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Wissenschaftliches Arbeiten

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Bibliographic data

fullscreen: Wissenschaftliches Arbeiten

Monograph

Identifikator:
1689851430
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-101704
Document type:
Monograph
Author:
Fonck, Leopold http://d-nb.info/gnd/116647019
Title:
Wissenschaftliches Arbeiten
Edition:
3. Aufl., Neudruck d. 2. Aufl., 7.-8. Tsd
Place of publication:
Innsbruck
Publisher:
Rauch
Year of publication:
1926
Scope:
XII, 396 Seiten
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erster Teil. Die Schule des wissenschaftlichen Arbeitens
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Wissenschaftliches Arbeiten
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. Die Schule des wissenschaftlichen Arbeitens
  • Zweiter Teil. Die Methode des wissenschaftlichen Arbeitens
  • Personenregister
  • Orts- und Sachregister

Full text

Eigenschaften M 
sich einbilden, mehr für die Sache getan zu haben. Dies tun aber 
törichterweise viele... Bei den Schriftstellern auf einem bestimmten 
wissenschaftlichen Gebiete muß man die Fehler, die sie auf anderen 
Gebieten machen, milder beurteilen, z. B. beim Theologen historische, 
beim Historiker metaphysische. Es ist genug, wenn er in seinem Fache 
tüchtig ist. Noch nachsichtiger beurteile man die sprachlichen Fehler“ usw. 
Johann Michael Sailer führt in seiner Schrift: „Praktische Logik 
für den Widerleger, alı den Verfasser der sogenannten Reflexion wider 
die Demonstratio catholica“ (München 1780), welche er zur Verteidigung 
seines Lehrers Benedikt Stattler gegen die anonymen Angriffe Wolfgang 
Fröhlichs veröffentlichte, die folgenden Regeln jeder gesunden Wider- 
legung auf: „Wenn du eine Schrift widerlegen willst, so fordert die 
Logik von dir, daß du 1. diese Schrift ganz verstehst; 2. in dieser 
Schrift Irrtümer entdeckt hast, Sätze, die der Wahrheit und nicht bloß 
deiner Meinung zuwider sind; daß du 3. diesen Irrtum für erheblich 
und einer Widerlegung wert finden kannst; 4. das Falsche und Un- 
richtige dieser Sätze ganz offenbar dartuest und 5. so dartuest, daß 
der Leser entscheiden kann, wer recht oder unrecht hat, und daß du 
endlich 6. deine Widerlegung nicht gegen die Person, sondern.gegen 
den Irrtum richtest. Diese Gesetze einer überlegten, sanften, brüder- 
lichen Widerlegung finden in der ganzen Welt als gangbare Münze 
ihren Kurs und sind von dem allgemeinen Menschenverstande dazu 
gestempelt“ (p. 4 bei &. Aichinger, J. M. Sailer [Freiburg 1865] p. 52). 
In derselben Schrift gibt er dem Gegner, mit dem er wie mit 
seinem Bruder redet, folgende auch heute noch praktische Mahnung: 
„Warum, lieber Bruder, untersuchst du nun Stattlers Gedanken von 
der Menschwerdung und von den Sakramenten, da du eine Wider- 
Jegung gegen sein Buch von der Kirche Jesu Christi schreibst? Stattler 
hat über die Menschwerdung ein ganzes, über die Sakramente wieder 
ein besonderes Buch geschrieben. Dort also müssen sein Urteile über 
diese Gegenstände aufgesucht werden, wo sie mit Absicht untersucht 
und beleuchtet sind. Und du lässest diese Denkmäler seiner scharf- 
sinnigsten Untersuchungen unberührt und schnitzelst seine Meinungen 
über diese Gegenstände aus einem Buche heraus, wo sie höchstens im 
Vorbeigehen, soviel es zur Hauptabsicht taugte, behandelt werden 
durften. Wenn du nun im dem Buche von der Kirche Jesu Christi 
nicht alles findest, was sich von der Ankunft Jesu Christi in der Welt, 
von den Wirkungen der Erbsünde und von der Kraft der Sakramente 
sagen lässt, so bläsest du mächtig ins Kriegshorn, ad arma, und 
schreist: Seht da den Mann, der in den wichtigsten Wahrheiten von 
der Lehre der Väter abweicht! Gerade als wenn ich aus Ciceros Reden 
gegen den Verres seine ganze Philosophie herausbringen, und was nicht 
darin steht, ihm als einen Unphilosophen zum Nachlesen aufdringen 
wollte. Würde nicht jeder lateinische Schulmeister in die Faust lachen 
Q
	        

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Wissenschaftliches Arbeiten. Rauch, 1926.
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