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Urzeit und Mittelalter (Abt. 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Urzeit und Mittelalter (Abt. 1)

Monograph

Identifikator:
832850500
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-69619
Document type:
Monograph
Title:
Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621
Place of publication:
Riga
Publisher:
Häcker
Year of publication:
1896
Scope:
1 Online-Ressource (XV, 758 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Deutsche Geschichte
  • Urzeit und Mittelalter (Abt. 1)
  • Title page
  • Contents
  • Fünftes Buch
  • Sechstes Buch
  • Siebentes Buch

Full text

Heinrich IV.; Königtum und Papfttum im Kampfe. 341 
glänzenden Tage in Goslar zu dem Versprechen, im Fall seines 
Todes seinen jungen Sohn Konrad zum König zu wählen. 
Man weiß, daß solche Eide unseren Königen zumeist dann ge— 
schworen wurden, wenn sie im Begriffe waren, sich dem für die 
Deutschen des Mittelalters mörderischen Klima Italiens aus— 
zusetzen. Heinrich hatte schon früher in die italienischen 
Wirren eingegriffen. Jetzt ging einer seiner Berater, Graf 
Eberhard, als königlicher Gewaltbote nach der Lombardei, 
erklärte die Anhänger der Pataria als Hochverräter an König 
und Reich und verlieh das Erzbistum Mailand dem königs— 
treuen Kaplan Tedald. Gleichzeitig fast besetzte der König 
einige Bischofssitze in Mittelitalien mit Deutschen, und was 
schlimmer war, er begann mit Robert Guiscard von Apulien 
und Calabrien Verhandlungen, die zunächst zu einer Ver— 
söhnung Roberts mit Richard von Capua führten, wie sie die 
Kurie in ihrem Interesse bisher stets verhindert hatte. 
Waren das die Anfänge der deutschen Politik in 
Italien: was würde geschehen, erschiene erst Heinrich selbst 
im Süden der Alpen? Für den Papst blieb nichts übrig 
als ein Bruch mit dem König vor diesem verhängnisvollen 
Augenblick, ein Bruch, der den Herrscher in Deutschland 
zurückhielt. 
Schon Alexander II. hatte gelegentlich über das frivole 
Leben am Hofe des jungen Heinrich geklagt, wohl nicht mit 
Unrecht; er hatte auch einige leichtsinnige Räte aus der Um— 
gebung des Königs gebannt. Doch hatte die Nichtbeachtung 
dieses Bannes durch Heinrich weder Alexander noch Gregor ab— 
gehalten, mit dem Könige weiter über die allgemeinen Fragen 
des Reichs und der Kirche zu verhandeln. Jetzt benutzte Gregor 
die Rückkehr einer königlichen Gesandtschaft nach Deutschland 
im Dezember 1075, um dem König in strengem und über— 
legenem Tone zu schreiben: er solle diese Räte alsbald ent— 
lassen; und als mündlichen Auftrag fügte er hinzu: er selbst 
lebe unsittlich; bekehre er sich nicht ernstlich, so müsse er ihn 
aus der Gemeinschaft der Gläubigen stoßen. Auch von der 
möglichen Absetzung des Königs wurde gesprochen. Und das
	        

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Das Zolltarifgesetz Der Vereinigten Staaten von 1913. Verlag von Leonhard Simion Nf., 1914.
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