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Bibliographic data

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Monograph

Identifikator:
1773832379
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-172798
Document type:
Monograph
Author:
Gregory, John W. http://d-nb.info/gnd/11683014X
Title:
The Elements of economic geology
Place of publication:
London
Publisher:
Methuen
Year of publication:
1928
Scope:
XIV, 312 S.
graph. Darst.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Part V. Mineral fuels
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Quellenbuch
  • Title page
  • Autorenverzeichnis
  • Contents
  • Erster Teil. Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. Handel
  • Dritter Teil. Industrie
  • Vierter Teil. Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. Verkehr
  • Sechster Teil. Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Index

Full text

1. Die Stellung der Industrie im Wirtschaftsleben des Deutschen Reiches. 375 
tätigen Personen einen ständig zunehmenden Bedarf an Rohstoffen und Nahrungs 
mitteln. dem die einheimische Produktion, besonders die Landwirtschaft, trotz aller 
Anstrengungen nicht folgen konnte und auch bei den Riesenbeträgen, um die es sich 
handelt, kaum je wird entsprechen können. So mußte ein sich ständig vergrößernder 
Fehlbetrag durch den Bezug ausländischer Rohstoffe und Nahrungsmittel gedeckt 
werden. Der Wert der Einfuhr von Rohstoffen und Nahrungsmitteln belief sich in 
1909 auf 7 s1910: 7,3s Milliarven Ji, d. s. mehr als drei Viertel unserer ganzen Ein 
fuhr und fast die Hälfte des Wertes der gesamten Erzeugung der inländischen Land 
wirtschaft, und die Einfuhr von Rohstoffen allein erreichte in 1909 einen Wert von 
4,7 [19 LO: 5,1] Milliarden Ji, d. i. weit mehr als die Hälfte unserer Einfuhr und 
fast der siebente Teil unserer gesamten auf 35 Milliarden Ji geschätzten gewerblichen 
Erzeugung. Unsere Gewerbtätigkeit beruht zum größten Teil auf der ungehemmten 
Zufuhr dieser Rohstoffe aus dem Ausland und würde zum Stillstände gebracht 
werden, wenn sie mit einem Male abgeschnitten würde. 
Die Industrie muß auf der anderen Seite die Mittel aufbringen, um diese 
Rieseneinfuhr zu bezahlen, und dazu führt sie die Erzeugnisse ihrer Arbeit aus. 
Die Fertigfabrikate haben einen immer größeren Anteil an unserer Ausfuhr ein 
genommen; ihr Wert beläuft sich auf gegen 4% [1910:4,8] Milliarden Ji, d. h. auf 
zwei Drittel unserer gesamten Ausfuhr und weit über ein Zehntel unserer gesamten 
gewerblichen Erzeugung, und die Entwicklung drängt dahin, immer mehr anstatt der 
zum Teil noch bestehenden Ausfuhr von Rohstoffen und Halbfabrikaten Fertig- 
fabrikate auszuführen, um uns so die darauf verwendete Arbeit vom Auslande be 
zahlen zu lassen. Die Aufnahmefähigkeit des inneren Marktes mag noch so sehr 
steigen: wir werden stets damit zu rechnen haben, daß unsere Fabrikatenausfuhr uns 
die Mittel zur Befriedigung des Bedarfes an Rohstoffen und Nahrungsmitteln bieten 
muß, mithin die Grundlage für die Beschäftigung und Ernährung unseres Be 
völkerungszuwachses bildet. Die Vermehrung unserer Bevölkerungszahl haben wir 
mithin nur dadurch erkaufen können, daß wir auf unsere wirtschaftliche Unab 
hängigkeit verzichtet, uns in Abhängigkeit von dem Verkehr mit fremden Wirtschafts 
gebieten begeben haben. 
Für die Ernährung eines Bevölkerungszuwachses von fast 1 Million jährlich, 
für die Arbeitsgelegenheit für y 3 Million Menschen, die jährlich in das Erwerbs 
leben eintreten, muß unsere Industrie Sorge tragen! Eine gewaltige Leistung, die 
die Voraussetzung für den ungestörten Fortgang unserer nationalen Entwicklung 
darstellt. Wie hätte sich unsere Bevölkerungszahl entwickelt, wenn nicht die Industrie 
den Überschuß aufnähme? Wäre nicht unsagbares Elend die unausbleibliche Folge 
gewesen? Hätte nicht die Auswanderung, die in den Zeiten der wirtschaftlichen 
Stockung im Beginn der achtziger Jahre jährlich bis zu 200 000 Köpfen und mehr 
betrug, also zeitweise fast die Hälfte des gesamten Bevölkerungszuwachses ausmachte, 
die unserm Volkstum zumeist unwiederbringlich verloren ging, in unvermindertem 
Umfang angehalten? Wäre es wohl denkbar gewesen, daß sie bis auf den zehnten 
Teil zurückgegangen ist? Hätte wohl unsere Bevölkerungszahl bis zur jetzigen Höhe 
steigen können? 
Die neuzeitige wirtschaftliche Entwicklung hat uns somit mächtiger gemacht; sie 
hat uns aber auch reicher gemacht. Deutschland galt bis vor kurzem als ein armes 
Land, das sich mit Großbritannien und Frankreich bei weitem nicht messen könnte, 
und auch heute nimmt man im allgemeinen an, daß sein Volkswohlstand hinter dem 
dieser Staaten weit zurückbleibe. Ernsthafte Statistiker kommen demgegenüber auf 
Grund eingehendster Berechnungen zu dem Ergebnis, daß das deutsche Volksver- 
mögen, auf den Kopf der Bevölkerung berechnet, nur unwesentlich hinter dem unserer 
Nachbarn im Westen zurückbleibt. Und wie unser Volkseinkommen gerade in den
	        

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Volkswirtschaftliches Quellenbuch. Verlag von A. W. Zickfeldt, 1913.
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