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Die obligatorische Krankenversicherung

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Bibliographic data

fullscreen: Die obligatorische Krankenversicherung

Monograph

Identifikator:
176840707X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-149526
Document type:
Monograph
Title:
Die obligatorische Krankenversicherung
Place of publication:
Genf
Publisher:
Internationales Arbeitsamt
Year of publication:
1927
Scope:
892 Seiten
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. Leistungen
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die obligatorische Krankenversicherung
  • Title page
  • Allgemeine Einleitung
  • Erster Teil. Das Anwendungsgebiet
  • Zweiter Teil. Leistungen
  • Dritter Teil. Einnahmequellen und Finanzgebaren
  • Vierter Teil. Die Versicherungsträger
  • Fünfter Teil. Das Streitverfahren, Rechtsverletzungen und Strafen
  • Sechster Teil. Die Krankenversicherung der Ausländer
  • Contents

Full text

340 
ZWEITER TEIL 
wenn die Art der Krankheit eine Behandlung oder Pflege verlangt, 
die in der Familie des Erkrankten nicht möglich ist: 
wenn die Krankheit ansteckend ist; 
wenn der Erkrankte wiederholt der Krankenordnung oder den 
Anordnungen des behandelnden Arztes zuwidergehandelt hat; 
wenn sein Zustand oder Verhalten seine fortgesetzte Beobachtung 
erfordert ($ 184). 
Ausserdem kann das Landesversicherungsamt bestimmen, dass die 
Kasse diejenigen, denen sie ärztliche Behandlung zu gewähren hat, in 
an Krankenhaus verweisen darf, auch wenn die oben genannten Voraus- 
setzungen nicht erfüllt sind ($ 370, Abs. 2, Nr. 4). 
Wird Krankenhauspflege einem Versicherten gewährt, der bisher von 
seinem Arbeitsverdienst Angehörige ganz oder überwiegend unterhalten 
hat, so ist daneben ein Hausgeld für die Angehörigen im Betrage des halben 
Krankengeldes zu zahlen. Das Hausgeld kann unmittelbar an die Angehö- 
rigen ausbezahlt werden ($ 186). 
Mit Zustimmung des Versicherten kann Hauspflege gewährt werden ; 
in. diesem Falle erhält der Versicherte Hilfe und Wartung durch Kranken- 
fleger, Krankenschwestern oder andere Pfleger, insbesondere, wenn die 
Aufnahme des Kranken in ein Krankenhaus geboten, aber nicht ausführbar 
ist oder wichtige Gründe vorliegen, den Kranken in seinem Haushalt oder 
in seiner Familie zu belassen. Die Kasse kann auf Grund der Satzung dafür 
ois zu einem Viertel des Krankengeldes abziehen ($ 185). 
Mehrleistungen 
Die Satzung kann mit Zustimmung des Landesversicherungsamts 
:ür kleinere Heilmittel einen Höchstbetrag festsetzen, auch bestimmen, 
lass die Kasse bis zu dieser Höhe einen Zuschuss für grössere. Heilmittel 
zewähren darf. 
Die Satzung kann bei der Krankenpflege noch andere als kleine Heil- 
mittel, insbesondere Krankenkost zubilligen ($ 198). 
Endlich kann die Satzung Fürsorge für Genesende, namentlich durch 
Unterbringung in einem Genesungsheime, bis zur Dauer eines Jahres nach 
Ablauf der Krankenhilfe gestatten sowie Hilfsmittel gegen Verunstaltung 
und Verkrüppelung zubilligen, die nach beendigtem Heilverfahren nötig 
ind. um die Arbeitsfähigkeit herzustellen und zu erhalten. 
Durchführungsergebnisse 
In der folgenden Tabelle sind die gesamten und die auf einen Ver- 
sicherten entfallenden Kosten für Sachlesistungen verzeichnet. 
GESAMTE UND AUF EINEN VERSICHERTEN ENTFALLENDE KOSTEN 
FÜR SACHLEISTUNGEN 
ANnr 
1919 
1920 
1921 
1922 
99232 
Gesamtkosten 
für Sachleistun- 
zen in Tausenden 
von Wr. 
Auf 
einen Versicherten 
entfallende 
Kosten in Fr. 
Anteil an den 
Gesamtkosten 
für 
Leistungen 
11.466 33,59 43,20 
18.255 88,41 53,58 
24.431 62,49 | 46,39 
29,744 71,95 | 47,40 
34.700 ' 79.03 ! 50.97
	        

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Die Obligatorische Krankenversicherung. Internationales Arbeitsamt, 1927.
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