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Finanzwissenschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Finanzwissenschaft

Monograph

Identifikator:
1746729937
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-119900
Document type:
Monograph
Author:
Földes, Béla http://d-nb.info/gnd/119338211
Title:
Finanzwissenschaft
Edition:
2., neubearbeitete Auflage
Place of publication:
Jena
Publisher:
G. Fischer
Year of publication:
1927
Scope:
XIV, 683 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Viertes Buch. Die Staatseinnahmen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Finanzwissenschaft
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Buch. Einleitende Lehren
  • Zweites Buch. Die verfassungsmäßige Ordnung des Staatshaushaltes und das Budget
  • Drittes Buch. Die Staatsausgaben
  • Viertes Buch. Die Staatseinnahmen
  • Fünftes Buch. Der Staatskredit
  • Sechstes Buch. Die Verwaltung des Staatshaushaltes
  • Namenverzeichnis

Full text

415 4. Buch. V. Teil. Die Steuern. 
befreit. Bis zum Weltkriege kamen bei Einkommen unter 
400 Pfund Sterling 160 Pfund (was aber bei jenen Steuern, 
die nicht auf Bekenntnissen beruhen, wegfällt), bis 700 Pfund 
werden die Einkommen (seit 1898, vordem 600 Pfund) mit einem 
mäßigeren Steuerfuß erfaßt. Mit der Finanzakte vom Jahre 1925/26 
wurde das steuerfreie Existenzminimum mit 250 Pfund festgesetzt. 
In der vierten und fünften Gruppe werden Lebensversicherungs- 
prämien abgezogen, doch dürfen sie nicht mehr als ein Sechstel 
des Einkommens betragen. Das Einkommen aus Arbeit wird 
mäßiger besteuert, als das aus Vermögen, wenn das Einkommen 
2000 Pfund Sterling nicht übersteigt). KEinige Begünstigung ge- 
nießen Eheleute, insofern als bei Einkommen, die 500 Pfund Ster- 
ling nicht übersteigen, das Einkommen der Frau nicht mit dem 
des Mannes kumulativ besteuert wird. Nach der Finanzakte von 
1915 werden bei allen Einkommen, die den Betrag von 500 Pfund 
Sterling nicht übersteigen, für jedes Kind unter 16 Jahren 25 Pfund 
Sterling abgezogen. Den Charakter der Einkommenssteuer bekundet 
der Umstand, daß die aus verschiedenen Quellen fließenden Ein- 
kommen zusammengefaßt werden können, andererseits mindert den 
Einkommenssteuercharakter, daß in einzelnen Klassen nicht so sehr 
das Einkommen, als der Ertrag besteuert wird, ja nicht einmal der 
Reinertrag, sondern der Rohertrag, von dem einige Kostensätze ın 
Abzug gebracht werden können. Die Verschiedenheit in der An- 
rechnung der Kosten verursacht eine Ungleichheit zwischen den 
einzelnen Klassen bzw. den verschiedenen Einkommensarten. In 
England war man sich der Unvollkommenheit der EKinkommenssteuer 
stets bewußt, da man dieselbe aber lange Zeit für eine interimistische 
Einrichtung betrachtete, befaßte man sich wenig mit deren Reform 
und wie wir oben sahen, hatte dieselbe Feinde unter den her- 
vorragendsten englischen Staatsmännern. Ja, wie berichtet wird, 
als man zur Reform der Einkommenssteuer eine Kommission ein- 
setzte, hatte dieselbe lange nur ein Mitglied, da es nicht gelang, 
z ') Stamp (a. a. O. S. 179) mißbilligt die Unterscheidung von arbeitslosem 
und erarbeitetem, verdientem und unverdientem Einkommen, denn er sagt, 
es gibt ebensoviele unwürdige verdiente, als unverdiente Einkommen (earned, 
unearned, income). Dann ist auch zwischen den arbeitslosen Einkommen zu 
unterscheiden: Ein Rentner, der sein ganzes Leben lang gespart hat, um sich 
im Alter eine Rente zu sichern, ist zu unterscheiden von einem Rentner, der 
seine Rente einer glücklichen Erbschaft zu verdanken hat. Stamps Werk ist 
im Jahre 1923 erschienen, seitdem ist in der englischen Einkommenssteuer mit 
dem Budget für das Jahr 1925/26 eine Verfügung geschehen, dergemäß über 
65 Jahre alte Personen, deren Einkommen 500 £ nicht übersteigt, mag das 
Einkommen auch gänzlich aus Kapitalsanlagen herrühren, bedeutende Erleich- 
terungen genießen (siehe Inhülsen, Die englischen Finanzvoranschläge für das 
Jahr 1925,26. in Finanzarchiv 1925. II. Bd., S. 137). 
as
	        

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Finanzwissenschaft. G. Fischer, 1927.
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