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Die Prostitution als soziale Klassenerscheinung und ihre sozialpolitische Bekämpfung

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Bibliographic data

fullscreen: Die Prostitution als soziale Klassenerscheinung und ihre sozialpolitische Bekämpfung

Monograph

Identifikator:
1033562599
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-54741
Document type:
Monograph
Author:
Kampffmeyer, Paul http://d-nb.info/gnd/116038365
Title:
Die Prostitution als soziale Klassenerscheinung und ihre sozialpolitische Bekämpfung
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Buchhandlung Vorwärts
Year of publication:
1905
Scope:
1 Online-Ressource (122 Seiten)
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
5. Kapitel. Krankenkasseneinrichtungen zur unentgeltlichen Behandlung Venerischer
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Prostitution als soziale Klassenerscheinung und ihre sozialpolitische Bekämpfung
  • Title page
  • 1. Kapitel. Die Ehe und die Prostitution
  • 2. Kapitel. Die Prostitution als soziale Klassenerscheinung der Stadt
  • 3. Kapitel. Der soziale Schuldbetrag der Prostitution
  • 4. Kapitel. Die staatliche Reglementierung der Prostitution
  • 5. Kapitel. Krankenkasseneinrichtungen zur unentgeltlichen Behandlung Venerischer
  • 6. Kapitel. Die wohnungsgesetzliche Bekämpfung der Mißstände der Prostituiertenwohnungen
  • 7. Kapitel. Die Zerrüttung der Familie und die Prostitution Jugendlicher
  • 8. Kapitel. Fürsorge-Einrichtungen für Minderjährige als Schutzwehren gegen die Prostitution derselben
  • 9. Kapitel. Staatliche und kommunale Zufluchts- und Erziehungsstätten für erwachsene Prostituierte
  • 10. Kapitel. Die Prostitution der dienenden Klasse und ihre Eindämmung
  • 11. Kapitel. Die Prostitution als Klassenerscheinung und ihre Ueberwindung
  • Contents

Full text

73 
treibt dagegen große Massen erkrankter Prostituierten direkt von 
jeder Heilbehandlung fort. Ja, der Zwang hat sehr enge Grenzen! 
Für die gründliche und massenhafte Heilung der geschlechts- 
kranken Männer und Frauen kommen hauptsächlich Maßregeln in 
Frage, die das Selbstinteresse dieser Kranken für eine gründliche 
Heilung ihrer Leiden entfesseln. Die durchschlagende Kraft des 
Selbstinteresses wird aber bei den Geschlechtskranken nur dann in 
Tätigkeit treten, wenn sie keinen wirtschaftlichen Nachteil von der 
Heilbehandlung haben, und wenn der Heilbehandlung alle Annehm 
lichkeiten einer frei gewählten Behandlung anhaften. Aus diesen 
notwendigen Voraussetzungen heraus ergeben sich zwei Forderungen: 
1. die Gewährung des notwendigen freien Unterhalts für den 
Geschlechtskranken während seiner Krankheit und 2. die freie Wahl 
des Arztes und die Unentgeltlichkeit der ärztlichen Hülfeleistungen 
und Medikamente für alle Venerischen. 
Wir schlagen also die Begründung umfassender öffentlich-recht 
licher hygienischer Einrichtungen für alle Geschlechtskranken vor. 
Riechen aber derartige Vorschläge nicht nach Utopie und Zukunfts 
staat? Nun, man schaue sich daraufhin einmal die heutigen Kranken- 
vcrsicherungseinrichtungen an! 
Die deutsche Krankenversicherung gibt uns einen wertvollen 
Fingerzeig für eine planmäßige, zweckentsprechende Kampfesführung 
gegen die Geschlechtskrankheiten. Die deutsche obligatorische Kranken 
versicherung gewährt den erkrankten Kassenmikgliedern: unentgelt 
liche ärztliche Hülfe,' unentgeltliche Medikamente — und last not 
least — ein Krankengeld, das dem Erkrankten notdürftig die 
Existenz während seiner Erwerbsunfähigkeit gewährleisten soll. Dieses 
Krankengeld stellt sich vom sozialpolitischen Standpunkte aus wohl 
als die wertvollste Leistung der Krankenversicherung dar. Ohne 
Krankengeld, ohne die Ausrüstung mit den allernotwendigstcn 
Unterhaltsmitteln würden Hunderttausende schwerkranker Arbeiter 
überhaupt keine Heilung suchen. Sie müssen vor allem existieren 
und nochmals existieren, bevor sie ernstlich die Heilung ihrer Krank 
heiten betreiben können. Werden ihnen nicht die allernotwendigsten 
Existenzmittel vorgestreckt, so arbeiten sie trotz ihrer Krankheit bis 
zur völligsten Erschöpfung ihrer Kräfte fort. Zahlreiche Mädchen, 
die heute die Sündengroschen der Prostitution einstreichen und als 
„Kellnerinnen" gegen Krankheit versichert sind, würden ihren 
mörderischen Nebenberuf als Dirne ruhig während ihrer venerischen 
Krankheiten fortsetzen, ja fortsetzen müssen, wenn ihnen nicht während 
ihrer Leiden die notwendigsten Subsistenzmittel garantiert werden. 
Jeder prophylaktische, auf die Heilung der Geschlechtskrankheiten hin 
zielende Vorschlag wird sich als Fehlschlag erweisen, wenn er die 
Frage der Unterhaltsgcwährung der Prostituierten während ihrer 
Krankheiten nicht ins Auge faßt. 
Die Lösung des grundlegenden sozialen Problems einer durch 
greifenden Heilung aller Geschlechtskranken ist in Deutschland des-
	        

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Die Prostitution Als Soziale Klassenerscheinung Und Ihre Sozialpolitische Bekämpfung. Buchhandlung Vorwärts, 1905.
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