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Abriss einer Geschichte der Theorie von den Produktionsfaktoren

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Bibliographic data

Full text: Abriss einer Geschichte der Theorie von den Produktionsfaktoren

Monograph

Identifikator:
1768152721
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-148079
Document type:
Monograph
Title:
10 Jahre Wiederaufbau
Place of publication:
Wien
Publisher:
Wirtschaftszeitungs-Verlags-Ges. M.B.H.
Year of publication:
1928
Scope:
664 S.
Ill.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zehn Jahre Arbeit der grossdeutschen Volkspartei / von Präsident Dr. Leopold Waber
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Abriss einer Geschichte der Theorie von den Produktionsfaktoren
  • Title page
  • Contents
  • I. Kapitel
  • II. Kapitel. Der Merkantilisten und Physiokraten (Turgot)
  • III. Kapitel. Adam Smith
  • IV. Kapitel. J. St. Mill
  • V. Kapitel. Sismondi
  • VI. Kapitel. Fr. List
  • VII. Rodbertus
  • VIII. Karl Marx
  • IX. Kapitel. Die Gegenwart (Brentano)

Full text

52 
hange gesagt worden ist. Es ist selbstverständlich, daß auch wir den 
Begriff des Kapitals nicht engherzig auffassen wollen, aber wir werden 
uns auch sicher nicht einer Kleinlichkeit schuldig machen, wenn wir 
uns einmal genauer fragen, was denn der Staat ist. Wir werden uns 
dann der Überzeugung nicht verschließen können, daß der Staat über 
haupt nichts Konkretes ist, also keinesfalls ein besonders geartetes 
Kapital sein kann, das als Produkt der anderen Produktionsfaktoren 
stets eine greifbare Eorm haben muß. Andererseits können wir den 
Staat auch nicht als selbständig produzierend auffassen. Er ist nur 
geeignet, die vorhandenen produktiven Kräfte eines Landes zu vollerer 
Entfaltung zu bringen und dadurch indirekt zur Produktion bei 
zutragen. Wir können also auf das schon oben über die indirekte 
Produktion Gesagte (S. 18) kinweisen und wollen hier nur kurz unsere 
Ansicht dahin aussprechen, daß wir den Staat demnach als einen 
sekundären Produktionsfaktor im Sinne J. St. Mills ansehen möchten. 
Auch die Versuche, den wissenschaftlichen Sprachgebrauch dem 
in der Praxis herrschenden anzupassen, dürften hierher zu zählen sein. 
Den bedeutsamsten vielleicht hat van der Borght mit dem Vor 
schläge unternommen 1 j, den Begriff Kapital, der die Hauptverwirrung 
mit sich gebracht hat, gänzlich auszuschalten, das bisher sogenannte 
umlaufende Kapital dem Produktionsfaktor Natur zuzuschlagen, das 
„stehende Kapital“ aber als selbständigen dritten Produktionsfaktor 
unter dem Namen „Produktionsanlagen und Produktions Werkzeuge“ 
beizubehalten. Ob hiermit die Verwirrung beseitigt ist, will uns frag 
lich erscheinen, da ja jedes Ding je nach seiner Verwendung stehendes 
und umlaufendes Kapital sein kann, es nach van der Borght also 
je nachdem bald der Natur, bald jenem anderen dritten Produktions 
faktor zuzuschlagen wäre, was sicher noch größere Unzuträglichkeiten 
im Gefolge hat, als die an und für sich allerdings recht beklagens 
werte Verschiedenheit im Sprachgebrauch von Wissenschaft und 
Praxis. 
Und so ließen sich noch mancherlei kleine Abänderungsversuche 
der Theorie der Produktionsfaktoren hei den modernen Schriftstellern 
finden. Aber all diese unbedeutenden Verschiedenheiten, die nur 
Einzelheiten, nicht aber die Grundlage der Theorie berühren, sind 
nicht mehr ausreichend, um einen lebhafteren Meinungsaustausch 
zwischen ihren Autoren hervorzurufen, und so können wir mit einem 
l ) Conrads Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik, III. F., 26. Bd., 
S. 604 ff.
	        

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Abriss Einer Geschichte Der Theorie von Den Produktionsfaktoren. G. Pätz’sche Buchdr. Lippert & Co. G.m.b.H., 1911.
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