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Grundfragen der englischen Volkswirtschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Grundfragen der englischen Volkswirtschaft

Monograph

Identifikator:
1043468137
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-69435
Document type:
Monograph
Title:
Grundfragen der englischen Volkswirtschaft
Place of publication:
München
Publisher:
Verlag von Duncker & Humblot
Year of publication:
1913
Scope:
155 Seiten
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
V. Der moderne Imperialismus. Von Professor Dr. M. J. Bonn
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundfragen der englischen Volkswirtschaft
  • Title page
  • Contents
  • I. Das englische Agrarwesen. Von Dr. Rudolf Leonhard
  • II. Die englische Industrie. Von Dr. Theodor Vogelstein
  • III. Das englische Kreditwesen. Von Professor Dr. Edgar Jaffé
  • IV. Die Arbeiterfrage in England. Von Professor Dr. Edgar Jaffé
  • V. Die Organisation des britischen Weltreichs. Von Professor Dr. M. J. Bonn
  • V. Der moderne Imperialismus. Von Professor Dr. M. J. Bonn

Full text

Der moderne Imperialismus. 
147 
erhalten will, die ihnen, wenn auch nicht ihren Herren, naturgemäß 
erscheint, sondern auch, weil man so die Widerstände gegen die 
europäische Herrschaft vermindert und mit Aufbietung geringer 
Machtmittel regieren kann. Daher hat man eine ähnliche Politik auch 
dann angewandt, wo es sich, wie z. B. in Südafrika, um weit tiefer 
stehende Völkerschichten handelte. In Basutoland besteht z. B. 
heute ein Gemeinwesen unter dem Schutze der britischen Regierung, 
in dem die Basuto unter ihren Häuptlingen nach Basutogewohnheiten 
leben können; in dem benachbarten Natal haben europäische Beamte 
das alte Eingeborenenrecht kodifiziert und die Bruchstücke längst 
zersplitterter Eingeborenenstämme künstlich zu neuen, nach diesem 
Recht lebenden Stämmen verschmolzen. 
Die Beibehaltung ihrer Lebensformen entspricht unzweifelhaft den 
augenblicklichen Neigungen und Interessen der Eingeborenen. Sie 
vermindert zeitweilig die Reibungsfläche, die eine Politik der «An 
gleichung» schaffen würde. Sie kann aber kaum als Erfüllung einer 
imperialistischen Mission betrachtet werden. Ein derartiger «Impe 
rialismus» gibt dem unterworfenen Volke Sicherheit und Ordnung. 
Er ermöglicht ihm aber nicht die Schaffung einer der europäischen 
Zivilisation gleichwertigen Organisation. Er bringt den Beherrschten 
nicht die Kultur der Herrscher; er sichert ihnen nur die eigenen 
Lebensformen, die er durch Einführung europäischer Regeln er 
starren macht. So hat z. B. die Kodifikation des eingeborenen Ehe 
rechts in Natal, das den Brautkauf durch Hingabe einer bestimmten 
Anzahl Rinder vorsieht, die eingeborene Sitte zur unumstößlichen Vor 
bedingung einer rechtmäßigen Ehe gemacht; das hat dann zu großen 
Schwierigkeiten geführt, als die Rinderpest den Viehstand vermin 
derte und dadurch den Wert des einzelnen Rindes erhöht hat. Daher 
ist auch diese Methode der Beherrschung der Eingeborenen nicht 
von Dauer gewesen. So wenig man das imperialistische Ideal ver 
wirklichen kann, dem Eingeborenen alle Segnungen der europäischen 
Zivilisation so zu vermitteln, daß er in allem wesentlichen zum 
Europäer wird, so unmöglich ist es, sie ihm so fernzuhalten, daß 
er dauernd Eingeborener bleiben müßte. Die Berührung mit den 
Europäern — sei es auch nur mit Beamten, Missionaren oder Kauf 
leuten — erweckt neue Bedürfnisse, und mit den neuen Bedürf 
nissen entsteht ein neuer, wirtschaftlicher Drang. Die europäische 
Ordnung und der dauernde Friede führen zur Bevölkerungszunahme. 
10*
	        

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Grundfragen Der Englischen Volkswirtschaft. Verlag von Duncker & Humblot, 1913.
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