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Deutsche Wirtschafts- und Finanzpolitik

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Bibliographic data

fullscreen: Deutsche Wirtschafts- und Finanzpolitik

Monograph

Identifikator:
1761960571
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-144401
Document type:
Monograph
Title:
Deutsche Wirtschafts- und Finanzpolitik
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Selbstverl. des Reichsverb. der Dt. Industrie
Year of publication:
1925
Scope:
67 S.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Begründung
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Deutsche Wirtschafts- und Finanzpolitik
  • Title page
  • Contents
  • Vorschläge
  • Begründung

Full text

Posttarife. 
Berechtigung 
and Grenzen. 
Ausnahmetarifen auch über die 
'rockene Grenze, um die seit mehr 
ıls Jahresfrist die beteiligten In: 
Justrien kämpfen. 
Der Tarif für Briefe, ähnliche Sen: 
jungen und für Pakete dürfte 
caum zu beanstanden sein. 
Ganz besonders übersteigert aber 
sind die Tekefongebühren. 
Es ist ein alter immer wiederkehren- 
der Wunsch, die deutsche Reichs- 
post möge bei der Bemessung der 
Gebühren von der Berechnung des 
Einzelgesprächs, für das der Satz im 
Durchschnitt etwa das Zweieinhalb- 
lache des Friedenssatzes beträgt, 
wieder zu dem früher so beliebten 
Pauschalsystem übergehen. Nach 
dem gegenwärtigen System sind Be» 
triebe mit großer Benutzung der 
Telefonanlagen außerordentlich 
stark belastet. Während bei 200 Ges 
sprächen im Monat die Gebühr um 
94 Prozent erhöht ist, liegt schon bei 
1200 Gesprächen im Monat eine Er: 
ı1öhung um 783 Prozent gegenüber 
lem Friedenssatz vor. 
Es ist daher kein Wunder, daß 
ler Titel Telefon in dem Etat der 
Deutschen Reichspost große Übers» 
schüsse abzuwerfen imstande ist, 
die zur Deckung der Fehlbeträge 
des Telegrammverkehrs dienen kön: 
aen. Mit den modernsten Einrich: 
‘ungen ausgestattet, wird der Tele: 
jiraphenbetrieb nicht im entfern» 
'esten voll ausgenutzt, zum großen 
Teil wegen der falschen Bemessung 
der Gebühren. Die Verwaltung 
laubt anscheinend, durch Hoch: 
jaltung der Telefongebühren er» 
eichen zu können, daß das Tele» 
iramm mit dem Telefon konkurrie- 
en kann. Für die kurze Nachrich» 
enübermittlung hat das Telefon 
vohl endgültig den Telegraphen 
erdrängt. Durch entsprechende 
sebührengestaltung könnte es aber 
ait Leichtigkeit erreicht werden, 
iaß ohne Schmälerungen der Eins 
‚ahmen aus dem Briefverkehr ein 
roßer Teil der Korrespondenz 
‚urch Anwendung eines billigen 
jatzes für den Brieftelegramm- Vers 
‚ehr von dem Telegraphen über: 
‚ommen wird. Damit könnten die 
zilweise brachliegenden Anlagen 
vieder zur vollen Ausnutzung ge» 
angen und der Wirtschaft ein wert: 
'olles Mittel zur Nachrichtenüber» 
nittlung neu zur Verfügung gestellt 
verden. 
Aus der jetzt vorgelegten Denk- 
chrift der Reichspostverwaltung er» 
#ibt sich, daß sie im Jahre 1924/25, 
)bwohl sie aus laufenden Mitteln 
viele Neuanlagen hergestellt hat, er: 
ıebliche Überschüsse erzielt hat. 
Daraus geht klar hervor, daß sie 
‚uch mit geringeren Tarifen hätte 
‚uskommen können. 
IN. Die sozialen Abgaben. 
Die deutsche Industrie ver: 
tritt die Auffassung, daß die Aus- 
jaben für soziale Zwecke als ein 
aotwendiger Bestandteil der Ge: 
zamtaufwendungen für die Allge: 
meinheit zu betrachten sind. Sie 
wertet demgemäß diese Leistung als 
positiven Bestandteil der Sstaats- 
politisch zu tragenden Gesamt: 
'asten. 
Wenn aber die Sozialpolitik nach 
ınserer Auffassung als ein not: 
vendiger Bestandteil unserer Wirt: 
schaftsordnung und -führung. anzu: 
‚sehen ist, dann sollte sie nicht um 
hrer selbst willen und nicht ohne 
Zusammenhang mit der wirklichen 
‚age und Entwicklung unserer wirt- 
schaftlichen Leistungsfähigkeit ger 
‚trieben werden. 
19
	        

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Deutsche Wirtschafts- Und Finanzpolitik. Selbstverl. des Reichsverb. der Dt. Industrie, 1925.
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