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Grundfragen der englischen Volkswirtschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Grundfragen der englischen Volkswirtschaft

Monograph

Identifikator:
1043468137
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-69435
Document type:
Monograph
Title:
Grundfragen der englischen Volkswirtschaft
Place of publication:
München
Publisher:
Verlag von Duncker & Humblot
Year of publication:
1913
Scope:
155 Seiten
Digitisation:
2018
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
V. Die Organisation des britischen Weltreichs. Von Professor Dr. M. J. Bonn
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundfragen der englischen Volkswirtschaft
  • Title page
  • Contents
  • I. Das englische Agrarwesen. Von Dr. Rudolf Leonhard
  • II. Die englische Industrie. Von Dr. Theodor Vogelstein
  • III. Das englische Kreditwesen. Von Professor Dr. Edgar Jaffé
  • IV. Die Arbeiterfrage in England. Von Professor Dr. Edgar Jaffé
  • V. Die Organisation des britischen Weltreichs. Von Professor Dr. M. J. Bonn
  • V. Der moderne Imperialismus. Von Professor Dr. M. J. Bonn

Full text

Die Organisation des britischen Weltreichs. 
95 
hörige Schiff. Solange sie bei der Leitung der Reichspolitik nicht 
beteiligt ist, übernimmt sie damit eine Verpflichtung, der keine ent 
sprechende Berechtigung gegenübersteht. Dabei ist aber zu berück 
sichtigen, daß die Kolonien auch ohne solche Beisteuer die Folgen 
der englischen Politik tragen müßten. Auf der anderen Seite haben 
Australien und Kanada die Schaffung einer eigenen Flotte be 
schlossen, die ausdrücklich unter der Kontrolle ihrer Regierungen 
steht. Die Ausbildung der Offiziere und der Mannschaft erfolgt in 
der gleichen Weise wie bei der Reichsflotte, so daß ein Übergang 
zwischen den verschiedenen Flotten möglich ist. Beiden Flotten ist 
eine bestimmte Aktionssphäre in ihren heimischen Gewässern an 
gewiesen. Bestimmten, auf der Reichskonferenz von 1911 getrof 
fenen Abmachungen entsprechend, hat Australien die ihm über 
tragenen Schiffseinheiten größtenteils in England gebaut. Eine Bau 
summe von 3 750 000 £ und eine jährliche Ausgabe für Instand 
haltung von 750000 £ sind bewilligt worden. Die Bemannung der 
Flotte ist zu zwei Dritteln mit Australiern erfolgt. — Den gleichen 
Weg wollte Kanada 1909 betreten, nachdem es die noch 1907 aus 
gesprochene Absicht, seine Kräfte auf die innere Entwicklung zu be 
schränken, infolge des europäischen Rüstens aufgegeben hatte. Die 
Ergebnisse der Reichskonferenz von 1911, die Teilnahme kolonialer 
Minister an den Sitzungen des Ausschusses für Reichsverteidigung, 
vor allem aber der Verlauf der großen internationalen Krise aus 
Anlaß der Marokkofrage haben indes eine Änderung in der Stellung 
nahme Kanadas veranlaßt. Wollte man dem Mutterlande in kurzer 
Frist beistehen, so war die Schaffung einer in Kanada erbauten 
kanadischen Flotte nach Ansicht der neuen, 1911 ans Ruder ge 
langten konservativen Regierung nicht das geeignete Mittel. Der 
Bau der Schiffe ließe sich zwar schnell bewerkstelligen, die Aus 
bildung einer brauchbaren Mannschaft erfordere aber 4—12 Jahre, 
bei den höheren Offizieren noch längere Zeit. In einem Lande wie 
Kanada, das an chronischem Arbeitermangel leide, sei die An 
werbung von Mannschaft schwierig; überdies seien die Kosten des 
Schiffsbaus in Kanada infolge der gewaltigen, notwendigen Werft 
anlagen äußerst kostspielig. An Stelle der Schaffung einer eigenen 
Flotte ist daher zurzeit der Plan getreten, 35 Millionen $ zum Bau 
von drei kanadischen Dreadnoughts zu verwenden, die dem Mutter 
lande zur Verfügung gestellt werden sollen. Die Schiffe sollen in
	        

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Grundfragen Der Englischen Volkswirtschaft. Verlag von Duncker & Humblot, 1913.
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