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Die politische Ökonomie des Rentners

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Bibliographic data

fullscreen: Die politische Ökonomie des Rentners

Monograph

Identifikator:
1727871073
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-105553
Document type:
Monograph
Author:
Bucharin, Nikolaj Ivanovič http://d-nb.info/gnd/118516574
Title:
Die politische Ökonomie des Rentners
Place of publication:
Wien
Publisher:
Verl. für Literatur und Politik
Year of publication:
1926
Scope:
[2] Bl., 194 S.
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
V. Kapitel. Die Profittheorie (Fortsetzung)
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die politische Ökonomie des Rentners
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Die bürgerliche Nationalökonomie nach Marx
  • I. Kapitel. Die methodologischen Grundlagen der Grenznutzentheorie und des Marxismus
  • II. Kapitel. Die Werttheorie
  • III. Kapitel. Die Werttheorie (Fortsetzung)
  • IV. Kapitel. Die Profittheorie
  • V. Kapitel. Die Profittheorie (Fortsetzung)
  • Schluss
  • Index

Full text

164 Die Profittheorie (Fortsetzung) 
kapitalistische Gesellschaft typischer Fall kann nicht für die 
Erklärung des „arbeitslosen Einkommens‘ herangezogen werden, 
da dieser Fall letzteres selbst voraussetzt. Andererseits kann auch 
in anderer Weise bewiesen werden, daß die Ueberlegenheit des 
Wertes der gegenwärtigen Güter die Profitentstehung nicht erklä- 
ren kann. Wir sahen, daß bei der Untersuchung des „dritten 
Grundes‘ Böhm-Bawerk als Hauptargument für die VUeber- 
schätzung der gegenwärtigen Güter und der Erklärung des 
Profitphänomens die Tatsache anführte, daß die gegen- 
wärtigen Güter die Anwendung von produktiven Methoden er- 
möglichen. Angenommen für einen Augenblick, dieser Vorzug 
der gegenwärtigen Güter besteht zu Recht. Gesetzt ferner den Fall, 
daß der Kapitalist über kein Bargeld verfügt, sondern vielmehr, 
um die längeren Produktionsprozesse zu erzielen, sich Geld gegen 
Zinsen verschaffen muß. Es ist klar, daß sein Profit nicht 
durch die Ueberlegenheit der gegenwärtigen Summe über die zu- 
künftige erklärt werden kann. Und so zeigt sich auch der „dritte 
Grund“ als unzutreffend. 
Wir prüften von verschiedenen Seiten aus das Hauptargument 
Böhm-Bawerks, und alle Wege führten zum selben Ergebnis: Die- 
ses Argument fußt auf gänzlich scholastischen, an den Haaren 
herbeigezogenen Voraussetzungen, die entweder im Widerspruch 
zur Wirklichkeit stehen (die Wertschätzung des Arbeiters und des 
Kapitalisten) oder an innerem Widerspruch leiden (so der „dritte 
Grund‘, der quasi von den ersten zwei abhängig ist, die Wert- 
definition der Genußgüter durch den Wert der Produktivgüter 
und umgekehrt usw.). In seinem Bestreben, den Profit auf die 
Verschiedenartigkeit der Technik in verschiedenen Betrieben zu- 
rückzuführen (längere, kürzere Produktionswege) ist offensicht- 
lich der Wunsch verborgen, die allgemeinen Gründe des 
Profits zu verschleiern, die sich aus der Klassenlage der 
Bourgeoisie ergeben, — des Profits, dessen Entstehung durch die 
Anwendung einer eigenartigen Terminologie und einer schola- 
stisch spitzfindigen Art der Argumentation nicht erklärt, sondern 
vielmehr verhüllt wird. 
3. „DER SUBSISTENZFONDS 
Die Nachfrage nach gegenwärtigen Gütern und ihr Angebot 
Die Entstehung des Profits 
Wir haben nun die Frage zu untersuchen, was denn nun die 
„gegenwärtigen Güter‘ eigentlich sind, deren Umtausch gegen zu- 
künftige Güter — die Arbeit — die Ursache für die Bildung des
	        

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Die Politische Ökonomie Des Rentners. Verl. für Literatur und Politik, 1926.
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