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Theoretische Sozialökonomie

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Bibliographic data

fullscreen: Theoretische Sozialökonomie

Monograph

Identifikator:
1741838835
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-116716
Document type:
Monograph
Author:
Cassel, Gustav http://d-nb.info/gnd/118519492
Title:
Theoretische Sozialökonomie
Edition:
4., verb. und wesentl. erw. Aufl.
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Deichert
Year of publication:
1927
Scope:
XIII, 649 S.
graph. Darst.
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Erstes Buch. Allgemeiner Überblick über die Volkswirtschaft
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Theoretische Sozialökonomie
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Buch. Allgemeiner Überblick über die Volkswirtschaft
  • Zweites Buch. Die Preisbildung der Produktionsfaktoren
  • Drittes Buch. Das Geld
  • Viertes Buch. Theorie der Konjunkturbewegungen
  • Fünftes Buch. Der internationale Handel

Full text

Kap. I. Die Wirtschaft im allgemeinen. 
Bedürfnisbefriedigung für den Augenblick zu gewinnen. Dafür muß 
dann die Bedürfnisbefriedigung im späteren Teil der Periode um so 
kärglicher werden. Das wirtschaftliche Streben geht hier darauf hinaus, 
die Bedürfnisse gleich vom Anfang an so zu beschränken, daß die zur 
Verfügung ‘stehenden Mittel für die ganze Periode ausreichen. Dieses 
Streben wird auch als ein „Wirtschaften‘‘ mit den Mitteln bezeichnet. 
So muß die Ernte der geschlossenen Bauernwirtschaft, nachdem eine 
gewisse Menge für die Aussaat abgezogen ist, für den Verbrauch eines 
ganzen Jahres hinreichen und also, wenn sie knapp ist, einigermaßen 
gleichförmig auf das Jahr verteilt werden. Dies ist ein Akt des Wirt- 
schaftens, der unter Umständen den Charakter des Wirtschaftenden auf 
sehr harte Proben stellen könn. Ähnliches gilt unter modernen Ver- 
hältnissen für den Arbeiter oder Beamten, dessen Lohn für bestimmte 
Perioden ausgezahlt wird: der Lohn muß für die Lohnperiode hin- 
reichen, die Ausgaben müssen demnach auf die Periode verteilt und 
die Bedürfnisse entsprechend beschränkt werden. 
Betrachtet man eine Wirtschaft in ihrem Ganzen, so wird sie immer 
Mittel zur Bedürfnisbefriedigung besitzen, die für sehr verschiedene 
Zwecke verwendet werden können. Mit den zur Verfügung stehenden 
Mitteln können also verschiedene Bedürfnisse je nach Wunsch in ver- 
schiedenem Grade befriedigt werden, und es wird eine gewisse Auswahl 
der Zwecke, für welche die zur Verfügung stehenden Mittel verwendet 
werden sollen, getroffen werden müssen, mit anderen Worten, es muß 
diejenige Anwendung der Mittel, die wir als die „wirtschaftlich beste‘‘ 
oder „wirtschaftlichste‘‘ bezeichnen können, angestrebt werden. Das 
wirtschaftliche Streben wird dann auf Herstellung einer gewissen Gleich- 
mäßigkeit der Versorgung der verschiedenen Bedürfnisse hinausgehen, 
wobei auch die verschiedenen Bedürfnisse gewissermaßen gleichmäßig 
beschränkt werden müssen. 
Es soll also weder ein weniger wichtiges Bedürfnis vor einem wich- 
tigeren befriedigt, noch ein an sich wichtiges Bedürfnis so ausschließ- 
lich berücksichtigt werden, daß andere Bedürfnisse dafür ganz Ver- 
nachlässigt werden. Eine gewisse, wenn auch sehr allgemeine und 
vielleicht unbewußte Klassifizierung der Bedürfnisse nach ihrer Wich- 
tigkeit gehört also mit zu einer wirklichen Wirtschaft. Bei dieser 
Klassifizierung werden verschiedene Befriedigungsgrade einer und der- 
selben Bedürfnisart als verschiedene Bedürfnisse aufgefaßt und an ver- 
schiedenen Plätzen in die Rangordnung der Bedürfnisse eingestellt. In 
einer geschlossenen Bauernwirtschaft kann z. B. die Beschaffung von 
mehr Lebensmitteln für den Augenblick das wichtigste Ziel der Wirt- 
schaft sein. Nachdem aber dies bis zu einem gewissen Grade gelungen 
ist, können andere Wünsche, z. B. Aufbesserung des Wohnhauses, Be- 
schaffung von neuen Kleidern usw. als die augenblicklich wichtigsten 
hervortreten. Sind auch diese Wünsche verwirklicht, kann sich das
	        

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Theoretische Sozialökonomie. Deichert, 1927.
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