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Strukturwandlungen der Weltwirtschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Strukturwandlungen der Weltwirtschaft

Monograph

Identifikator:
1758279451
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-136273
Document type:
Monograph
Author:
Harms, Bernhard http://d-nb.info/gnd/118701657
Title:
Strukturwandlungen der Weltwirtschaft
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1927
Scope:
58 Seiten
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II.
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Strukturwandlungen der Weltwirtschaft
  • Title page
  • Contents
  • I.
  • II.

Full text

Strukturwandlungen der Weltwirtschaft 
a 
43 
zu solchen Maßnahmen in der Regel vom Kapital ausgeht, der Staat 
es jedoch für nützlich hält, sie mittelbar oder gar unmittelbar auf dem 
Wege der Gesetzgebung zu unterstützen. Ein drastisches Beispiel dafür 
ist bekanntlich die »Rubber Restriction«in den Vereinigten Malaien- 
staaten, der »schamloseste Raubzug gegen die Kautschukverbraucher 
der Welt«, wie die Amerikaner sie zu bezeichnen pflegen. Die Maßnahme 
hat die Hochhaltung der Gummipreise zum Zweck. Sie knüpft in ihrer 
Durchführung an den Ausfuhrzoll an, der auch vorher für Gummi erhoben 
wurde. Dies ist ja überhaupt der Weg, die rohstoffverarbeitenden Länder 
dem Monopolland tributpflichtig zu machen. England hat im Jahre 
1922 ein Gesetz erlassen, dem zufolge jede Kautschukpflanzung in seinen 
Gebieten ein Kontingent zugewiesen erhält, das zu dem normalen Aus- 
fuhrzoll exportiert werden kann. Die darüber hinausgehenden Mengen 
werden mit Prohibitivzöllen belegt, außerdem werden von etwaigen Vor- 
ratsmengen im Inneren Abgaben erhoben, Bei steigenden Weltmarkt- 
preisen wird das Kontingent erhöht, bei sinkenden herabgesetzt. Wir 
sehen hier eine gleitende Zollskala, und zwar, anders als sie sonst begriffen 
wird, für die Ausfuhr und nicht für die Einfuhr. Der Zweck, die Preise zu 
stabilisieren, ist jedoch der gleiche. Zur Zeit wird ein Preis von 21 Pence 
für notwendig gehalten. Die Urteile über die Kautschukrestriktion 
gehen erheblich auseinander. Was die Hauptverbraucher sagen, ist 
schon erwähnt worden. Es gibt in Amerika Stimmen, die im Kupfer- 
trust ein Kampfmittel gegen die englische Kautschukpolitik sehen. In 
England selbst wird betont, daß es sich um eine Notstandsmaßnahme 
in zwölfter Stunde gehandelt habe, weil das gesamte in den Kautschuk- 
plantagen angelegte Kapital unmittelbar vor dem Zusammenbruch 
gestanden hätte. Man habe sich dabei große Mäßigung auferlegt. Es 
kann in der Tat nicht behauptet werden, daß ein Gummipreis von 21 
Pence übertrieben hoch sei; er hält sich im Gegenteil noch unter der 
allgemeinen Preissteigerung. Anderseits darf wohl behauptet werden, 
daß die »Mäßigung« nicht ganz freiwillig erfolgte, denn seit der Restrik- 
tion hat die Erzeugung in Niederländisch-Indien beträchtlich zugenommen. 
Insgesamt stehen heute schon etwa 30 °/, des plantagenmäßig gewonnenen 
Gummis außerhalb des englischen Einflusses. Dazu kommt, daß bei 
einem Preis von 2 bis 3 Schilling auch Brasilien mit seinem Rubber 
wieder stärker konkurrenzfähig wird. Stünde die gesamte Produktion 
von Plantagengummi unter englischem Einfluß, so würde die in England 
gelegentlich, ausgesprochene Absicht, aus dem Gummimonopol einen 
Teil der Kriegskosten zu decken, wohl rigoroser durchgeführt worden sein*, 
1 Beim Lesen der Korrektur kommt die Nachricht, daß England durch Verschärfung 
der Kontingentierung bestrebt ist, den Rubberpreis über die obengenannte Grenze hinaus 
festzusetzen. Die zunehmende Nachfrage scheint diese Maßnahme zu ermöglichen.
	        

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Strukturwandlungen Der Weltwirtschaft. Verlag von Gustav Fischer, 1927.
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