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Die Entwicklung der Weißgerberei

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Bibliographic data

Full text: Die Entwicklung der Weißgerberei

Monograph

Identifikator:
1732429189
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-107088
Document type:
Monograph
Author:
Kalveram, Wilhelm http://d-nb.info/gnd/116035447
Title:
Bankbuchhaltung
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Gloeckner
Year of publication:
1926
Scope:
VIII, 196 Seiten
graph. Darst.
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
B. Die Buchhaltung in den Betriebsabteilungen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Entwicklung der Weißgerberei
  • Title page
  • Contents
  • 1.Teil. Die Rohstoffe
  • 2.Teil. Die Produktionsprinzipien
  • 3.Teil. Die ökonomische Gestaltung der Weißgerberei
  • 4.Teil. Die topographischen und hygienischen Verhältnisse der Weißgerberei
  • 5.Teil. Der Markt

Full text

44 
heimische Gefälle Z. Schwieriger gestaltet sich die Trocknung bei 
schweren Fellen, und die alten Gerbermeister wissen davon zu erzählen, 
wie anhaltende Gewitterstimmung oder heiße Tage zur Schlachtzeit 
ihnen billige Häute in die Werkstatt brachten, weil eben eine abwartende 
Haltung der Metzger und Händler das Hautmaterial wegen drohender 
Fäulnis gefährdete. Nach größeren Lieferungen der Aufkäufer, welche 
mit schwer beladenen Wagen aus der Nähe und aus größerer Ferne 
angefahren kamen, wurde Pulver „aufgeblitzt", um den Geruch der in 
erste Fäulnis eintretenden Häute zu vertreiben. Die gesamte Rohware, 
also auch die schwersten Häute, welche in die Gerbereien eingeführt oder 
durch Händler und Fleischer angesammelt wurden, wurde auf Stangen 
getrocknet. Dazu waren große Bodenräume notwendig, eine Vor 
bedingung, welche nur Häutehändler in eigenen geräumigen Grund 
stücken erfüllen konnten^). Immerhin ist Lufttrocknung zur Konser 
vierung auch hier nicht selten, schon im 17. Jahrh, bezog man ge 
trocknete Damhirschfelle aus Nordamerikas, und die Ochsenhäute aus 
Buenos Ayres kamen, wie im Anfange des 19. Jahrh/), so auch später 
noch°), häuptsächlich aus Pampas, Llanos und anderen Teilen Süd 
amerikas getrocknet nach Europa. Das alles beweist, daß bloße Trocknung 
eine Aufbewahrung der rohen Häutematerialien ermöglicht, und daß es 
nicht angängig ist, die Notwendigkeit der Verarbeitung der frischen 
Häute in Zusammenhang zu bringen mit der Unmöglichkeit der Stör 
arbeit, wie dies Dunker zu tun scheint"); denn ganz abgesehen von der 
Konservierung durch Trocknen ist auch eine antiseptische Konservierungs 
methode schon lange bekannt, nämlich die Methode des Einsalzens. 
Ursprünglich wurden die Felle und Häute trocken gesalzen, d. h. 
sie wurden vor dem Trocknen mit Salz eingerieben, und auch das Ein 
reiben mit Soda vor dem Trocknen war schon zu Anfang des 17. Jahrh, 
bekannt'); immerhin waren das ziemlich kostspielige Konservierungs 
methoden, weil das gewöhnliche Speisesalz ziemlich hoch im Preise 
stand. Bedenkt man, daß die ganze Organisation des heutigen inländi 
schen Häutehandels erst durch die Salzung ermöglicht wurde, so sieht 
man, in welch weitsichtiger Weise der Colbertismus vorgearbeitet hatte, 
unter welchem im Jahre 1673 zwischen den Fleischern zu Paris und 
den Generalpächteru, welche am Salzschanke teil hatten, ein Vergleich 
getroffen wurde, welcher durch einen öffentlichen Befehl autorisiert und 
am 16. Oktober 1673 im Steuerkammerbericht registriert wurde; da 
nach sollte den Fleischern das Salz, welches beim Stockfischfange ge 
Jörissen 1909, S. 52. 2 3 4 ) Schuh und Leder 1908, Nr. 10, S. 58. 
3 ) Schauplatz 1775, Bd. IV, S. 120. 
4 ) Hermbstädt 1807, Bd. II, S. 175, 191. 5 ) Heinzerling 1882, S. 16. 
°) Dunker 1903, S. 116. Schauplatz 1766, Bd. V, S. 325.
	        

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Die Arbeiterfrage in Der Südrussischen Landwirtschaft. Ernst Reinhardt, Verlagsbuchhandlung, 1908.
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