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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

fullscreen: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
1751319059
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-129553
Document type:
Monograph
Title:
Répertoire des administrateurs & commissaires de société, des banques, banquiers et agents de change de France et de Belgique
Place of publication:
Paris [u.a.]
Year of publication:
[1926]
Scope:
1316 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Répertoire des administrateurs, commissaires, liquidateurs, curateurs, etc., de sociétés
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Sachregister

Full text

Kapitel II. Adam Smith. 
95 
frei, die ausgeführt werden kann, und gestatten so die Erwerbung 
von Arbeitsinstrumenten, die ihrerseits wieder ein Anwachsen des 
wirklichen. Nettoeinkommens eines Landes ermöglichen. Der Ver 
gleich, durch den Smith diesen Vorteil erklärt, ist berühmt. „Das 
Gold- und Silbergeld, welches in einem Lande umläuft, kann sehr 
wohl mit einer Landstraße verglichen werden, die, während sie alles 
Korn und alle Futterkräuter des Landes im Umlauf und auf den 
Markt bringt, selbst doch gar keinen solchen Stoff produziert. Indem 
nun kluge Bankoperationen eine Art von Fuhrweg durch die Luft 
schaffen, wenn ich eine so kühne Metapher gebrauchen darf, setzen 
sie das Land in den Stand, gleichsam einen großen Teil seiner Land 
straßen in gute Weide- und Kornfelder zu verwandeln und dadurch 
das jährliche Produkt des Bodens und der Arbeit beträchtlich zu 
vermehren“ 1 ). 
Hieraus ergibt sich, daß jede Politik, die sich (wie es der Mer 
kantilismus tat) vernimmt, mittelbar oder unmittelbar die Geldmenge 
eines Landes zu vergrößern, verkehrt ist, da das Geld nicht nur nicht 
unentbehrlich, sondern im Gegenteil lästig ist. 
Und zwar ist diese Politik nicht nur verkehrt, sondern auch 
nutzlos. Denn: haben wir nicht gesehen, daß das Geld eine Ware 
vorstellt, die bestimmt ist, den Umlauf zu erleichtern, und für die 
natürlich für diesen Zweck eine bestimmte Nachfrage vorhanden ist? 
Das Angebot einer Ware paßt sich nun von selbst ihrer Nachfrage 
an. Niemand gibt sich damit ab, die Versorgung eines Volkes mit 
Wein oder Ton waren sicher zu stellen 2 3 ). Warum sollte man sich 
um das Geld mehr Sorgen machen? Wenn die Menge der Güter ab 
nimmt, so verlangsamt sich der Güteraustausch, und ein Teil des 
Geldes wird überflüssig. Aber „das Interesse jedes Geldbesitzers fordert, 
daß er es anlege 2 )“. Daher wird es ausgeführt, um im Auslande 
Verbrauchsgegenstände oder Arbeitsinstrumente zu erwerben. Um 
gekehrt zieht der wachsende Wohlstand eines Landes mit Notwendig 
keit die Edelmetalle an, weil der sich vergrößernde Güteraustausch 
größere Barmittel verlangt. Dieser Export und Import von Bargeld 
geschieht auf Grund des Steigens und Fallens des Geldwertes, wie 
Hume schon nachgewiesen hatte 4 ). 
Das, was vom Metallgeld gilt, gilt auch für jene besondere Art 
des Geldes, die Banknoten. Smith hat eine klassische Beschreibung 
‘) V ö 1 k e r e i c h t u m I, S. 188, B. II, Kap. II. 
2 ) Yölkerreichtum II, 8. 4 und 6, B. IV, Kap. I. 
3 ) Yölkerreiehtum I, 8. 200, B. II, Kap. III. 
4 ) Die Darlegung der „quantitativen Theorie“ des Geldes, wie sie Hume in seinen 
beiden Aufsätzen über „das Geld“ und in der „Handelsbilanz“ gibt, ist sogar viel 
einfacher und klarer als die von Smith.
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1913.
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