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Theoretische Sozialökonomie

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Bibliographic data

fullscreen: Theoretische Sozialökonomie

Monograph

Identifikator:
1741838835
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-116716
Document type:
Monograph
Author:
Cassel, Gustav http://d-nb.info/gnd/118519492
Title:
Theoretische Sozialökonomie
Edition:
4., verb. und wesentl. erw. Aufl.
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Deichert
Year of publication:
1927
Scope:
XIII, 649 S.
graph. Darst.
Digitisation:
2020
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweites Buch. Die Preisbildung der Produktionsfaktoren
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Theoretische Sozialökonomie
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Buch. Allgemeiner Überblick über die Volkswirtschaft
  • Zweites Buch. Die Preisbildung der Produktionsfaktoren
  • Drittes Buch. Das Geld
  • Viertes Buch. Theorie der Konjunkturbewegungen
  • Fünftes Buch. Der internationale Handel

Full text

$ 24. Die Nachfrage nach Kapitaldisposition. x 
immer sozusagen ein Fonds von latenten Möglichkeiten nützlicher Ver- 
wendungen von Kapitaklisposition zwecks Ausnutzung dauerhafter 
Güter vorhanden, Sobald der Zinsfuß ein wenig herabgesetzt wird, wird 
ein gewisser Teil dieses Fonds freigestellt, die betreffenden Möglich- 
keiten werden verwirklicht. Jede weitere Senkung des Zinsfußes in 
demselben Betrag macht eine immer größere Menge von lohnenden 
Kapitalverwendungen frei. Schon ein kleines Sinken des Zinsfußes ge- 
nügt meistens, um Möglichkeiten zu lohnender Verwendung dauerhafter 
Güter in solchem Umfang freizustellen, daß die daraus erwachsenden 
Ansprüche auf Kapitaldisposition das Angebot vollständig erschöpfen 
und folglich keine weitere Senkung des Zinsfußes erlauben. Ein weiteres 
Sinken des Zinsfußes müßte auf noch kräftigere Gegenwirkung stoßen, 
Dem genannten Fonds von möglichen Kapitalanwendungen werden 
immer wieder durch Erfindungen, Aufschließung neuer Länder, Volks- 
vermehrung usw. neue Möglichkeiten zugeführt. Der Fonds ist also 
dank dem Fortschritt im allgemeinsten Sinne des Wortes praktisch 
unerschöpflich. 
Der Zinsfuß stellt sich bekanntlich keineswegs gleichmäßig in den 
verschiedenen Teilen der Welt. In den alten, politisch und wirtschaftlich 
wohlgeordneten Ländern Europas ist der Zinsfuß relativ niedrig, in 
Ländern mit zweifelhafter politischer Festigkeit, von denen der nahe 
und der ferne Osten gute Beispiele liefern, oder in Kolonialländern, wo die 
wirtschaftliche Unsicherheit noch abschreckend wirkt, ist das Kapital 
oft überhaupt nicht und jedenfalls nur unter sehr erschwerten Be- 
dingungen, also zu einem hohen Zinsfuß zu erhalten. Wo das letztere 
zutrifft, ist natürlich eine ungleich größere Menge von Möglichkeiten 
zu lohnender Verwendung dauerhafter Güter ausgeschlossen, die Nach- 
frage nach Kapitaldisposition ist außerordentlich zusammengepreßt. 
Jede Senkung des Zinsfußes in solchen Ländern wird deshalb eine sehr 
bedeutende neue Nachfrage nach Kapitaldisposition hervorrufen. Nun 
findet aber mit dem Fortschritt der Zivilisation eine allmähliche Aus- 
gleichung der scharfen Verschiedenheiten des Kapitalmarktes in den 
verschiedenen Ländern statt. Auffallend stark ist diese Bewegung eben 
in unserem Jahrhundert gewesen. Jede Senkung des Zinsfußes auf den 
auswärtigen Märkten bedeutet aber eine so stark gesteigerte Nach- 
frage nach Kapitaldisposition, daß der europäische Kapitalmarkt die 
Wirkung davon spüren muß. Die Folge hat sich gezeigt in einer deut- 
lichen Verschärfung der europäischen Zinssätze, worunter besonders 
die früher bestgestellten Geldnehmer, die alten Staaten Europas, zu 
leiden hatten. Dem Druck solcher Verhältnisse ist der große Rückgang 
der Kurse der europäischen Staatsanleihen in unserem Jahrhundert 
sicher zu einem wesentlichen Teile zuzuschreiben. Dies ist wohl der beste 
Beleg für den enormen Umfang der unbefriedigten und noch zu be- 
friedigenden Nachfrage nach Kapitaldisposition seitens der weiten 
200
	        

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Theoretische Sozialökonomie. Deichert, 1927.
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