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Wirtschaft als Leben

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Bibliographic data

fullscreen: Wirtschaft als Leben

Monograph

Identifikator:
1689851430
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-101704
Document type:
Monograph
Author:
Fonck, Leopold http://d-nb.info/gnd/116647019
Title:
Wissenschaftliches Arbeiten
Edition:
3. Aufl., Neudruck d. 2. Aufl., 7.-8. Tsd
Place of publication:
Innsbruck
Publisher:
Rauch
Year of publication:
1926
Scope:
XII, 396 Seiten
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Wirtschaft als Leben
  • Title page
  • Contents
  • Der Wertgedanke ein verhülltes Dogma der Nationalölonomie
  • Die Herrschaft des Wortes
  • Die Grenzen der Geschichte 1903
  • Zur sozialwissenschaftlichen Begriffsbildung 1906-1909
  • Freiheit vom Worte. Über das Verhältnis einer Allwirtschaftslehre zur Soziologie 1923
  • Die Wirtschaftliche Dimension. Eine Abrechnung mit der sterbender Wertlehre 1923
  • Vom Wirtschaftsleben und seiner Theorie 1924
  • Index

Full text

220 
Die Herrschaft des Wortes' 
habe es angedeutet, wie sich der Mutterwitz dafür einsetzt, daß man 
der Wiederkehr und neben ihr zunächst der Macht gedenkt. In solcher 
Weise leiten sich auch die höheren Formeln aus dem persönlichen 
Gebaren her, das im Handeln rege ist. Sie selbst jedoch beziehen 
sich abermals nur auf unpersönliche Hergänge. Sie ent 
sprechen ja den Spielarten des zuständlich erfaßten Zusammenhangs 
im Handeln, der Gliederung. Ich weise noch darauf hin, wie 
äußerst verwickelt das Gebaren ist, das jenen Hergängen unterliegt. 
Dennoch schöpfen die Formeln, mit denen uns diese Hergänge er 
faßbar werden, gleichsam den Rahm ab. Sie bergen den leitenden 
Gedanken in sich, bei dem jene verwickelten Gebaren am letzten 
Ende scheiteln. So bewähren sich auch diese höheren Formeln zu 
gleich als Schlüssel und Wegweiser. 
Für ihre Fassung gilt es nicht minder, daß man sich aus dem 
Handeln gleichsam heraussteilen muß. Wie nun der Einzelne 
seine Lage mit dem Blick zugleich auf Wiederkehr und Macht erwägt, 
so lebt auch der nämliche Geist, die gleiche Regung des Mutterwitzes, 
in der Formel. Sie faßt aber den Hergang ins Auge, gleichviel, 
wer derlei Erwägung wirklich vornimmt. Der Hergang ist als solcher 
gemeint, der sich zwischen einer unbestimmten Vielheit von 
Handlungen abspielt. Handlungen, die in solcher Unbestimmtheit 
zuständlich erfaßbar sind, stellen sich dann schlechthin als ein Handeln 
dar; in dieser Art reden wir etwa von unserem „Essen“, oder von 
unserem „Arbeiten“. Wir zielen dabei auf eine unbestimmte Folge 
von Handlungen ab, die eine Wiederkehr begründen, weil der Zweck 
gehalt im Streben aller einzelnen Handlungen wiederkehrt; z. B. 
kommt es stets wieder darauf an, unseren Hunger zu stillen, unserem 
Geschmack zu fröhnen. Diese Reihe von Streben, deren Zweckgehalt 
wiederkehrt, fließt vor unserem rück- oder vorschauenden Blick zu 
Einem Streben zusammen, abermals zuständlich erfaßt; es sei hier 
von einem Dauerstreben gesprochen. Für diese Art zuständlich 
erfaßtes Streben sind uns eigene Ausdrücke verfügbar; wir reden etwa 
von der „Ernährung“, oder von der „Erholung“, oder der „Pflicht 
erfüllung“. Es ist klar, daß wir aus der Rückschau und Vor 
schau vor allem das Handeln ins Auge fassen, das solchen 
Dauerstreben antwortet. Auf etwas anderes könnte sich auch 
die Gliederung nicht beziehen; auch in jener Einheit nicht, die je 
einem Gebilde unterliegt. 
Anmerkung: Auch die Struktur der Gebilde bezieht sich stets auf 
diese Dauerstreben. Ihren Zweckgehalt machen wir uns als die ver
	        

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Wirtschaft Als Leben. Verlag von Gustav Fischer, 1925.
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