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Finanzwissenschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Finanzwissenschaft

Monograph

Identifikator:
1774764512
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-160421
Document type:
Monograph
Author:
Nitsch, Harry http://d-nb.info/gnd/117023272
Title:
Das Hotel- und Gastgewerbe
Place of publication:
Düsseldorf
Publisher:
Floeder
Year of publication:
1928
Scope:
804 Seiten
Ill.
Digitisation:
2021
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
55. Ein internationales Wert-Kennzeichen für Hotels
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Finanzwissenschaft
  • Title page
  • Contents
  • Erstes Buch. Einleitende Lehren
  • Zweites Buch. Die verfassungsmäßige Ordnung des Staatshaushaltes und das Budget
  • Drittes Buch. Die Staatsausgaben
  • Viertes Buch. Die Staatseinnahmen
  • Fünftes Buch. Der Staatskredit
  • Sechstes Buch. Die Verwaltung des Staatshaushaltes
  • Namenverzeichnis

Full text

I. Abschnitt. Das Budget. 81 
in der ordentlichen oder in der außerordentlichen Gebarung; das 
erstere ist das gefährlichere, indem es zum Ausdruck bringt, daß 
selbst die ordentlichen Ausgaben durch die ordentlichen Einnahmen 
nicht gedeckt werden können. Hier kann nur eine Streckung der 
ordentlichen Einnahmequellen helfen. Die erste Voraussetzung der 
rationellen Führung des Staatshaushaltes ist, daß die ordentlichen 
Einnahmen die ordentlichen Ausgaben decken, während es weniger 
gefährlich ist, wenn die ordentlichen oder außerordentlichen Ein- 
nahmen die außerordentlichen Ausgaben nicht zu decken vermögen. 
Die Bedeutung des Defizits ist höchst verschieden, je nachdem es 
vorübergehend oder andauernd, akut oder chronisch ist. Akute 
Defizite können infolge außerordentlicher Verhältnisse auch in dem 
geordnetsten Staatshaushalte entstehen, aber das chronische Defizit 
weist auf einen krankhaften Zustand des Staatslebens hin, auf die 
Inkongruität von Staatszwecken und Staatsmitteln. Die Heilung 
des chronischen Defizits kann erst dann als gelungen betrachtet 
werden, wenn jene Ursachen entfernt werden, welche dasselbe her- 
vorrufen, während bei deren Verbleiben, wenn es auch in dem einen 
oder anderen Jahre gelingt, das Defizit zu eliminieren, dasselbe 
alsbald wiederkehren wird. Neben dem eigentlichen Defizit unter- 
scheidet man das Kassendefizit, welches sich aus der verschiedenen 
Periodizität von Einnahmen und Ausgaben ergibt. Solche Defizite 
werden entweder aus den Kassenbeständen oder durch Aufnahme 
schwebender Schulden beseitigt. Das Defizit ist oft ein verstecktes, 
wenn Ausgaben nicht eingestanden werden, ein scheinbares, wenn 
Vermögensgegenstände angeschafft werden. Viel seltener als Defizite 
zeigen sich im Staatshaushalte Überschüsse, bei denen beiläufig 
gleichfalls die obigen Unterschiede gemacht werden können. Natür- 
lich bergen die Überschüsse keine Gefahren, aber auch deren 
Stabilisierung ist nicht immer ein günstiges Zeichen, da in diesem 
Falle eine Reduzierung der Kinnahmequellen geraten ist. Aber 
auch andere Komplikationen können sich aus der Überschußwirt- 
schaft ergeben, wie dies vor Jahren das Beispiel der Vereinigten 
Staaten zeigte, wo die Einnahmen — hauptsächlich Zölle — so 
bedeutend waren, daß die Verwendung derselben große Sorge be- 
reitete, denn die Rückzahlung der Staatsschulden war den Staats- 
gläubigern nicht genehm, die Herabsetzung der Zölle hinwieder 
stieß auf den Widerstand der geschützten Industrien. Die Über- 
schüsse lassen sich im allgemeinen am zweckmäßigsten zur Schulden- 
tilgung, zur Vermehrung des Staatsvermögens, zur Stärkung der 
Kassenbestände, zur Abschaffung drückender oder irrationeller 
Steuern usw. verwenden. 
Földes, Finanzwissenschaft. 2. Aufl. 
A
	        

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Finanzwissenschaft. G. Fischer, 1927.
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