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Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

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Bibliographic data

fullscreen: Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

Monograph

Identifikator:
1690625112
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-103086
Document type:
Monograph
Title:
Amerikareise deutscher Gewerkschaftsführer
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verl.-Ges. des Allg. Dt. Gewerkschaftsbundes
Year of publication:
1926
Scope:
256 S., [1] Bl.
Ill., Kt., Graph. Darst.
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Kapitel. Aus dem sozialen Leben Amerikas
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)
  • Title page
  • Contents
  • A. Die Grundlagen
  • B. Die Menschen im Betrieb
  • C. Die Organisation
  • D. Die Wirtschaftlichkeit
  • Index

Full text

204 
Die Wirtschaftlichkeit. 
Kontrolle ist das Berichtswesen der Betriebe in Form von einzelnen Belegen und Quittungen, 
oder in Form der Berichterstattung von Unterbetrieben für eine bestimmte Zeitspanne auf 
festgelegten Formularen. Der Leitung des Betriebes dienen solche Berichte als selbständig 
anzeigende Kontrollmittel. 
Als wichtigste selbsttätige Kontrolle wird die sog. organisatorische Kontrolle 
angewandt. Sie wird vorwiegend erreicht durch eine Trennung des eigentlichen 
Arbeitsvollzugs in zwei oder mehrere Vollzugsstufen, welche sich gegenseitig der 
artig ergänzen, daß nur beide zusammen in der vorgesehenen Art, Güte, Reihen 
folge, Zeit usw. ein Ganzes ergeben. Es ist das System der gegenseitigen Kontrolle, 
das überall als organisatorische Grundregel anzutreffen ist. Insbesondere bei der 
Fertigung im technischen Betrieb und beim Rechnungswesen ist es zur höchsten 
Blüte entwickelt. 
Es ist dabei nicht unbedingt notwendig, daß die aufeinanderfolgenden Voll 
zugsstufen mit verschiedenen Personen besetzt sind, obwohl dies die Kontroll- 
fähigkeit und die Sicherheit erhöht. Allerdings ist auch dieses Kontrollmittel der 
selbsttätigen organisatorischen Kontrolle nicht völlig gegen Fehler gesichert, 
welche in den Kontrollpersonen selbst liegen. Aus diesem Grunde werden fast 
immer mechanische Hilfsmittel zur Anwendung gebracht, welche jedoch nur ver 
wendbar sind, sofern die zu kontrollierbare Arbeit oder das zu überwachende Ver 
halten meßbar wird; das ist besonders im technischen Betrieb und bei den rein 
äußerlichen Eigenschaften; Länge, Gewicht, Zeit usw. der Fall. Daher haben vor 
allem im technischen Betrieb die mechanischen Kontrollmittel eine hohe Vollen 
dung und vielseitige Verwendungsmöglichkeit erreicht; doch ist ihre Entwicklung 
von der einfachen Unterstützung der personellen Fähigkeiten über die selbsttätige 
Feststellung bestimmter Eigenschaften, die selbsttätige Anzeige von Fehlern, die 
selbsttätige Auslösung zur selbsttätigen Regelung gegangen (Kienzle). 
Alle diese automatischen Kontrollen sind jedoch nur als vorbereitende Kontroll- 
anordnungen zu betrachten; sie müssen hinsichtlich ihrer Durchführung über 
wacht und ihre Ergebnisse müssen ausgewertet werden. Wir hatten gesehen, daß 
die automatischen Kontrollen meist nur alarmierend wirkten; sie können lediglich 
Tatbestände aufzeigen. Auch die sog. selbsttätige Kontrolle reicht in den wenigsten 
Fällen aus; es müssen Personen vorhanden sein, die den Ursachen der fest 
gestellten Fehler nachgehen und Mittel und Wege für deren Abhilfe ausfindig 
machen. Weiter gibt es sehr viele zu kontrollierende Tatbestände und Vorgänge, 
die nicht durch die mechanische Hilfsmittel beobachtet und untersucht werden 
können. Erwähnt sei die Kontrolle der Ehrlichkeit, der Genauigkeit, der Farbe 
(eines Erzeugnisses) u. ä. Darum ist die Anwendung von persönlichen Kontroll 
organen (sei es zur ersten Fehlerfeststellung, zur Überwachung von mechanischen 
Kontrollmitteln, zur Auswertung der ersten Kontrollergebnisse oder zur Unter 
suchung der Fehler und zur Ausfindigmachung von Abhilfen) in der Gestalt von 
einzelnen Personen — Kontrolleuren — oder besonderen Kontroll- und Revisions 
abteilungen überall notwendig und üblich. Daher wird die laufende Kontrolle und 
Beobachtung der Arbeitsvorgänge innerhalb einzelner Abteilungen besonders von 
den Abteilungsleitern (oder Meistern) durchgeführt, wie überhaupt die Kontrolle 
immer — da sie eine Aufgabe sehr vertraulicher Art darstellt — im engsten 
Zusammenhang mit der obersten Betriebsführung steht. 
Die Bildung eigener Kontroll- und Revisionsabteilungen ist eine Frage der 
Betriebskosten und damit der Betriebsgröße, allerdings auch von der Art des 
Betriebs abhängig: verhältnismäßig hohe Kapitalbewegungen, wertvolle Waren 
bestände, hochwertige oder besonders empfindliche und verwickelte Erzeugnisse 
u. ä. bestimmen die Wichtigkeit der Kontrolle. Selbständige Kontroll- und Revi 
sionsabteilungen finden wir in der Regel nur in größerenUnternehmungen (Banken,
	        

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Der Wirtschaftsbetrieb Als Betrieb (Arbeit). Verlag von Julius Springer, 1936.
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