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Grundfragen der englischen Volkswirtschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Grundfragen der englischen Volkswirtschaft

Monograph

Identifikator:
1043468137
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-69435
Document type:
Monograph
Title:
Grundfragen der englischen Volkswirtschaft
Place of publication:
München
Publisher:
Verlag von Duncker & Humblot
Year of publication:
1913
Scope:
155 Seiten
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
I. Das englische Agrarwesen. Von Dr. Rudolf Leonhard
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundfragen der englischen Volkswirtschaft
  • Title page
  • Contents
  • I. Das englische Agrarwesen. Von Dr. Rudolf Leonhard
  • II. Die englische Industrie. Von Dr. Theodor Vogelstein
  • III. Das englische Kreditwesen. Von Professor Dr. Edgar Jaffé
  • IV. Die Arbeiterfrage in England. Von Professor Dr. Edgar Jaffé
  • V. Die Organisation des britischen Weltreichs. Von Professor Dr. M. J. Bonn
  • V. Der moderne Imperialismus. Von Professor Dr. M. J. Bonn

Full text

8 
Dr. Rudolf Leonhard. 
zugeschnitten. Darin liegt ja überhaupt die Zukunft auch der konti 
nentalen europäischen Landwirtschaft, genau so wie die unserer 
Industrie, die schon längst zur Erzeugung von Qualitätswaren über 
gegangen ist. Gegenüber dem überseeischen Massenimport von 
Getreide, Schafwolle usw. kann die Zukunft der europäischen Land 
wirtschaft nur in der Weiterverarbeitung und der Herstellung von 
Qualitätsprodukten liegen, denn hier kann sie ihre natürliche Über 
legenheit in der Kapitals- und Arbeitsverwendung zur Geltung 
bringen. 
England hat bereits mit Erfolg diesen Weg eingeschlagen und 
namentlich auf dem Gebiete der Viehzucht sich einen lohnenden und 
dauernden Erwerbszweig in dem Export von Zuchtvieh zur Ver 
edlung der Pferde-, Rinder- und Schafherden in den Ver 
einigten Staaten, Argentinien, Australien und dem Kaplande ge 
schaffen. 
Daneben gewinnen bei der Kaufkraft des englischen Konsumenten 
wachsende Bedeutung die Nebenproduktionen, die der Großbetrieb 
früher verächtlich als trifles, Kleinigkeiten, abtat, die aber doch hohe 
Erträge abwerfen können und die eigentliche Domäne des Klein 
betriebes sind, wie z. B. die Erzeugung von Geflügel, Eier, Gemüse, 
Obst, Beeren usw. 
Nun wird häufig von fachmännisch-agrarischer Seite eingewendet, 
diese Nebengewerbe könnten doch alle zusammen nicht ernstlich ins 
Gewicht fallen gegenüber den ungeheueren Verlusten, die die eng 
lische Landwirtschaft durch den Fall der Getreidepreise erlitten habe. 
Man macht sich eben gar keine Vorstellung davon, welche Kaufkraft 
Ökonomisch vorgeschrittener Konsumenten wie die englischen, land 
wirtschaftlichen Qualitätsprodukten gegenüber entfalten können, und 
welche ungeheuren Summen jährlich für Dinge ins Ausland gehen, 
die ebensogut in England selbst könnten hergestellt werden. Ich 
will ausnahmsweise einige Daten einander gegenüberstellen, um zu 
zeigen, welchen Inlandsmarkt die englische Landwirtschaft sich noch 
erobern kann. 
England importiert bekanntlich den größten Teil seines Weizens 
und Weizenmehles, etwa den Bedarf von zehn Monaten im Jahre; 
für diesen Import hat es jährlich zu bezahlen 50 Mill. £ oder eine 
Milliarde Mark, gewiß eine ungeheure Summe.
	        

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Grundfragen Der Englischen Volkswirtschaft. Verlag von Duncker & Humblot, 1913.
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