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Untersuchungen über das Versicherungswesen in Deutschland

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Bibliographic data

fullscreen: Untersuchungen über das Versicherungswesen in Deutschland

Monograph

Identifikator:
1042018391
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-81635
Document type:
Monograph
Title:
Untersuchungen über das Versicherungswesen in Deutschland
Place of publication:
München
Publisher:
Verlag von Duncker & Humblot
Year of publication:
1913
Scope:
V, 362 Seiten
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Öffentliche Versicherung
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Untersuchungen über das Versicherungswesen in Deutschland
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Von Dr. Heinz Potthoff - Düsseldorf
  • I. Geschäftliche Versicherung
  • II. Öffentliche Versicherung
  • Zusammenfassung. Von Dr. Heinz Potthoff - Düsseldorf

Full text

194 
II. Öffentliche Versicherung. 
mit Sicherheit festgestellt worden, daß ein nicht unbeträchtlicher Teil der 
Versicherten, für die dort die Quittungskarten aufbewahrt werden, ver-- 
storben ist und ein anderer Teil seit langen Jahren keinerlei neue 
Quittungskarten abgeliefert, also wahrscheinlich auch keine Beiträge weiter 
geleistet hat, so daß man in praxi auch hier mit der völligen Aufgabe 
der Versicherung rechnen kann. Die Ersparnisse an Renten und 
sonstigen Entschädigungen, die den Versicherungsträgern hierdurch erwachsen, 
werden in den versicherungstechnischen Berechnungen allerdings nicht 
berücksichtigt; es wird vielmehr nach wie vor angenommen, daß alle 
Personen, die in die Versicherung eintreten, „dauernd versichert bleiben 
und später Ansprüche auf Renten geltend machen werden V' 
Diese Annahme wird zwar im Interesse der Sicherheit der Be- 
rechnungen gemacht; man darf aber auf die Dauer doch nicht an der 
.Frage vorbeigehen, ob die tatsächlichen Verhältnisse und die Rücksicht 
auf die Höhe der gesamten Lasten der Arbeiterversicherung einen so voll 
ständig unbestimmten Sicherheitsspielraum rechtfertigen. 
Einen gewissen Maßstab für die Beurteilung der Renten Häufig 
keit bekommt man, wenn man die Zahl der Rentenbezieher mit der Zahl 
der gleichzeitig vorhandenen Versicherten vergleicht. Der gegebene Zeit 
punkt hierfür ist das Jahr 1907. Nimmt man an, daß die im Juni 
des Jahres ermittelte Zahl von Versicherten auch für den Schluß des 
Jahres noch maßgebend war, so standen damals im Gesamtdurchschnitt 
für das Reich je 1000 Versicherten 67 Personen gegenüber, die zu der 
Zeit Rente bezogen, und zwar 8 Altersrentner, 57 Jnvalidenrentner und 
2 Krankenrentner. Verfolgt man dieses Verhältnis auch für die einzelnen 
Versicherungsanstalten, so zeigen sich da ganz wesentliche Unterschiede, die 
nicht übergangen werden können, weil sie für die Organisation und Lasten 
verteilung der Invalidenversicherung entscheidende Bedeutung gewonnen 
haben. Ausgewählt sind (nach dem Beispiele der Denkschrift zum Jn- 
validenversicherungsgesetze) dieselben Anstalten mit bestimmt ausgeprägtem 
wirtschaftlichen Charakter, die auch oben schon (S. 187) besonders her 
vorgehoben worden sind; weiter sind der größeren Klarheit halber die grund 
sätzlich gleichartigen Invaliden- und Krankenrenten als „Jnvaliditäts- 
renten" zusammengefaßt worden. Dabei findet sich dann, daß in den 
nachstehenden Anstaltsbezirken je 1000 Versicherten folgende Zahlen von 
Rentenbeziehern gegenüberstanden: 
' Denkschrift zum Entwurf eines Jiivalidenversicherungsgesetzes — Reichstags 
drucksachen 1898/1900, erster Anlageband S. 790.
	        

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Untersuchungen Über Das Versicherungswesen in Deutschland. Verlag von Duncker & Humblot, 1913.
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