädte und die Kontinentalsperre

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Bibliographic data

fullscreen: Die Hansestädte und die Kontinentalsperre

Monograph

Identifikator:
1029904286
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-63374
Document type:
Monograph
Author:
Vogel, Walther http://d-nb.info/gnd/11746435X
Title:
Die Hansestädte und die Kontinentalsperre
Place of publication:
München
Publisher:
Verlag von Duncker & Humblot
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (64 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Die Kontinentalsperre
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Hansestädte und die Kontinentalsperre
  • Title page
  • I. Die Hansestädte und das revolutionäre Frankreich
  • II. Die Kontinentalsperre
  • III. Die Annektion
  • IV. Die Befreiung

Full text

27 
aber sich in die Zollangelegenheiten nicht zu mischen. Inspektor 
Endel machte noch besonders auf den Mißbrauch aufmerksam, der 
mit den Ursprungszertifikaten bei der Einklarierung der Schiffe 
getrieben werde. Auf seinen Antrag ist das Dekret vom 
6. August 1807 zurückzuführen, das den Bezug englischer 
Waren aus Holstein endgültig verhindern sollte. Demzufolge gab 
es zunächst eine vollständige Aufzählung der Waren, die, ohne 
weitere Prüfung ihrer Herkunft, einfach ihrer Beschaffenheit nach, 
als englisches Erzeugnis anzusehen waren: bestimmte einzeln 
aufgezählte Gewebe aus Baumwolle, Wolle und Haaren; Musseline 
und weiße oder farbige Kattune, ausgenommen gewisse zum Be 
drucken bestimmte weiße Kattune, die aus Dänisch-Jndien stammten 
und von den Hamburger Kattun-Druckereien verbraucht wurden; 
wollene und baumwollene Mützenartikel; Knöpfe aller Art; alle 
Arten von Geschirr, Kurzwaren, Kunstdrechslerarbeiten, Erzeugnissen 
der Uhrmacherei, Arbeiten in Kupfer und Stahl, alle Leder- und 
Fellarbeiten; Bänder, Gaze-Artikel und Spitzen; Glas- und Kristall 
fabrikate; alle Arten von Fayence- und Töpferarbeiten; endlich 
raffinierten und Lompenzucker. Für die Kolonialwaren verlangte 
das Dekret Ursprungszeugnisse der Konsuln, die ausdrücklich be 
scheinigten, daß die Waren weder den englischen Kolonien noch 
überhaupt dem englischen Handel entstammten. Endlich überließ 
das Dekret dem Zollinspektor und seinen Angestellten die volle und 
alleinige Aufsicht über die Warenbewegung. 
Selbstverständlich riefen diese Anordnungen eine Flut von 
Protesten hervor. Eine durch Syndikus Doormann dein Ministerium 
des Äußeren übermittelte Eingabe vom 7. Oktober 1807 bestritt 
vor allem die Richtigkeit der Annahme des Dekrets, daß alle in 
ihm aufgezählten Gewebe englischer Herkunft seien. Überhaupt 
stamme ein großer Teil der angeführten Artikel aus deutschen 
Fabriken, besonders aus Westfalen, Sachsen, Nürnberg, Solingen 
(Werkzeuge, Messer); aus Schlesien kämen Felle und Wolle, aus 
Böhmen Glaswaren usw. Diese Einwände waren durchaus be 
rechtigt ; namentlich ist es unzweifelhaft, daß schon damals, genau 
wie heute, viele deutsche Fabrikate unter englischer Marke gingen, 
weil sie sich so besser verkauften. Die Eingabe machte ferner auf 
die Schwierigkeiten aufmerksam, die sich daraus ergaben, daß nicht 
überall in den Kolonien französische Konsulate beständen, um
	        

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Die Hansestädte Und Die Kontinentalsperre. Verlag von Duncker & Humblot, 1913.
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