Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Wirtschaftspolitische Tagesfragen

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Wirtschaftspolitische Tagesfragen

Monograph

Identifikator:
1756296928
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-133687
Document type:
Monograph
Title:
Wirtschaftspolitische Tagesfragen
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Selbstverlag des Reichsverbandes der Deutschen Industrie
Year of publication:
1928
Scope:
39 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Dr. August Weber : Welche Bedeutung hat die deutsche Landwirtschaft innerhalb unserer deutschen Wirtschaft ?
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Wirtschaftspolitische Tagesfragen
  • Title page
  • Contents
  • Professor Dr. Ernst Schultze, Leipzig, Direktor des Weltwirtschafts-Instituts der Handelshochschule Leipzig : Die Möglichkeit wirtschaftspolitischer Prophezeiungen
  • Dr. August Weber : Welche Bedeutung hat die deutsche Landwirtschaft innerhalb unserer deutschen Wirtschaft ?
  • Dr. Trendelenburg, Staatssekretär im Reichswirtschaftsministerium : Die Wirtschaftsarbeiten des Völkerbundes seit der Weltwirtschaftskonferenz

Full text

Dingen im Jahre rund gerechnet anderthalb 
Milliarden Mark. 
Ich möchte hier etwas einschalten. Bei 
der Ergänzung dieses Inventars zeigt sich 
das Fehlen einer guten Typisierung in der 
Landwirtschaft. Wir haben in der Land: 
wirtschaft, kann man ruhig sagen, wahr- 
scheinlich tausend verschiedene Typen von 
Feldwagen, über 300 verschiedene Typen 
von Pflügen usw. Jeder Ersatzteil auf 
diesem Gebiete kann nicht aus irgendeinem 
Depot oder einem Lager ohne weiteres er; 
gänzt werden, sondern muß — und das ist 
der große Rückstand in der Landwirtschaft 
— ergänzt werden durch den Schmied und 
Stellmacher immer zu Zeiten, wenn diese 
Handwerker durch andere Dinge noch über- 
setzter sind als gewöhnlich. 
Der Verbrauch der Landwirtschaft an 
Landmaschinen im Jahre 1926/27 betrug ins- 
gesamt 350 Millionen Mark. Im gleichen 
Zeitraum wurden in Deutschland an Stick: 
stoff mehr als 400000 t, an Kali über 750000 t 
und an Phosphor fast 500000 t verarbeitet. 
Das sind nur einige der größten industriellen 
Bedarfsartikel. 
Die Schätzung der Gesamtproduktion 
der deutschen Landwirtschaft ist eine ver; 
schiedene. Ich habe sie in einer kleinen 
Niederschrift, die ich vor einiger Zeit 
gemacht habe, auf rund 14 Milliarden 
Mark geschätzt. Der bekannte Direktor 
Lange vom Verein Deutscher Maschinen: 
bauanstalten schätzt sie auf 10 Milliarden 
Mark. Immerhin sind wir in einem 
Punkte einig, daß, wenn man die Ge- 
samtproduktion der Industrie einschließlich 
derjenigen der verarbeitenden Industrie zu- 
sammenrechnet, diese natürlich wesentlich 
höher ist, als sie bei Schätzungen der Land- 
wirtschaft bisher angegeben wurde. Die 
Gesamtproduktion der deutschen Industrie 
wird von verschiedenen Seiten auf 26 bis 
30 Milliarden Mark in Jahre geschätzt. Die 
reine Produktionsindustrie, wenn ich sie so 
nennen darf — Kali, Kohle, Eisen usw. —, 
dürfte immerhin auch nicht mehr als 14, 
{5 Milliarden Mark betragen. Von dem 
seitens des letzten Herrn Vorredners gez 
leiteten Institut für Konjunkturforschung 
sind diese Ziffern in der letzten Nummer 
seiner Zeitschrift ungefähr in gleicher Höhe 
angegeben. 
Daraus ersieht man die Bedeutung der 
beiden Berufsstände. Es liegt mir ganz 
fern, die Bedeutung der Landwirtschaft 
gegenüber der Industrie zu verkleinern, da 
wir alle Dinge nicht rein materiell, sondern 
auch von der ideellen Seite aus zu betrachten 
haben und wissen, daß die Landwirtschaft 
für uns das große Reservoir ist, aus dem 
wir unsere Bevölkerung für die Städte und 
für die Industrie zum Teil heranziehen. 
Ich will noch einige Ziffern, die letztlich 
auch durch die Zeitungen gegangen sind, 
nennen. Die gesamte Milchproduktion der 
deutschen Landwirtschaft hat im Jahre 
1926/27 4 Goldmilliarden Mark in Deutsch: 
land betragen. Demgegenüber wird die 
Steinkohlenproduktion in demselben Jahre 
in Deutschland auf nicht ganz zwei Milliarz 
den Mark Gold geschätzt. An Schweinen 
wurden in der Landwirtschaft in derselben 
Zeit für 3 Milliarden Mark produziert, an 
Gemüse ungefähr für anderthalb Milliarden 
Mark — Ziffern, die die Bedeutung der 
Landwirtschaft zeigen, die mir aber und 
auch Ihnen die Frage nahe legen: was kann 
man tun, um diese Ziffern noch zu erhöhen, 
die ohne weiteres nach meinem Empfinden 
zu steigern sind, um dadurch die starke Ein- 
fuhr ausländischer Produkte im Lebens: 
mittelmarkt überflüssig zu machen? 
Wir haben im vorigen Jahre eingeführt 
an Lebens: und Genußmitteln insgesamt für 
5 Milliarden Mark und an Lebensmitteln im 
Jahre 1927 für 4,3 Milliarden Mark. (Hört! 
hört!) Eine geringe Produktionssteigerung 
in der Milch allein um 10 Prozent würde uns 
sine Einfuhr von Milchprodukten, die über 
400 Millionen liegt, ersparen. Daß das mög: 
lich ist, darf ich einmal in diesen Kreisen, 
lie sich mit Milchwirtschaft und dem 
Melken von Kühen nicht zu befassen haben, 
zagen. Ich berufe mich da auf die Aus: 
‘ührungen des Ihnen allen bekannten Herrn 
von Lochow-Petkus, eines, wie Sie ja alle 
wissen, der bekanntesten Landwirte in 
Deutschland, der als Sohn die Tradition 
seines Vaters, wie ich weiß, fortsetzt. Er 
hat nach Zeitungsmeldungen gesagt, daß der 
Durchschnitt der Milchproduktion im Deut: 
schen Reiche eigentlich ein, wenn ich es hier 
sinmal aussprechen darf, bedauerlich kleiner 
sei, so daß es unschwer möglich sein müßte, 
die Produktion um 10 Prozent, 20 Prozent 
zu heben. Demgegenüber hören Sie nun 
aber einmal einen Bericht von der Firma 
Krupp, der mir in diesen Tagen zuging. 
Krupp schreibt: 
Der größte Teil der Butter im 
ganzen Ruhrgebiet kommt von Holland, 
Man kann sich schon darauf verlassen, 
daß das richtig ist, denn sonst würde Krupp 
das nicht schreiben. (Zuruf: Das wissen wir 
auch!)
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Wirtschaftspolitische Tagesfragen. Selbstverlag des Reichsverbandes der Deutschen Industrie, 1928.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

How much is one plus two?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.