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Neueste Zeit (Abt. 3)

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Bibliographic data

Full text: Neueste Zeit (Abt. 3)

Monograph

Identifikator:
1757542345
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-135097
Document type:
Monograph
Title:
National banking under the Federal Reserve System
Place of publication:
New York
Publisher:
The National City Bank of New York
Year of publication:
1927
Scope:
154 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
National bank organization
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Deutsche Geschichte
  • Neueste Zeit (Abt. 3)
  • Title page
  • Contents
  • Drittes Kapitel. Erste Stufe der kleindeutschen Lösung der Einheitsfrage
  • Viertes Kapitel. Zweite Stufe der kleindeutschen Lösung der Einheitsfrage
  • Fünftes Kapitel. Ursprung, Verlauf und Ausgang des Kulturkampfs

Full text

300 Fünfundzwanzigstes Buch. Viertes Kapitel. 
Auf allen diesen Gebieten entfaltete nun der Bund in den 
Jahren 1867 bis 1870 eine überaus fruchtbare Gesetzgebung, 
wie sie aus dem freudigen Zusammengehen von Reichstag und 
Regierung resultierte. Diese Gesetzgebung war der Hauptsäche 
nach liberal, sehr natürlich, da der Vollendung entgegen— 
gehende Einheit und Liberalismus entwicklungsmäßig aufs engste 
zusammenhingen; und sie wurde sehr bald von dauerndem Werte, 
da sie mit Gründung des Reiches auf dieses und somit auf das 
ganze kleindeutsche Staatsgebiet überging. 
Zunächst handelte es sich dabei um die Ordnung der 
Finanzen. Das gesamte Zollwesen fiel dem Bunde zu, außer⸗ 
dem die Besteuerung des Verbrauches von einheimischem Zucker, 
von Branntwein, Salz, Bier und Tabak; später sind dann 
noch weit mehr Artikel indirekter Besteuerung hinzugekommen. 
Auf diese Weise erhielt der Bund die hauptsächlichsten indirekten 
Steuern und wurde dadurch finanziell selbständig. Für den Fall 
aber, daß die Bundessteuern für die Bedürfnisse des Bundes nicht 
ausreichen sollten, war vorgesehen, daß die Staaten Matrikular— 
beiträge zu zahlen hatten. 
Nicht minder wichtig war weiterhin die Ordnung des Heer⸗ 
wesens. Es wurde mit zwölf Dienstjahren, drei in der Linie, 
bdier in der Reserve, fünf in der Landwehr, zunächst überall auf 
preußischen Fuß gebracht und somit auch in Preußen, gegen⸗ 
über dem früheren Widerstreben des Landtags, als gesetzlich 
anerkannt. Finanziell aber wollte die Regierung das Heerwesen 
von parlamentarischer Bewilligung unabhängig stellen, indem 
sie forderte, es solle ihr ein für allemal für jeden Mann der 
Friedensstärke ein Pauschquantum von zweihundertfünfund— 
zwanzig Talern jährlich bewilligt werden. Allein darauf ließ 
man sich im Reichstage nicht ein. Vielmehr wurde der Regierung 
dieses Pauschquantum nur bis zum Jahre 1871 für eine Friedens⸗ 
stärke bewilligt, welche einem Prozent der Bevölkerung gleich— 
kommen sollte. Später sollte dann die Heeresgesetzgebung ganz 
analog anderen Gesetzgebungsmaterien behandelt werden. 
Umfassend sorgte die Gesetzgebung des Bundes auch für 
den Ausbau eines allgemeinen norddeutschen staatlichen Heimats—
	        

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Neueste Zeit. Weidmann, 1909.
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