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Finanzwissenschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Finanzwissenschaft

Monograph

Identifikator:
1746729937
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-119900
Document type:
Monograph
Author:
Földes, Béla http://d-nb.info/gnd/119338211
Title:
Finanzwissenschaft
Edition:
2., neubearbeitete Auflage
Place of publication:
Jena
Publisher:
G. Fischer
Year of publication:
1927
Scope:
XIV, 683 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Drittes Buch. Die Staatsausgaben
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Finanzwissenschaft
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Buch. Einleitende Lehren
  • Zweites Buch. Die verfassungsmäßige Ordnung des Staatshaushaltes und das Budget
  • Drittes Buch. Die Staatsausgaben
  • Viertes Buch. Die Staatseinnahmen
  • Fünftes Buch. Der Staatskredit
  • Sechstes Buch. Die Verwaltung des Staatshaushaltes
  • Namenverzeichnis

Full text

Ha 3. Buch. Die Staatsausgaben. 
Staat war nicht in der Lage die Beamten entsprechend zu ent- 
lohnen. Hierzu kamen noch verschiedene erschwerende Zu- 
stände, so während des Krieges und der Revolution die Vermeh- 
rung des Beamtenpersonals, die Vermehrung namentlich der höheren 
Posten und die Anstellung junger unqualifizierter Kräfte. Dies 
aber führte dann zu dem Abbau. In Ungarn belastete noch das 
Budget die große Zahl der Flüchtlinge aus den entrissenen Ge- 
bieten, zum großen Teil den liberalen Berufen angehörig, da es 
bisher trotz Anrufung des Völkerbundes nicht gelang, die Nachfolge- 
staaten zur Entlohnung dieser Flüchtlinge, deren Zahl beiläufig 
300000 ist, zu verhalten. Die schwierige Lage des Staates bietet 
dem Beamtenstand nur ungünstige Aussichten. In Ungarn erhalten 
die aktiven Beamten beiläufig 60 Prozent, die in Ruhestand Ver- 
setzten 40 Prozent ihrer Friedensbezüge, was zur Genüge Einsicht 
gestattet in die Lage dieser Gesellschaftsschicht. Die schwierige 
Lage des Beamtenstandes hat in mehreren Staaten (Deutsch- 
Österreich, Frankreich usw.) zu Beamtenstreiks geführt, viele Be- 
amte haben sich der sozialdemokratischen Partei angeschlossen, 
Familientragödien, Selbstmorde sind häufige Erscheinungen und nur 
wenige haben durch den Übergang in die Privatwirtschaft ihr Los 
verbessern können. Die gerechte Unzufriedenheit des Beamten- 
standes und die Unzulänglichkeit des Staatsschatzes stehen sich 
unvermittelt gegenüber. Nach dem Budget für 1926/27 entfallen 
in Ungarn — trotz bedeutender Reduzierungen im Sinne der Sa- 
nierungsvorschriften — vom Staatsbudget (ohne Betriebe) 51,61 
Prozent auf Personalbezüge. Nur eine Umgestaltung der Verwal- 
tung und Einschränkung des Bureaukratismus einerseits, eine Zu- 
nahme der Staatseinnahmen und Streichung überflüssiger Ausgaben 
andererseits können dahin führen, daß die gerechten Ansprüche 
der aktiven und pensionierten Staatsdiener ohne Überlastung des 
Fiskus befriedigt werden. 
XIL Abschnitt. 
Ausgaben für Heer und Flotte. 
1. Adam Smith. Adam Smith beginnt seine Betrach- 
tungen über den Staatshaushalt mit der Untersuchung über die 
„Kosten der Landesverteidigung“. „Die erste Pflicht des Souveräns 
ist — sagt er — der Schutz der Gesellschaft gegen die Gewalt- 
tätigkeit und Invasion anderer unabhängiger Gesellschaften.“ Dies 
30
	        

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Finanzwissenschaft. G. Fischer, 1927.
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